Posts mit dem Label Eberts Hebamme #2 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Eberts Hebamme #2 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 22. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXXVII – Epilog: Januar 1176 in Chiavenna

Die Zeit des Opossums ist angebrochen.

Chris ist nach Chiavenna geritten, wo der Kaiser sein Lager aufgeschlagen hat, um sich dort mit dem Löwen zu treffen. Marthe konnte ihn leider nicht begleiten, weil sie – ha! – wieder schwanger ist.

Im Lager angekommen lässt er sein Pferd versorgen und trifft gleich auf Dietrich. Der erzählt, dass der Leu schon eingetroffen sei; allerdings ohne sein Heer, auf das der Kaiser gehofft hatte. Das lagere noch jenseits der Alpen.

Hier und jetzt würde sich entscheiden, ob der Kaiser weiter zum Löwen hielt oder ob es zum Bruch zwischen ihnen kam.


Konrad durfte letztendlich übrigens doch in geweihter Erde bestattet werden. Brav.

Oh, und Till-Ludmillus ist auch wieder aufgetaucht. Er wurde damals vom Bruder seiner Angebeteten niedergestochen, der befürchtete, sie würde mit Ludmillus weggehen und er müsse dann gar selbst arbeiten. Monate rang Till-us mit dem Tod, dann ging es ihm besser, er heiratete sein Mädchen und fing wieder an zu singen. Tanderadei.

Die Zusammenkunft des Kaisers mit dem Leu handeln wir ob der Opossumschwere mal schnell ab: der Kaiser bittet um Hilfe, der Löwe lehnt ab, man streitet sich und der Löwe macht den verhängnisvollen Fehler, Goslar zurückzufordern. Der Kaiser ist extrem verärgert und lässt Heinrich böse auflaufen, bevor er wütend aus dem Saal läuft.

Ja, sieht nach Bruch aus sage ich als unbeteiligte Unwissende einfach mal.

Dietrich verbreitet dann noch schnell die falsche Darstellung, der Kaiser sei sogar vor dem Löwen auf die Knie gesunken, und dann ist der Politik Genüge getan. Chris reitet sofort zurück nach Meißen.

Auf dem harten Ritt nach Meißen durfte er sich nicht einmal Zeit für einen Abstecher in sein Dorf nehmen, um zu erfahren, dass Marthe wohlauf war und ihm einen kräftigen, gesunden Sohn geboren hatte.

Aber wir dürfen das wissen? Danke. Ich fühle mich privilegiert.

Als er endlich den Burgberg erreichte, wurde er sofort zu Otto vorgelassen. Der rollte das Pergament auseinander und überflog es. Dann zeichnete sich Triumph auf seinem Gesicht ab, und er sagte genau die Worte, mit denen Christian gerechnet hatte: „Die Löwenjagd hat begonnen! Stellt mir Truppen, Christian, wir ziehen in den Krieg."


Und nu ist wirklich Schluss.


Wir bedanken uns, dass Sie mit FrauKatz-Tours dieses Buch bereist haben und wünschen Ihnen noch viele nette Stunden mit anderen Büchern. Trotz einiger Längen war die Lektüre der zweiten Hebamme dank der vielen Kommentare immer kurzweilig und erfrischend, ich bedanke mich dafür.

*verneig*

Mittwoch, 20. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXXVI – Herr und Herrin von Christiansdorf

Nun wäre eigentlich Anlass zu feiern, allerdings ist da noch die Sache mit Konrad und man beschließt deswegen, die Party ausfallen zu lassen. Die markgräfliche Familie macht sich stattdessen bereit, bei Erzbischof Wichmann vorzusprechen.

Chris und Marthe sammeln alle ihre Lieben zusammen und reiten zurück nach Christiansdorf. Es ist eine schweigende Reisegesellschaft, die auf dem ausgetretenen Pfad durch den Wald reitet, denn jeder ist mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt.

In der Nähe des Dorfes entdeckt sie der pfiffige Peter zuerst. Er kommt freudig angehopst und teilt mit, dass Randolf nicht da sei und sich seine Reisigen während seiner Abwesenheit auch einigermaßen zurückhielten.

Ja, meint Chris, Randy würde auch nicht mehr wiederkommen. NIE WIEDER. :subtil:

Der Einritt ins Dorf gestaltet sich dank Lukas auch recht pompös.

„Macht Platz für den Herrn und die Herrin von Christiansdorf", rief er, so laut er konnte.

