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Samstag, 21. Februar 2009

Das Forum ist weg.



Bevor ihr in dieser Stunde der Separation, der Isolation von allen Lieben und Freunden, aller Kommunikation mit der grünen Familie verzweifelt: Marthe 1.0 steht nun als Wanderbuch bereit und wartet auf jeden, der sich nochmal die ganze Dröhnung geben will.

Wir schaffen das! Wir können das! Wir sind stark!

[...]

Freitag, 20. Februar 2009

Hebammen-Epilog

Ich nehme diesen Tag mal als Stichtag für die Umfrage, die momentan so aussieht:

Marthe 2.0: 40%
Eragon: 27%
Ryder Hook: 9%
Anderes Buch: 2%
Egal: 22%


Damit ist der alea iacta, es geht mit Marthe und Christian weiter. Dieses Wochenende will ich meine bisherigen Buchbesprechungen ins neue Blog bringen und hoffe, dass die Sendung, die grade in der Packstation auf mich wartet, der zweite Band der Hebammen-Saga ist. Könnten aber auch LLGs Pilates-DVDs sein.

Eine kleine Pause wird es geben. Allen, die an Entzug leiden, empfehle ich Gaminas Rezension vom Mönchsgeständnis. Ebenfalls sehr, sehr ugly.

Zur Vorwarnung sei gesagt, dass sich die Postingfrequenz bei der nächsten Lesung wohl etwas verringern wird. Einerseits ist es wirklich zeitaufwändig, konsequent jeden Tag ein Kapitel zu verhackstückseln und ich musste manchmal ganz schön strampeln, um das durchzuhalten, andererseits wurde mir zugetragen, dass weniger Postings die Woche schöner seien, weil dann auch seltenere Leser an der Diskussion in den Kommentaren teilnehmen könnten.

Stimmt schon, Kommentare zu älteren Beiträgen werden kaum noch gelesen. Das könnte man zwar umgehen, indem sich jeder die Kommentare als RSS-Feed abonniert – aber wer macht das schon? :ugly:

Ich muss mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Ansonsten wünsche ich uns allen erst mal ein schönes Wochenende (ohne Forum! ) und ich halte euch auf dem Laufenden. :-D

Die Hebamme XLIV – Heimkehr

Er ist gekommen, der wohlverdiente Abschied (zumindest vorläufig) von Marthe, Chris, Lukas und den ganzen anderen Gestalten. Wir haben mit ihnen gelitten, gelacht (naja), ged'oht und viele von uns haben nun mehr Beulen auf der Stirn und Zahnspuren im Tisch als vorher. Vom Lesen gezeichnet. Ein schöner, verbindender Gedanke.



Edelfreimann Chris hatte einen Boten ins Dorf geschickt, der seine baldige Ankunft verkünden sollte. Seitdem sitzen die Dorfberufsjugendlichen quasi rund um die Uhr in den Bäumen ums Dorf und halten nach ihm Ausschau.

Seit Christians Bote vor ein paar Tagen eingetroffen war und über Hartwigs bevorstehende Hinrichtung und die anderen Neuigkeiten informiert hatte, lebten die Christiansdorfer in heller Aufregung.

Man freut sich erst mal grundsätzlich über das Zeitalter von Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand, das nun hereinbrechen wird. Ist ja auch was Schönes. Die Mitteilung aber, dass sowohl Chris als auch Marthe jetzt Was Besseres™ sind sorgt für unendlichen Gesprächsstoff.

Hat es das je schon gegeben, dass ein einfaches Kräuterweib eine Edelfrau wurde?

Und überhaupt, würde sich Marthe jetzt verändern, nachdem sie nun die Seiten gewechselt hat? Besonders Griseldis bereut es plötzlich bitterlich, nicht netter zu Marthe gewesen zu sein.

Ja, unsere heilige Marthe wird sie gewisslich aus Rache an die Dorflinde nageln lassen. Kennt man ja, Edle sind notorisch fies.


Nun isses also soweit, Chris und Marthe ziehen im Triumphzug ins Dorf ein.

Allen voran ritt Christian in einem Umhang aus gutem Wollstoff auf seinem edlen Grauschimmel, an seiner Seite Marthe in einem so kostbaren Kleid, dass es den meisten die Sprache verschlug [...]. Dicht hinter ihnen ritt Lukas in prachtvoller Rüstung.

Damit das einfache Volk mal gleich merkt, was Sache ist, ne? Als Gefolge haben sie noch Barti, Emma und Jonas (die wollten Hartwigs Hinrichtung nicht verpassen und waren deswegen in Meißen), ein paar Maurer, ein paar Reisige und hintendran die Salzfuhrbrüder Hand und Franz Friedrich. Die hatte man zufällig auf dem Weg getroffen und gleich mitgenommen.

Mit weichen Knien und gesenkten Lidern traten Griseldis und Hiltrud auf Christian und Marthe zu und reichten ihnen einen Willkommenstrunk, während Hildebrand auf die Knie sank und die anderen es ihm nachtaten.

Marthe fühlt sich deswegen schrecklich unwohl und wir erfahren, dass sie das Kleid, ein Geschenk Hedwigs, eigentlich gar nicht anziehen wollte, aber Chris hat drauf bestanden. Damit der Pöbel gleich weiß, dass sie nicht mehr herumkommandiert werden kann jetzt. Weil Edelfrau und überhaupt. Jawohl. Da muss man jetzt ein bisschen drauf herumreiten, wie doll das jetzt ist. Dass Marthe, die eh schon für Höheres bestimmt war, nun endlich Höheres ist. Hussa!

Zeitsprung zurück zum Landding und den Geschehnissen danach. Hedwig läd Chris und Marthe erst mal auf die Burg ein, Marthe kann es noch gar nicht fassen und würde am liebsten selbst als Chris' Ehefrau nur weiter in ihrer Kate Kräuter mörsern und allen Lebewesen Gutes tun (aber ob sich das schicke?) und wird von Chris beruhigt. Sie könne ruhig weiter Leute heilen wenn sie das wolle, er werde ihr da nicht im Wege stehen.

Nett von ihm. [/trocken]

Dann wird gefeiert, nur Lukas sitzt alleine betend inne Kirche, weil er ja am nächsten Tag von Otto persönlich zum Ritter geschlagen wird.

Schade, dass er nicht zurückschlagen wird.
Na, man kann nicht alles haben.

Am nächsten Tag wird Lukas zum Ritter und Chris nimmt ihn gleich mal in sein Gefolge auf. Gute Froinde kann niemand trennen. [/kaiser]
Josefa freut sich auch für Chris und Marthe, präkognitiert noch ein wenig („irgendwann werdet ihr mich im Dorf brauchen“), auf dem Markt trifft unser Traumpärchen dann die Salzkärrner, die Chris gleich als ständige Verkehrsverbindung Christiansdorf – Meißen engagiert („dann kann Marthe euch auch immer den Rücken einrenken“), am Tag darauf wird Hartwig dann, höchst würdelos durch sein Gegreine, gehängt. Gehenkt sozusagen.

Nachdem alle Handlungsfäden Meißens nun so verknüpft wurden, kehren wir zurück ins Dorf, wo grade alle vor Chris und Marthe knien. Hildebrand versucht sich anzuwanzen, kommt damit bei Chris aber nicht an. Der jagt zuerst die verbrecherischen Reisigen nackt in den Wald, dann beruft er die Dorfversammlung ein. Es wird ein neuer Dorfältester gewählt, weil Hildebrand eine feige Socke und ein Charakterkümmerling ist. HA!

Als neuer Ältester wird Jonas der Schmied gewählt und die Dorfheit ist darüber mindestens ebenso euphorisch wie Chris beim ersten Mal mit Marthe. Jubäl, Hurra.

Im Dorf bricht zufriedene Geschäftigkeit aus. Chris und Marthe schlendern durchs Dorf und unterhalten sich ein wenig. Chris möchte nach Köln und würde gerne von Marthe begleitet werden. In Köln möchte er gerne die unglaublich wertvollen Edelsteine, die Dietrich als Hochzeitsgeschenk locker machte, in sein Schwert einarbeiten lassen.

„Wann willst du aufbrechen? Noch vor dem Winter oder erst im Frühjahr?“
„In ein paar Tagen, sobald hier alles Wichtige geregelt ist.“
„Nun, wenn das so ist, begleite ich dich gern.“
Etwas an ihrem Tonfall ließ Christian stutzen. Aufmerksam erforschte er ihr Gesicht. Und als sein Blick unwillkürlich auf ihren noch flauchen Bauch fiel, wusste sie, dass er verstanden hatte, warum sie ihn im Frühjahr nicht begleiten konnte.
Überglücklich nahm er sie in seine Arme und flüsterte ihr etwas ins Ohr.

Was das war, werden wir leider nie erfahren, denn das Buch endet hier.

Was für ein traumhaftes Ende. (Fast) alle Bösen sind tot oder zumindest schmerzhaft bestraft, alle, die böse zur zu Höherem bestimmten Marthe waren müssen jetzt vor ihr katzbuckeln, Marthe, für Höheres bestimmt, ist nun endlich auch offiziell was Höheres, Chris ebenfalls, Nachwuchs ist auch unterwegs, kurz: alle sind reich und glücklich and all is well that ends well.

Schön, gelle?






Donnerstag, 19. Februar 2009

Die Hebamme XLIII – Die Entscheidung

Der unerwartete Besuch von Markgraf Dietrich und seinem Gefolge sorgte für Wirbel auf dem Meißner Burgberg.

Nicht nur für Wirbel sondern auch für Empörung, denn Otto muss feststellen, dass Dietrich Hedwig mitgebracht hat. Wie unschön für ihn, der doch der freien Liebe anhängt.

Immerhin besitzt er, wie uns mitgeteilt wird, genug höfisches Benehmen, um keinen Aufstand zu machen, als er in der Halle auf Dietrich und Hedwig trifft.
Na super, da kann er sich ja auch was drauf einbilden.

A****.

Hedwig wird mehr oder weniger aufs Zimmer geschickt („Ihr wollt euch doch sicher gleich frischmachen?"), dann wird Dietrich angeknurrt, was das denn solle und er möge besser einen wirklich guten Grund dafür haben.

„Allerdings", gab Dietrich ernst zurück. „Bruder, ich muss mit dir reden. Allein.


Wurmloch. *zing*

Jemand betritt ohne anzuklopfen Odas Kammer. Es ist Randolf, unser aller Sonnenschein. Sofort beginnen sie sich zu beharken. Ungefähr so:

Oda: „Du Doof! Du hast diesen Ministerialen entkommen lassen!"
Randy: „Mei. Sobald er irgendwo auftaucht, isser tot. Außerdem habe ich gehört, dass Otto nicht mehr ganz so interessiert an Dir ist wie fürdem, nähnähnäh."
Oda: „Ach! Aber wenn ich nicht mehr in bin, bist Du es bald auch nicht mehr, schon mal daran gedacht?"
Randy: „Jaja, ständig. Ficken?"
Oda: „Haja. Wenn's sein muss."

Randy: *auszieh* *ächzhechelstöhn*
Oda: *fingernägelfeil*

Randy: *ÄCHZHECHELSTÖHN*
Oda: „Ach, da fällt mir ein – was weißt Du über Dietrich?"
Randy: *ächzhechel ... WOT??*

Coitus interruptus.

Oda: „Ja, herrgott! Glaubst Du denn, das ist Zufall, dass der bei Dir war, als Sexy-Chris verschwindet, und dass er jetzt hier auftaucht? Und auch noch Hedwig mitbringt?"
Randy: *beleidigt* „Dann solltest Du Dir noch viel eher Sorgen machen!" *anzieh*

Warp 6.

Markgraf Ottos Gesichtszüge waren erstarrt. Seine Finger krallten sich so heftig um die Armlehnen des Stuhls, dass die Knöchel weiß hervortraten.
„Bist Du Dir sicher?", ächzte er.
„Ja", erwiderte sein Bruder ruhig.

Tscha. Bekommt Otto endlich schonungslos frontal vor den Latz geknallt, was für ein elender Versager, ein lächerlicher Hanswurst er ist, den Oda an der zweiten Nase herumgeführt hat. Dietrich könnte ihm noch mit der Fliegenklatsche eines überziehen, das fände ich persönlich noch sehr befriedigend.

Wir haben diesen Dumpfbaatz nun schließlich lange genug ertragen, da ist etwas Kompensation angebracht.

Dietrichs Beweisführung ist lückenlos: Der Leu hatte eine schwarzhaarige Spionin, die angeblich zum Zeitpunkt von Odas Auftauchen bei Otto nach Flandern verheiratet wurde. Außerdem hat Dietrich noch ihren geheimen Boten ausfindig gemacht, über den sie dem Leu Bericht erstattet. Spiel, Satz und Sieg für Team Chris. Otto ist entsetzt. (Recht so!)

Welch eine fatale Situation. Er hatte sich täuschen lassen.

Achwas, hm? Ein so scharfsinniger, gerechter, weiser, selbstbeherrschter Herrscher wie Du? Hat sich täuschen lassen? Hm? Hm?
:FLIEGENKLATSCHE:

Was tut unser herrischer Herrscher also? Er sorgt sich darum, was seine Frau von ihm denken könnte wenn sie erfährt, dass er sie wegen seines kleinen Mark Antons zugunsten einer Spionin exiliert hatte.

DUH! Dämlack. Es sind nicht alle so begriffsstutzig wie Du. Dietrich zieht ihm auch diesen Zahn recht schnell:

„Sie weiß es", entgegnete Dietrich kühl.


Ich hab' 'ne Idee. Dietrich heiratet Hedwig, Otto zieht in eine dunkle, feuchte Höhle und kommt nie wieder, Chris und Marthe bekommen 12 Kinder und besiedeln Neupfundland und Lukas und seine Lenden werden zölibat und alle leben glücklich und zufrieden. So.

... naja.

Kommen wir nun zurück zu Marthe. Die reitet mittlerweile selbst, schließlich ist sie nun schon danz drohß, einfache Witwe und zum zweiten Mal verheiratet. Da darf man dann schon selbst reiten, jawohl.
Marthe visioniert jedenfalls grade spontan und verkündet dem staunenden Publikum, dass sie unbedingt auf den Burgberg müsse.

Uhhh. Dräut da etwa wieder was?

Schaweren Herzens beschließt Chris also, alleine zum Landding weiterzureiten, während Marthe, von Lenden-Lukas beschützt, nach Meißen abbiegt. Der soll verlauten lassen, dass er nach dem Tod von Chris jetzt einen neuen Herrn sucht, so zum Spuren verwischen. Raffiniert!