Der Plebs versammelt sich erleichtert. Halleluja, Chris war zurück. Marthe fühlt sich mit der Bezeichnung „Herrin von Christiansdorf" immer noch unwohl, das ist ihre natürliche Bescheidenheit, ne, aber sie hat nun gelernt, dass sie die Macht brauchen wird, um die ganzen lieben Menschen zu beschützen, für die sie verantwortlich ist.

Zum Erstaunen aller reitet Chris erst mal zur Burg, wo ihm einer von Randolfs Reisigen mitteilt, dass der Burgvogt nicht da sei.

„Der Burgvogt steht genau vor dir", entgegnete Christian herrisch. „Lass uns ein und ruf die Mannschaft zusammen!"

Ha! Dem hat er es jetzt aber gegeben!

Als alle angetreten sind (im Hintergrund werden noch eilig die restlichen Dorfbewohner herbeigeholt, so eine Show kann man sich schließlich nicht entgehen lassen!) teilt Chris der Wachmannschaft mit, dass er jetzt der neue Burgvogt und sie alle entlassen seien. Sie sollten besser schnell verschwinden, bevor er nachfrage, was sie den Dorfbewohnern so angetan hätten. Oder bevor diese die Vergeltung in die eigenen Hände nähmen, da würde er dann nämlich zufällig in die andere Richtung gucken vermutlich.

Sofort machen sich die Männer aus dem Staub. Socke Hildebrand und Griseldis geben sich noch Illusionen hin und rennen schnell mit einem Willkommentrunk zu Chris. Chris zeigt sich abweisend. Er wolle nur treue Leute um sich herum haben. Shoo.

Ohne ein weiteres Wort verließen die beiden den Hof.


Chris lässt sofort ein Fest vorbereiten. Am Abend solle die Befreiung von Randy und seiner Bagage zelebriert werden, mit jedem, der teilnehmen wolle.

Nachdem nun jeder davongewuselt ist, um die Vorbereitungen zu treffen, unterhalten sich Chris und Marthe noch ein wenig über die Zukunft. Vor allem würden sie erst mal im Haus wohnen, bis die Burg soweit hergerichtet sei, dass nichts mehr an Randy erinnere.

Am Abend wird gefeiert. Ohne den Dorfschulzen, der sei krank. Vermutlich ein schwerer Fall von schlechtem Gewissen vermutet Lukas.
Chris lässt seine Blicke schweifen, rekapituliert die Ereignisse der letzten Jahre, denkt an die Zukunft.

Ein Toast.

„Ich schwöre euch, für Gerechtigkeit zu sorgen. Lasst und heute gemeinsam feiern und der Toten gedenken. Morgen aber beginnen wir von neuem, das zu verwirklichen, was wir uns erträumt und gewünscht haben."
Die Dorfbewohner brachen Hochrufe aus und tranken ihm zu.
Christian setzte sich und ließ seinen Blick erneut über die Dorfbewohner schweifen. [...] Hatte er zuviel versprochen? Die Verantwortung für all diese Menschen lastete schwer auf seinen Schultern.
Marthe sah ihn stumm an, dann griff sie nach seiner Hand und drückte sie verstohlen. Er blickte zu ihr, und sie lächelte wissend zurück.


Wissend? Ist sie etwa schon wieder schwanger?

Montag, 18. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXXV – Der Zweikampf

Konrad wurde aufgebahrt und Dietrich ist am Boden zerstört.

„Es ist meine Schuld. Gott straft mich für meine Sünden", klagte Markgraf Dietrich mit erstickter Stimme.


Der Rest der Truppe ist ebenfalls betreten und in Trauer, da kommt der Diakon des Bischofs und verkündet gewichtig, dass der Bischof beschlossen hätte, dass dem Toten kein christliches Begräbnis zustünde und er auch nicht in einem Gotteshaus aufgebahrt werden dürfe.

Als hätten wir nicht schon genug Drama.

Otto bekommt einen seiner Wutanfälle, schmeißt den Diakon raus und greift sich Hedwig und Dietrich, um diesem Bischof mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Als sie fort waren, trat Christian an die Bahre und kniete an der Seite des Toten nieder, wie eben noch dessen Vater.
„Warum nur hast du das getan? Dein junges Leben leichtfertig aufs Spiel gesetzt?", fragte er leise, als könne Konrad ihm antworten.
„Ich weiß es", ertönte von der Tür her eine zaghafte Stimme.