Uuuuund wieder zurück auf den Burgberg. Mei, heute springen wir aber wie ein junges Zicklein zwischen den Schauplätzen hin und her, was, liebe Autorin? Bin schon ganz außer Atem. *keuch*

Jut, Dietrich kehrt zu Hedwig zurück und berichtet ihr von Ottos Zerknirschung. Außerdem solle sie sich bitte vom Abendmahle fernhalten, damit Oda keinen Verdacht schöpft und die gestellte Falle tappt, denn

Es könnte sie beunruhigen, wenn Otto plötzlich seiner Gemahlin den Platz an seiner Seite einräumen würde, den [Oda] so lange innegehabt hatte.

Nein, wirklich?

Hedwig fragt dann noch nach Dietrichs Schätzung des Ausmaßes von Ottos Zerknirschung. Ach, ja, recht hoch, meint Dietrich.

Recht so! :fliegenklatsche:

Am Abend läd Otto Oda ein, bei ihm zu sitzen. Sie gehorcht natürlich, ist aber alarmiert. Mißtrauisch über Dietrichs Erscheinen ließ sie ihren Boten beschatten und weiß von der Falle. Sie beschließt, dass dies ihr letzte Abend in Meißen sein wird.
Als Otto die Tafel aufhebt bittet er um die Gunst ihrer Gesellschaft heute Nacht. Leider hat er vergessen, ein bisschen Leidenschaft in die Augen zu schaufeln, so dass Oda sofort erkennt, dass er Bescheid weiß.

Was macht sie also? Sie krallt sich einen Pagen, zufällig Dietrichs Sohn, hält ihm einen vergifteten Dorn an den Hals und verkündet, dass sie einen vollgetankten Mercedes SL will, eine Million in kleinen Scheinen und niemand darf sie verfolgen.

Doch, ach ... von Marthe vorgewarnt hatte sich Lukas ständig in Odas Windschatten aufgehalten und der tritt jetzt in Aktion. Ein Tritt in die Kniekehlen und schwupp, ist Konrad der Page gerettet.
Kurz darauf fliegt ein Messer und trifft. Oda geht zu Wippi und dem Bären, während Randolf zufrieden seinen Dolch abwischt. Jetzt kann Oda ihn zumindest nicht mehr belasten und er kann darüber hinaus noch behaupten, er hätte es nur aus Loyalität zu Otto getan.

Die ganze folgende Nacht streiten sich Hedwig, Dietrich und Otto dann noch herum, aber Otto will Randolf nicht fallen lassen. Nö, der sei seit Generationen im Familienbesitz, einen älteren und treueren Gefolgsleut gäbe es nicht.
Hedi und Didi sehen sich resignierend an und stellen fest, dass Chris tatsächlich beim Landding alles ansprechen muss, denn vor so vielen Leuten muss Otto sich zumindest andeutungsweise zusammenreißen.

Sprung.

Otto ist vom Landding gelangweilt. Er fragt pro Forma, ob jemand noch was zu sagen hätte. Jau. Ganz von hinten kommt ein Fremder an und meint, er hätte Beweise dafür, dass Otto bestohlen wurde. Marthe (gut versteckt zwischen Raimunds Gefolge) guckt gespannt.

Als sich Chris zu erkenne gibt, entsteht ein kleiner Aufruhr. Chris fordert Randy zum Duell, doch der meint, er sei als Vollblut viel zu fein für sowas, pfht.

Otto hätte dann erst mal gerne die Frage geklärt, warum Chris so lebendig vor ihm herumhüpft, obwohl Randy selbst seinen Tod verkündete.
Ja, uhm, meint Randy, die Nachrichten von Chris Tod, die ihn, Randolf, erreicht hätten, wären wohl etwas übertrieben gewesen. Hüstel. Könnte er aber nix für.

Ja, nun, und was wäre mit den Anklagen?

Chris lässt Hartwig, der nun eher ein Ganzweichwig ist, anschleppen. Der quäkt und jammert, er hätte ja nur auf Befehl gehandelt.

Ach, Pishposh, grantelt Randy, er wisse davon gar nichts. Das Einzige, was man ihm vorwerfen könne, sei seine schlechte Wahl des Verwalters gewesen.

Wie's das Gesetz verlangt braucht Chris sechs Bürgen, die ihre Fingerchen auf das Kreuz legen und beschwören, dass Chrissebub die Wahrheit sagt. Fünf sind schnell gefunden, der sechste lässt auf sich warten ... da tritt Dietrich vor und zeugt mit! Die Menge murmelt. Ein Markgraf verbürgt sich für einen einfachen Ministerialen!


Mit zusammengekniffenen Augen sah Otto auf die Männer vor sich und schwieg lange.
Nun sag es schon!, dachte Marthe ungeduldig. Mach das Unrecht gut!


Macht er dann auch. Chris wird freigesprochen, Hartwig soll gehängt werden. Randolf macht er nicht voll für die Geschehnisse verantwortlich, aber so'n bisschen schon, weswegen unser Randy ins Heilige Land reisen und dort 40 Tage (und 40 Nächte?) lang die Pilger beschützen soll.

Gut, denkt Marthe, das heilige Land ist gefährlich, vielleicht kommt er ja nicht wieder. Ha!

Aber vielleicht würde er wiederkommen. In zwei Jahren, in drei Jahren?

Im zweiten Band?

Dann ruft Otto Chris, der sich grade entfernen wollte, wieder zurück. Was denn nun noch?

Wahrscheinlich hat Hedwig Otto unter dem Tischtuch gegens Schienbein getreten, jedenfalls ernennt Otto uns Chris dann noch mal eben schnell zum Edelfreien. Na da guck. Chris würde nun natürlich am liebsten gleich Randolf zum Duell fordern, schon weil wegen Marthe, aber er zügelt sich und bittet um eine weitere Gnade.

Weil Otto schon mal grade in großzügiger Stimmung ist, stimmt der zu.

Ja, er hätte seine Ehefrau auch gerne in den Stand einer Edelfreien erhoben. *Marthevorzerr*

Klar, meint Otto, kein Problem. Ketchup oder Mayo dazu?

Ach, ja, und Knappe Lukas würde er übrigens noch gleich am nächten Morgen zum Ritter ernennen. Wo wir alle grade so schön beisammensitzen.



Kapitel zu Ende. Chris edelfrei, Marthe edelfrei, Lukas quasi schon Ritter, Randolf auf potenziell tödlicher Mission.

Wie sich das alles in wohlgefallendstes Wohlgefallen auflöst ... das hätte selbst ein sarkastischer Shakespeare nicht besser hinbekommen.

Welches Bücherl hättens denn gern?

Tun wir mal so, als gäbe es hier sowas wie Demokratie und unterhalten uns darüber, welches Buch FrauKatz denn demnächst besprechen könnte. Ob sie's auch tut ... die Wege der Katz sind unergründlich.

(Ich hoffe ja, dass dieser neue Umfrageanbieter nicht ganz so oft down sein wird. Gut, man wird zu einer neuen Seite umgeleitet, das ist doof, aber solange es funktioniert ...

Irgendwann muss ich mich mal auf den Pöppes setzen und was Ordentliches suchen.)

Zur Erläuterung:
Den Vorschlag, mir den vierten Bis(s)band vorzunehmen, habe ich zur Kenntnis genommen, aber im Moment möchte ich das eher nicht. Vielleicht wenn die ganze „OMG Twilight ist die Antwort auf alle Fragen meines Lebens!"–Hysterie sich gelegt hat. Ich bin ja grundsätzlich ein robustes Frauenzimmer, setze mich aber trotzdem nicht freiwillig mit nacktem Arsch in ein Nest voller Velociraptoren. Ich denke, jede der Seiten hat bezüglich Meyerlight ihren Standpunkt mittlerweile mehr als deutlich gemacht. Irgendwer muss jetzt mal damit anfangen, es gut sein zu lassen.

Ryder Hook kam spontan durch eine Bemerkung des Bären hinzu und wäre das absolute Kontrastprogramm zu Mittelalter-Marthe. Soweit ich mich erinnere (ich las die Reihe als Teenager) ist Ryder Hook ein genetisch/technisch/whatever modifizierter Weltraumtramp, der halt so durch den Raum reist und Abenteuer erlebt.
Selbst als leicht zu beeindruckender, unkritischer Teenager dachte ich mir oft, dass die Darstellung dieses Charakters ein wenig ... machohaft sei. Wie mag das heute erst aussehen?

Dann hätten wir nach dem Superpärchen und dem Supermärthchen noch ein Supermännchen. Ausgleichende Gerechtigkeit vielleicht.

Meine persönliche Neigung neigt sich ja eher so Richtung Marthe 2.0, schon weil ich wissen will, ob meine Erinnerung an den dicken Hund zutrifft oder nicht und weil ich das Buch überhaupt schon bei BT angefordert habe.
Zwei Tickets! Arschoffen!
Außerdem sind wir grade so gemütlich in der Geschichte drin, nichtwahr?

Aber ich will euch ja nicht unbotmäßig beeinflussen. Naaaaaiiiin. Gar nicht. Ihr könnt so oft für Marthe stimmen wie ihr wollt. Jawohl. Ich werde keinen Einfluss auf Eure Entscheidung nehmen. Neinnein. :fuchtel:






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Mittwoch, 18. Februar 2009

Die Hebamme XLII – Abrechnung

Überraschung! Heute gibt es zwei Kapitel, weil wir dann so richtig schön am Freitag mit dem letzten Kapitel des Buches fertig werden.

Christian, Lukas und Marthe reiten erst einmal Richtung Dörfli. Vorsichtig natürlich, man ist ja Bill nicht von der Schippe gehüpft um sich gleich darauf in Hartwigs Mistgabel zu stürzen, ne?

Doch sie kommen unbehelligt zur Höhle, in der Chris Damals™ seine Rüstung versteckt hat. Dort ist alles unberührt, wunderbar. Chris verkleidet sich also als fahrender Vorwerkvertreter, um erst einmal im Dorf alles Wichtige herauszufinden. Gegner, Stimmung, eventuelle Verbündete und so'n Krams. Er verbietet Lukas und Marthe strengstens, ins Dorf zu kommen, bevor er zurück ist.

Jaaa. Ich sage meinen Katzen auch immer, sie sollen aus dem gelben Sack draußen bleiben. Funktioniert ebenfalls nicht.

Zuerst schleicht Chris in die Schmiede von Jonas und Karl. Die erkennen ihn zuerst nicht, also streift er sich kuhl die Kapuze von den Locken und enthüllt seine ... Identität.
Karl und Jonas sind wie vom Donner gerührt. Man plauscht also aufgeregt über alles, was sich so ereignet hat. Wieviele Leute Hartwig grade da hat, dass der Verräter Kaspar tot ist (vermutlich haben Hartwigs Leute einen Zeugen beseitigt), dass Hartwig jeden Abend Leute ausschicke, die durch alle Häuser gehen, sie durchsuchen und die Leute terrorisieren, sowas und dergleichen.
Sofort hat Chris einen tollen Plan parat: man würde den Zweiergrüppchen der Hausdurchsucher einfach einen entsprechenden Empfang bereiten und so heimlich ganz schnell ganz viele Gegner ausschalten können!

Vor Hildebrand solle sich Chris aber in Acht nehmen, der hätte sich auf Hartwigs Seite geschlagen. Ach!
Außerdem verlange Hartwig unmöglich hohe Abgaben, alle hungerten, jammerklaghärm.
Ja, nu, Kinners, nu ist Papa Chris ja wieder da, der tut den bösen Mann wegjagen und alles ist wieder gut.

Genug geplaudert, nun lasst Taten sprechen! Kuno und Bertram werden organisiert, dann kommen auch schon die Schergen des Verwalters. Die werden nach und nach überwältigt, denn Chris' gewaltigem Schwert kann keiner widerstehen. Jau.
Dann geht's zum Herrenhof. Kloppswopps, die Wache niedergeschlagen, auf zu Hartwig. Noch drei Wachen umtänzelt und niedergestreckt, dann ist Chris am Ziel.

Dann wandte er sich dem kreidebleichen Verwalter zu, der aussah, als würde er sich vor Angst gleich übergeben. Hartwig hatte längst erkannt, wer vor ihm stand.

Wäre ja auch extrem seltsam, wenn nicht. Tsk. Chris fragt, wann Randolf zurückerwartet wird. Hartwig meint, erst mal nicht, der Markgraf beanspruche ihn grade. Aber er wolle benachrichtigt werden, sobald Chris auftaucht.

Und dann kommt eine witzige Textstelle. So ganz überraschend. 'sch meine, wir und das Buch, wir kennen uns ja nun schon eine Weile, aber diese Seite hat es uns noch nie gezeigt. Ich musste spontan schmunzeln, ich geb's zu.

„Die Nachricht wird er bekommen“, sagte Christian grimmig. „Und nun steh auf und mach dir nicht in die Hosen, Mann!“
Zitternd kam Hartwig der Aufforderung nach – zumindest der ersten.


*gicker*
Ja, gut. Dass sich der fiese Möpp letztendlich als fürchterlicher Feigling entpuppt ist nun keine Überraschung.

Mit Hartwigs Hilfe bringen unsere Helden dann die restlichen Wachen noch in ihre Gewalt. Es gibt noch eine kurze Krisenszene, weil der Anführer der Söldner noch mal eben Guntrams Sohn und Emmas Tochter bedroht, aber da kommt dann das Geisterpferd und wiehert, Verwirrung kommt auf und Marthe, die sich natürlich nicht vom gelben Sack fernhalten konnte, entreißt den kleinen Christian dem Unhold. So können die Männer mit Waffen sich um die Entleibung kümmern und schon bald ist alles shiny. Gut, Chris muss sich noch mit Bodo, diesem Anführer duellieren. Klar. Showdown im Weizenfeld. Chris braucht aber wie gewöhnlich nur zwei Absätze, dann ist Bodo erledigt. :staub von den händen klopf:

Chris übergibt die Gefangenen dem Kerker und die Leitung des Dorfes Hermann Bergmann. Joh, meint der, er werde sich um alles kümmern und vor allem auch aussagen, dass die das Bergrecht ganz oft gebrochen hätten, jawohl!

Er blickte sich unter den Dorfbewohnern um und sah abgezehrte, aber erleichterte Gesicher. „Gibt es Dinge, die sofort erledigt werden müssen?“
Lächelnd löste sich Marthe aus den Reihen. „Eine Wunde, die verbunden werden muss.“
Er sah ihr liebevolles, strahlendes Gesicht, während sie auf ihn zuging, und fühlte plötzlich den Drang, sie sofort zu nehmen.