Jakob, gekommen, um Abschied zu nehmen, tritt zögernd näher. Konrad sei aufgestachelt worden, seine und Chris' Ehre zu verteidigen. Zögerlich erzählt er alles. Als er seine Geschichte beendet hat stehen alle mit versteinerten Gesichern da. Chris meint, das müsse er Dietrich und Otto nochmal selbst sagen.

Wir bemerken, dass der Name des geheimnisvollen Aufstachlers noch immer nicht genannt wurde. O, the suspense!

Zwischensequenz.
Otto brüllt beim Bischof herum und versucht, diesen umzustimmen. Der sieht das jedoch als formidables Mittel mal zu zeigen, wieviel Macht er hat und wie ärgerlich er die ganzen Einmischungen Ottos in den letzten Jahren empfand. Er bleibt hart und die Bittsteller sehen ein, dass sie doch zu Erzbischof Wichmann reisen und um die Aufhebung des Bannes bitten müssen. Der sei immerhin Ottos und Dietrichs Vetter und man könne zumindest ein bisschen auf Familiensinn hoffen.

Man verzweifelt grade ein bisschen herum, als es an der Tür klopft. Es ist Jakob und er habe eine wichtige Mitteilung.

„Ich wollte Konrad aus der Rüstung helfen. Doch dann kam ein Ritter und provozierte Euren Neffen. Er schmähte ihn und seinen Lehrmeister Christian. Nur wenn Konrad wagen würde, auch zum Tjost anzutreten, könne er seine und Christians Ehrenhaftigkeit beweisen. Also lief Konrad los, um sich zum Lanzenstechen zu melden.
„Wer war dieser Mann?", fragte Dietrich mit versteinertem Gesicht.
Jakob schluckte. „Ritter Randolf."

Naaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaain! Wer hätte es geahnt?! Randolf! Das ist eine Überraschung! Ja sowas!

Otto, dum auch in allerletzter Konsequenz, vermutet zuerst einmal, dass das wieder ein fieser Plot von Chris sei, um dem lieben Randolf zu schaden, doch Jakob kann ihm diesen Zahn ganz schnell ziehen.

„Ich will Wort für Wort hören, was nach dem Buhurt im Zelt gesprochen worden ist", verlangte Markgraf Dietrich.
Jakob berichtete. Als er fertig war, ließ Otto nach Christian rufen.
[...]
Otto kam ohne Umschweife zur Sache. „Christian, Ihr habt mir einst geschworen, Randolf so lange nicht zu töten, wie ich es nicht will", begann er. „Ich entbinde Euch von Eurem Eid. Ich will, dass ihr ihn tötet. Seid ihr bereit, Randolf zum Zweikampf auf Leben und Tod zu fordern?"
„Ja", erwiderte Christian ohne Zögern.

Wäre ja auch etwas seltsam gewesen, wenn er jetzt einen Rückzieher macht, ne? Klar, um die Spannung zu maximieren wird noch erwähnt, dass Chris nach seinem auszehrenden Kerkeraufenthalt noch lange nicht wieder auf der Höhe ist und OMG. Jaja. Der macht das schon. :zuversichtlich:

Otto wird das Turnier am nächsten Tag offiziell als beendet erklären. Dann könne Chris Randy zu einem Gottesurteil herausfordern, denn um ihn als Verräter anzuklagen fehlen die Beweise.

Dann entschuldigt sich Otto bei Chris, weil er so ein dämlicher Dickschädel gewesen sei und nicht hören wollte, dass der kuschelige Randy ein fieser Möpp sei.
HA!

Stellt sich nur die Frage, warum Randolf etwas so ausnehmend Dummes gemacht hat. Ich meine, das war doch wirklich strunzblöd! Schön, während er im ersten Buch noch als gerissen und mit allen Wassern gewaschen dargestellt wird, betont das zweite Buch ständig, dass er es eher im Bizeps als im Hirn hätte. Trotzdem. Wenn er Konrad ohne Zeugen aufgestachelt hätte, okay, aber so un-glaub-lich plump vor einem Zeugen? Halloooho? Geht's noch?

Und wo ist eigentlich Ulrich, hm? Mal eben aus dem Hut gezogen, um Marthes unglaubliche Begehrenswertheit zu zeigen und dann taucht er nie wieder auf? Hockt er jetzt doch lieber bei seiner Ehefrau und bringt ihr das Laufen bei? (Okay, sie ist fünf, sie sollte schon laufen könne, aber ihr wisst, worauf ich hinauswill.)

Tsk. Tsk!