Schweinskram!

Da kommt dann aber schon Pater Barti und zur Verblüffung aller Dörfler verlangt Chris, dass er jetzt sofort mit Marthe verheiratet wird. Also, er selbst. Nicht Pater Barti. Aber das dachtet ihr euch sicher schon.

Nach dem initialen Verblüffen beschließen die Christiansdorfer, dass man Hochzeiten feiern muss, wie sie fallen. Hurra, Hussa, Konfetti. Pater Barti ist auch ganz patent und macht nicht viel Federlesens. Schwuppdiwupp sind Chris und Marthe verheiratet (schneller ginge es in Vegas auch nicht) und man bereitet die Feier vor.

Chris wird von Marthe in ihre Kate gebracht, damit sie sich um seine Wunde kümmern kann. Chris schickt Marthes Stieftöchter unter einem Vorwand weg („Wollt ihr eurer Ziehmutter nicht ein paar Blümchen pflücken, hm?“) und weil die Gelegenheit grade so günstig ist, erfreuen sich er und Marthe mal eben zwischendrin an ein bisschen Körperlichkeit.
Dann wird die Wunde verbunden und gefeiert.

So bald wie möglich ziehen sich Chris und Marthe dann zur Hochzeitsnacht zurück, aus und Chris sagt ... Dinge. Nein, ich bringe es nichts übers Herz, das zu zitieren. Ich kann nicht. Nein, es geht nicht.

[...]

Na gut. Okay. Wenn ihr so drängelt ...

Er fand heraus, welche seiner Zärtlichkeiten sie am meisten genoss, dann führte er ihre Hand sanft an die Stellen, an denen ihn ihre Berührung besonders erregte.
Schließlich war beider Verlangen zu groß, um noch länger zu warten.
"Meine Liebe!", sagte Christian, als er in sie glitt.
"Mein Leben!" Und dann im Rhythmus seiner Bewegungen: "Meine Geliebte, meine Frau, meine Gefährtin!".
Mit geschlossenen Augen ließ sich Marthe erneut in Ekstase versetzen.


!

So ein bisschen Blut hätte Marthe schon für Chris' upstairs brain übriglassen können. Je du mei. Ich meine ... igksargh!

Aber gut. Sie sind jung, sie sind verliebt, sie sind in diesem Buch ... was soll's. Sollen sie ihre Freude haben. Endlich mal. :nick:

Am nächsten Tag hält Chris dann unter der Dorflinde Gericht. Barti muss sorgfältig auflisten, was Hartwigs Männer so alles angestellt haben. Besonders interessant für den Markgrafen: einen ansehnlichen Teil des geförderten Silbers haben Hartwig und die Seinen selbst behalten.

Die Reisigen würden bewacht im Dorf bleiben, Hartwig würde Chris wie einen Rollmops verschnürt mit zum Landding nehmen.
Chris und Marthe diskutieren dann noch kurz darüber, ob Marthe mit zum Landding kommt oder nicht. Chris ist dagegen, Marthe dafür.
Guess.

Sie wird also mitkommen. Wer hätte es gedacht.

Die Hebamme XLI – Die Nacht



Raimund kommt zu Besuch und ist höchst glücklich über Chris' erstaunliche Genesung. Man plauscht ein wenig. Elisabeth schickt Marthe ein Bündel („Ein Bündel! Das habe ich mir schon immer gewünscht!“), das Beebi kann jetzt jeden Tag kommen, Raimund macht sich Sorgen und Chris meint, dass Marthe ruhig mit Rainmund gehen solle, er müsse sich ohnehin um die Wiedererlangung seiner Manneskraft allgemeinen Kräfte kümmern.

Dann werden politische Neuigkeiten ausgetauscht. Gero und Richard wurden wieder weggeschickt. Dietrich und Hedwig würden Chris unterstützen, aber er bräuchte Beweise, dass Oda für den Leu spioniert. (Moment, kümmert sich da nicht Dietrichs Spion drum? Was denn nun?) Helfen könne Chris keiner, der gelte schließlich wahlweise als tot und/oder vogelfrei.

Chris beschließt, sich einen Bart stehen zu lassen, weil ihn dann gewisslich niemand erkennen werde. Der Bart für Männer, die Männerkleidung für Frauen. Jau, so kennen wir das.
Dann wird er, durch den Bart völlig unkenntlich, zum Landding am Collmberg gehen. Das ist in zwei Wochen und Otto wird dort Streitigkeiten unter freiem Himmel schlichten. Raimund ist bass erstaunt über diesen ungewöhnlichen Plan, meint aber, dass es klappen könnte. Eine Chance von eins zu einer Million, aber es könnte klappen.

Im Dorf gibt es auch nichts Neues. Randolf rechnet mit Chris' Auftauchen und hat Hartwig ein paar bewaffnete Leute zusätzlich geschickt. Hartwig mache sich fast in die Hosen, die Leute im Dorf hätten Angst, wie es weitergeht, und Drago suche als Geisterpferd die Wälder um das Dorf heim.

Dann gibt es noch ein bisschen Heckmeck darüber, ob Lukas jetzt bei Chris bleibt („OMG, ich bin voooogelfrei, ich darf nicht mehr Dein Herr sein, wäääääh!“) oder nicht, dann hätte Chris noch gerne zwei Pferde, für seinen Plan, ne, und dann verabschiedet sich Raimund auch schon und nimmt Marthe mit. Für Lizzy. Die kann ihr Kind schließlich nicht ohne Marthe bekommen.

Wie erwartet kommen sie genau rechtzeitig, die Wehen haben grade eingesetzt. Zur Abwechslung ist die uralte Wehmutter (Marthe ist die einzige junge, knackige Hebamme auf der Welt scheint mir. Das dürfte in ein paar Jahren massive Nachwuchsprobleme in dieser Berufssparte geben.) mal froh darüber, dass Jemand Unglaublich Kompetentes© anwesend ist und zieht sich mit ihren gichtigen Händen (in die Marthe schnell noch eine heilende Salbe einmassiert) nach Hause zurück.

Kurz darauf ist das Beebi dann da, und es ist aus völlig unerfindlichen Gründen viel hübscher und weniger verknittert als andere Neugeborene. Marthe scheint auch ein formidables Anti-Falten-Mittel zu sein. Raimund wird geholt und ist entzückt über seinen Sohn. Fiderallala.

Zwei Tage später reist er nach Meißen, denn Otto erwartet ihn. Marthe bleibt bei Lizzy, falls sich noch postpostpostPOSTpostnatale Schwierigkeiten ergeben.

Und in verzehrenden Tagträumen rief sie sich Christians Küsse in Erinnerung, seine zärtlichen Berührungen und sein beharrliches Werben. Sie liebte ihn so sehr, sie sehnte sich so heftig nach ihm. Aber gab es eine Zukunft für sie? Würden sie überhaupt die nächsten Tage überleben?

Na, das ging ja schnell mit dem Randolf-und-den-Rest-Vergessen.

Marthe träumt sich über fünf Tage hinweg, da kommt eines Abends in der Dämmerung Lukas zum Gehöft. Chris und er würden morgen früh aufbrechen, ob Marthe wirklich mitkommen wolle.
Natürlich will sie. Also zackzack die Klotten gepackt und auf zur Hütte des Wilden Mannes. Nomen est omen?

Der Stallmeister brauchte ihnen zwei gute gebaute und bereits gesattelte Hengste.

... wenn das jetzt ein Foreshadowing sein soll, dann ist es das ulkigste, das ich je las.

Schon bald steht Marthe wieder Chris gegenüber und ist aufgeregt. Ihm scheint es gut zu gehen, er zieht nur das eine Bein etwas nach. (HOUSE! )

Der Bart veränderte sein Aussehen, aber ein kurzer Blick in seine Augen sagte ihr, dass seine Gefühle für sie geblieben waren und er in ihrem Gesicht eine Antwort suchte.

Ja, das muss man schon checken, ob ein verändertes Aussehen innerhalb von fünf Tagen nicht auch die Gefühle verändert.
Jawohl.
Hmm-hm.
:nick:

Lizzy hat einen netten Vesperkorb mit Stricken und Dolchen gepackt, vorausschauend wie sie ist. Dat Krams wird verteilt und dann wird Marthe nochmal gefragt, ob sie wirklich mitkommen will.

Sie will immer noch. Wie die letzten fünftausenddreihundertachtundneunzig Male auch.

„Wir sollten zeitig schlafen, um morgen ausgeruht zu sein.“

Jaja, Chris-Schatz, klaaaar. Schlafen.

Das Feuer wird gelöscht, jeder macht es sich bequem. Marthe kann nicht schlafen, denn sie macht sich Gedanken. Also schleicht sie vorsichtig zu Chris und teilt ihm diese mit.

„Niemand weiß, ob wir morgen Abend noch leben“, sagte Marthe schließlich leise. Weil sie die nächsten Worte nicht aussprechen konnte, beugte sie sich über ihn und küsste ihn.

Rücksichtsvoll wie die beiden sind verziehen sie sich aus der Hütte (Lukas muss trotzdem einen echt gesunden Schlaf haben) und gehen zur kleinen Lichtung. Chris strahlt vor Glückseligkeit, kann seine Lenden aber noch genügend zügeln um Marthe zu fragen, ob sie wirklich will.

Nein, sie ist nur zu Dir gekommen, weil sie Dir ihre Briefmarkensammlung zeigen wollte.

Meine Damen und Herren, ich präsentiere voller Stolz das, worauf wir das gesamte Buch, 584 Seiten bis jetzt, hingearbeitet haben:
TEH HEALING SEHKS!

Beim heiligen Georg, wie sollte er jetzt noch behutsam sein, wo sein ganzer Körper danach drängte, sie mit Haut und Haar zu besitzen, und vor Verlangen fast zerbartst?!(sic. Ich denke mir die Satzzeichen nicht aus.)

[...]

Marthe hätte die Gefühle nicht beschreiben können, die ihren ganzen Körper erfassten. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Und sie wollte mehr davon!

[...]

Während er ihre Brüste und dann wieder ihren Mund küsste, glitten seine Hände über die sanften Linien ihrer Hüften, liebkosten ihre Schenkel, fühlten, dass sie berit für ihn war.
Inzwischen zitterte auch Marthe vor Begierde. Scheu zog sie ihn über sich. Sein [beep] war [beep] und erschien ihr riesig.

I knew it! [/nemo]

[beep] [Dinge] [beep]


Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt zugleich.

Und dann liebte er sie noch einmal, diesmal langsam und voller Zärtlichkeit. Er [beepedibeep] und bemerkte voller Freude, dass sie sich ihm entgegenwölbte, als könnte sie nicht genug von ihm bekommen.


Danach macht er ihr gleich nochmal einen Heiratsantrag und sie ist, da guck, auf einmal gar nicht mehr so abgeneigt. Zumindest kommt die Sprache nicht auf Schäfer oder Gottes Ordnung.
Außerdem solle Marthe ihn jetzt doch bitte bei seinem Namen nennen.

„Unmöglich!“

Ja, nee, also das geht ja auch nicht, dass sie ihn auf einmal Christian nennt und Duzt. wo kommen wir denn da hin?

Schee, sie versucht's, es klappt auch ganz gut. Sie sprechen noch mal kurz über die Zukunft, dann schlafen sie ein.
Im Morgengrauen steht Chris auf, hat tiefschürfende Gedanken, betet für Marthe und stellt sich dann wieder neben sie.

Was ist das mit Männern und dem Betrachten von schlafenden Frauen, hu?

Sie steckt voller Geheimnisse, dachte Christian. Aber das größte Geheimnis ist, woher sie immer wieder den Mut und die Kraft nimmt, mehr zu wagen als jeder andere in ihrer Lage.

... Chris, ich sag's nicht gerne, aber wir brauchen professionelle Beratung. Unsere Charakter-Leser-Beziehung steht grade gewaltig auf der Kippe. *zuck*

Lukas (ja, den gibt's auch noch) wacht an diesem schönen Morgen also auf, die Hütte ist leer, er erschrickt. Draußen findet er Marthe und Chris. Er wird stutzig, denn die beiden gehen auf einmal so vertraut miteinander um.

Hatte er deshalb gewartet, dass sie ihm wieder ein anderer wegschnappte?

Ja. Außerdem hattest Du doch ohnehin nie eine Chance. Sorry.

Natürlich ließ sich keiner der beiden vor ihm etwas anmerken. Doch das Leichten in Marthes Augen war unübersehbar, ebenso die verstohlene Zärtlichkeit, mit der Christians Blick sie immer wieder für einen winzigten Moment streifte. Sie strahlten vor Glück.

Aber davon mal abgesehen, dass beide strahlen, leuchten und glitzern wie Hochleistungshalogenscheinwerfer lassen sie sich nichts anmerken. Alles völlig unauffällig. Jaja, neenee.

Sie essen noch eine Kleinigkeit, dann brechen sie auf. Marthe sitzt vor Chris auf dem Pferd und lässt die Erinnerungen nochmal Revue passieren.

So eng und vertraut an ihn gelehnt zu sein und ihn nicht liebkosen zu können, bereitete ihr beinahe Qualen.
Sie wusste, dass Christian ähnlich empfand. Die Liebe, die beim Aufwachen aus seinen Augen sprach, das kraftvolle und zugleich zärtliche Begehren, mit dem er sie am Morgen auf der Lichtung noch einmal genommen hatte, die Innigkeit seiner Berührungen ...

... makes three.

Vor zwei Wochen mehr tot als lebendig und nu schiebt er in einer Nacht drei Nümmerchen und kann am nächsten Morgen noch kraftvoll in den Kampf reiten?
Da weiß man nicht, was potenter ist, unser starker Hengst oder Marthes Heil- und Lendenkräfte.

So reiten sie denn nun in der Morgenfrische gen Landding, in der Hoffnung, ein wenig Gerechtigkeit in dieser grausamen Welt zu finden. [/pathos]

Dienstag, 17. Februar 2009

Die Hebamme ... mieh? 40? Äh ... uhm ... *denk* ... XL – Befreit

Kapitel XL. Es sollte mich nicht halb so erheitern, wie es das tut. Seriously, what's wrong with me? (Ich erwarte keine Antwort. Untersteht euch!)

Die Wahren Männer™ reiten also hoppeldipoppelgaloppel Richtung Randys Residenz.

( ... dängdädädängdädädängdädädäng Bonanzaaaaaa, dängdädädängdädädäng ...) [/soundtrack]


Marthe ist auch dabei und ich frage mich nicht mehr, warum man sie auf eine hochgefährliche Rettungsmission mitnimmt. Ich nehme es einfach so hin. Das ist so, das muss so sein, dass die Männer ein hilfloses Weib, das nicht mal reiten kann, mitschleppen.

Nach einer Weile paddelt man dann mit dem Boot weiter. Bei Randys Burg angekommen berichten Gero und Richard, die gesichts- und konturlosen Chrisgetiere, dass Randolf grade mit Dietrich zu einem kleinen Jagdausflug aufgebrochen sei.
Meine Güte, das nenne ich Timing! Und das zu Zeiten, als das genaueste Zeitmessinstrument eine Sonnenuhr ist. Ich bin beeindruckt.

Marthe bietet an, sich inkognito als Magd auf Arbeitssuche bei Randy einzuschleichen. Raimund, der kluge Mann, lehnt das aber kategorisch ab, schließlich könnte jemand Marthe erkennen.

Ihr habt keine Ahnung, wie gut die mich kennen, dachte Marthe bitter. Doch sie war bereit, es zu wagen.

Aber wir. Wir haben Ahnung. Und wir sind auch dagegen.

Raimund lässt zum Glück nicht mit sich reden, Marthe wird schön brav beim Boot bleiben, Rettungen sind eben Männersache. Jawoll.
Die Frage kommt auf, mit welchem raffinierten Trick (Frauenkleidung ...?) sich die Männer in die Burg einschleichen wollen. Mir würde da spontan einiges einfallen, aber die Storyline bewegt sich dann doch auf der unimaginativsten aller Möglichkeiten: Geheimgang ex machina.

Rainmund lächelte. „Es gibt einen Geheimgang, von dem niemand etwas weiß, vielleicht nicht einmal Randolf.“

Wie un-fucking-glaublich praktisch! [/bale] Raimunds Vater war nämmich mit Randolfs Vater, einem guten Mann, befreundet, und deswegen weiß Raimund von dem Geheimgang.
Randolf wäre nämmich von seiner Mutter verzärtelt und verzogen worden und sei deswegen so ein unglaubliches Pupsgesicht geworden.
Ich wußte, sie würden die Schuld einer Frau geben. [/helga]

Na, jetzt hat Raimund überraschend ein Karnickel einen Geheimgang aus dem Hut gezogen, jetzt ist das alles ja ganz einfach und nichts kann mehr schiefgehen. Super.

Marthe wartet also. Und wartet. Überprüft ihre Sälbchen und Bindchen. Wartet. Wartet.

Der Fluss rauscht.

Die Blätter rascheln.

Der Fluss rauscht immer noch.

Sie isst ein bisschen Brot.

Und wartet.

... die Spannung bringt mich nochmal um! :haarerauf:

Wieder rief sie sich Christians Bild ins Gedächtnis, seine scharf geschnittenen Gesichtszüge, seine dunklen Augen, und betete stumm.


Der Fluss rauscht noch ein bisschen weiter.

Hnnngh! ... irgendwo muss ich noch Florentiner herumliegen haben. Nervennahrung.

Dann kommen, bemerkenswert unbemerkenswert, die Männer zurückgeritten, mit Chris auf der improvisierten Trage zwischen sich.

Also lebte er? Einen Leichnam hätten die Männer bestimmt einfach über den Pferderücken gelegt.

Marthes Feingefühl. Entzückend. Kann sie nun eigentlich Chris spüren oder nicht? Mal ja, mal nein – also was nun?

Der Rest der Männer scheint bis auf ein paar Blutflecken auf den Klamotten unverletzt, aber Chris' Zustand ist erbarmungswürdig.

Er lag in tiefer Bewusstlosigkeit und glühte im Fieber. Seine Wangen waren eingefallen, blutverschmiert und von Bartstoppeln bedeckt, eine große Platzwunde klaffte über der rechten Augenbraue. Unter der zerrissenen Kleidung waren die Spuren grausamer Folterung zu erkennen: Blutergüsse in allen Farbschattierungen, Peitschenstriemen, Brandmale. Und als ihr Blick auf die von Ketten wund gescheuerten Handgelenke fiel, sah sie, dass ihm jemand mehrere Fingernägel herauserissen hatte.

Liebe zum Detail hat sie ja, muss man ihr lassen. Miek! *zuck* Aber halten wir mal fest, dass Chris mehr hinüber als herüber ist, das wird später noch wichtig.

Unser Rettungskommando schafft Chris und sich in das Boot, dann wird flussabwärts geglitten.

Marthe, die hinter Christians Kopf kniete (wie groß ist das Boot eigentlich?), vergaß alles um sich und konzentrierte sich auf ihre Arbeit. [...]
Nach einem stummen Gebet legte sie vorsichtig ihre Hände auf Christians Schläfen. Wieder spürte sie das Prickeln in den Handflächen, das von der LEbenskraft kündete, die von ihrem Körper in den seinen floss. Doch dann fühlte sie immer stärker den Nachhall seiner Schmerzen durch ihre Hände strömen.

Rainmund ermahnt unseren Mittelalterexperimentaldefibrilator, dass es niemanden was bringt, wenn sie umkippt und sie solle sich doch etwas schonen. Tut sie, aber ihre Initialbemühungen haben schon gereicht: Chris' Augenlider flattern. Halleluja!

Ein schwacher, trockender Husten schüttelte Christians Körper, dann schlug er die Augen auf und blickte mit fiebrigem, verwirrten Blick in den Himmel über sich.

Raimund erklärt ihm (und netterweise auch uns gleich mit) dann schnell, was bei der Rettung so passiert ist.
Quasi nichts. Sie kamen, fanden, murksten ein paar Wachen, sackten Chris ein und verschwanden wieder.

Sie bringen Chris dann in Raimunds geheime Hütte im Wald. Da kommt keiner hin, weil R. verbreitet hat, dass dort der wilde Mann umgehen würde.
Ah.
Chris wird noch schnell auf eigenen Wunsch im Fluss gebadet *tunk*, dann tragen sie ihn in die kleine Hütte. Chris dramatisiert noch etwas, „lasst mich in der Sonne sterben!“, aber das bringt ihm nicht viel, weil Marthe andere Pläne hat. Chris bemerkt zum ersten Mal, dass Marthe auch da ist.
Das sieht ungefähr so aus:
„Du bist da!“ – „Aber jaaah!“ – „Du bist hier! Sie haben Dich nicht gefunden!“ *inohnmachtfall*

Romantisch!

Lukas und Marthe bleiben bei Chris in der Hütte, der Rest zerstreut sich. Raimund muss schließlich daheim sein und den Unschuldigen spielen, wenn Randolf wutschnaubend angeritten kommt.
Marthe bittet dann Lukas ihr bei der Entkleidung des Patienten zu helfen.
Lukas ist entsetzt – das geht doch nicht! Wie unanständig!

Marthe verdrehte ungeduldig die Augen. „Entweder wir achten auf Anstand und Sitte und lassen ihn sterben – oder wir kümmern uns nicht darum und versuchen, ihn zu heilen. [...]“

Haben wir ein Glück, dass Chris erst noch gewaschen werden wollte und jetzt unbedingt raus aus den nassen Klamotten muss, was?
Nachdem dank Rome genügend Nacktbilder von Chris bei Google (selbst bei moderatem SafeSearch-Modus) zu finden sind, verzichte ich hier mal auf Verlinkung.

Hust.

Gut. Lukas schickt Marthe nach draußen, entkleidet Chris, bedeckt alle potenziell anstößigen Stellen und ruft Marthe dann wieder rein. Die stellt fest, dass Chris in wirklich schlechter Verfassung ist. Ich verzichte hier mal auf die detaillierte Beschreibung aller Verletzungen, das hatten wir ja schon mal und es wird nicht appetitlicher.

Marthe macht sich an die Behandlung inklusive Handauflegen. Ommmmmmmm. Lukas kocht. Also, Hühnchen. Aber auch so. Das geht drei Tage so, und am Abend des dritten Tages sagt Marthe, dass Chris überleben wird, wenn diese Nacht das Fieber fällt. Aber das ist, trotz Marthe-Heil-Power, nicht sicher. Das Fieber sinkt und steigt und sinkt und steigt und Chris ist nie wirklich bei Bewußtsein.

:fingernägelkau:

In der Nacht wird Marthe von Lukas geweckt, weil Chris ständig im Schlaf nach ihr rufe.

Sie legte eine Hand auf Christian Stirn, die im Fieber glühte, und ließ die Schultern hängen. Allmählich war sie am Ende ihrer Fähigkeiten angekommen.

Dass wir das noch erleben dürfen! Aber jetzt ist ja ohnehin die größte Heilerin der Menschheitsgeschichte, ach was, des Universums dran: die Liebäh!

Christian war stark, bisher hatte er noch nie aufgegeben. So grausam die Spuren der Folter auch waren – sein kräftiger Körper sollte damit fertig werden. Was hielt ihn davon ab, ins Leben zurückzukehren? Es waren nicht die sichtbaren Verletzungen, dessen war sie sich sicher.

Sie beschwört ihn dann, zu kämpfen, und er erwacht und hält ihre Hand, und bittet sie zu bleiben, und sie setzt sich an seine Bettkante und er bittet sie, nicht von ihm wegzugehen und sie sitzt bei ihm und er ... schläft ein.

Okay. Erwarten wir mal nicht zu viel. Da war ja schon viel Schönes bei, so grundsätzlich.

Marthe verbringt dann die gesamte Nacht am Bette ihres Ritters, hält das Händchen und am Morgen geht es Chris schon viel besser. Er ist bei Bewusstsein, verlangt nach Wasser und Nahrung und überhaupt alles wunderbar. Lukas freut sich wie ein Schnitzel und rennt gleich nach draußen, um ein paar Wachteln zu finden.

Chris, grade noch so dem Tode entronnen, verschwendet keine Zeit. Er ergreift die marthe'schen Hände und gesteht ihr dann seine Liebe.

„Ich hatte im Kerker viel Zeit, nachzudenken. Zeit, zu bereuen und meinen Frieden zu machen mit Gott und der Welt. [...]“
Er machte eine Pause.
„Aber eines bereue ich mehr als alles andere: Nicht schon viel eher erkannt zu haben, dass du es bist, die ich für den Rest meines Lebens an meiner Seite haben möchte. Ich liebe dich!“
Marthe fuhr zusammen. „Herr, ihr sprecht im Fieber!“
[...]
„Wenn du es ähnlich empfindest ... und das glaube und hoffe ich ... sag es!“
Marthe senkte stumm den Kopf, während ihr Herz raste.
Zärtlich nahm Christian ihren Kopf in seine Hände und hob ihn an, so dass er in ihre Augen blicken konnte. Was er darin sah, war für ihn Antwort genug.
Sanft küsste er Marthes Lippen. Er fühlte, dass sie seinen Kuss erwiderte, und wurde leidenschaftlicher. Als er endlich von ihr ablassen konnte, griff er erneut nach ihren Händen.
„Marthe ... Du bist meine Liebe, mein Leben! [...]“

Das war jetzt eigentlich ganz nett, aber der letzte Satz ... nee, Chris, das üben wir noch mal. Mein Leben, meine Liebe. Naaah. Das hat Nabokov besser hinbekommen.

Chris sagt dann noch, dass er Wippi ja fragen könne, ob er Marthe freigeben würde, nachdem sie ihm keine Kinder geboren hat bisher. Ja, hum, meint Marthe, das mit Wippi hätte sich dann also schon erledigt. Chris freut sich schon fast, als Witwe ist Marthe schließlich frei, hurra.

„Also dann – willst Du meine Frau werden?“
Verzweifelt schlug sie die Hände vors Gesicht. „Ich kann Euch nicht heiraten. Ich bin unehrlich geboren, meine Eltern waren Schäfer.“

Ooooohhhhhh Kinners! Könnt ihr euch nicht mal ohne Drama bespringen!? Hnnnngh! [/klare Worte]

Marthe möchte ihm dann auch gleich noch beichten, dass Randolf, also, hüstel, ne, der hätte ...
Joh, meint Chris, das wisse er schon.
Marthe ist entsetzt.

Er nahm wieder ihre Hände und küsste die Handflächen, die vom Feuer schmutzig waren. „Lass mich dich vergessen machen, was er dir angetan hat.“ Zärtlich wischte er ihre Tränen weg. „Ich schwöre, ich werde dir niemals wehtun!“

Hnnnnnghx! CHRIS!
Dekorativ ohnmächtig war er mir dann doch lieber. Hört der sich eigentlich zu beim Reden?

Glücklicherweise platzt Lukas mit zwei Wachteln in die lauschige Runde. Der ermahnt Chris, dass der sich doch schonen solle. Jaja, meint Chris, er müsse jetzt erst mal seine Kampfform wiedererlangen, Lukas müsse ihm dabei helfen. Er hätte nämlich vor, seine Ehre, seinen Titel und sein Dorf zurückzuerobern.

... also dafür, dass er quasi noch vor lediglich ein paar Stunden schon Binky mit Bill Door am Horizont winken sah, ist er jetzt wirklich ernsthaft gut drauf.
Bemerkenswert.

Und es wird noch bemerkenswerter werden. Ihr werdet sehen. [/foreshadowing]

Wieder zwei Tage später rennt Chris schon wieder draußen herum. So trifft er auf einer lauschigen Lichtung auf eine nachdenklich unter Farnwedeln herumsitzende Marthe.

„Du hast meine Frage noch nicht beantwortet“, sagte er.
Sie stand auf, wie es die Höflichkeit gebot, und schwieg mit gesenkten Lidern.
„Marthe. Willst Du meine Frau werden?“, wiederholte er, ohne sich seine Anspannung anmerken zu lassen.
„Ein Ritter kann keine Niedriggeborene heiraten. Das ist gegen Gottes Ordnung“, sagte sie schließlich.

Yeah, Baby, gib mir die Sahne, gib mir Drama gib mir Licht, all das Emo dieser Welt [/sing]

Das geht noch ein paarmal hin und her, dann gesteht auch Marthe, dass sie ihren Ritter von Herzen liebt, sie befummeln sich schon mal ein bisschen, Chris flüstert ihr ins Öhrchen, dass er sie nicht als Gespielin sondern als richtige Ehefrau wolle und dann wird erst mal ordentlich geküsst.

Und während ihre Hände durch sein dunkles Haar fuhren, stieg ein so süßes Gefühl in ihr auf, dass sie zum ersten Mal etwas von jenen Freuden der Liebe zu ahnen begann, von denen ihr Emma so Unglaubliches erzählt hatte.

Teh Healing Sehks kann nicht mehr weit entfernt sein.

Na endlich!