Bei Sonnenaufgang findet dann der Kampf zwischen Randy und Chris statt. Randolf ist recht siegessicher, denn erstens kann man ihm nichts vorwerfen, da seine Freunde die Nachrichten auf die Wartburg und nach Dankwarderode gesandt hatten, und zweitens ist Chris noch immer schwach und abgemagert. Harhar. Er würde ihn in Stücke hauen und für den Rest seines Lebens im Triumph leben.

Dann macht Chris ihn putt. The End.

[...]

Alle sind glücklich, Chris wird zum Vogt über Christiansdorf ernannt und eine neue Hoffnung schimmert am Horizont.

Ja, jetzt konnten sie wieder an die Verwirklichung ihres Traumes gehen, des Traumes von einem besseren Leben für alle, die unter großen Wagnissen in den Dunkelwald gezogen waren und dort Land urbar gemacht hatten: ihre neue Heimat.



Es ist vorbei.

Freitag, 15. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXXIV – Das Turnier

Zur Schwertleite Konrads sind bereits viele illustre Gäste auf der Burg eingetroffen, und doch steht der arme Bub eher abseits. Die Geschehnisse um Marthe, Chris und Randy sind dann doch um einiges interessanter.

Marthe, Christian und Lukas, aber auch Ekkehart und Randolf konnten keinen Schritt mehr auf dem Burgberg gehen, ohne dass sich Dutzende Augenpaare auf sie richteten und die Menschen anfingen, zu wispern und zu tuscheln.

Ob sie in der Burg eine Cafeteria haben?

Ekkehart, der seit Wochen an nichts anderes hatte denken können als an die sehnlichst erwartete Hochzeitsnacht mit Marthe, verkraftete den unerwarteten Ausgang des Tages und die noch weniger erwartete Rückkehr seines Rivalen nicht.

Er geht deswegen, wie nicht anders zu erwarten, ins Hurenhaus, reagiert sich an einer Frau dort ab, brüllt danach nach Wein, betrinkt sich und verwüstet das Zimmer. Wenn er jetzt noch die Schalmei zupfen könnte, wäre er glatt der erste Rockstar.

Randy besäuft sich ebenfalls mit Locken-Elmar und dem feisten Giselbert. Allerdings weiß er nicht mal selbst, ob er jetzt über den Tod Richenzas trauert oder nicht. Je mehr er darüber nachdenkt desto sicherer ist er, dass er nun, ohne ihre lästigen Einmischungen, besser dran sei.

Er tröstet sich damit, nun ungehindert in seinem Silberdorf wüten zu können und erst am nächsten Morgen dringt es dann in sein Bewusstsein, dass, hoppla, Moment, Chris mal wieder zurückgekehrt ist und da was gegen haben könnte.
Randy ist, man verzeihe mir den Ausdruck, gewaltig angepisst und beschließt, jetzt endlich ein paar Leute zu beseitigen, die ihn schon länger ärgern.

Chris und Lukas, being die Helden, haben sich nicht besoffen sondern sind in ihre Kammer gegangen, sorgten sich um Ludmillus und sprechen die Geschehnisse nochmal durch. Chris ist immer noch geschüttelt von der Erkenntnis, dass er nun wirklich in allerallerletzter Sekunde gekommen ist und auch ein bisschen wütend.

„Wäre es dir lieber gewesen, ich hätte sie geheiratet, während du im Kerker verrottest?"
„Sie hätte fliehen sollen!", hielt Christian ihm zornig entgegen.


Lukas: Meine Güte, habe ich ihr vorgeschlagen, aber sie meinte, Du würdest das nicht wollen.
Chris: Wot??! Nie würde ich wollen, dass sie Ekki heiratet, verdammich nochmal!
Lukas: *augenroll* Sie hat es nur getan, um die Leute im Dorf zu schützen. Vorher musste Ekki nämmich versprechen, dass er Randy im Zaum halten wird. So wollte sie Deinen Traum von einem besseren Leben für die Menschheit in Deinem Dorf bewahren, Du Blitzbirne!

Als diese Worte endlich zu Christian durchdrangen, vergrub er erschüttert die Hände in seinem Haar.
Er ahnte nicht, dass sich Lukas genauso wie er darüber klar war, welches Opfer Marthe bereit war zu bringen. Dass Lukas längst erraten hatte, welch bitteren zusätzlichen Grund MArthe hatte, Randolf und seinen Freunden aus dem Weg zu gehenh, und was es für sie bedeutet haben muss, sich ihnen freiwillig auszuliefern.

Gut, dass das nochmal erwähnt wird. Wir könnten sonst vergessen, was für eine einzigartige Heilige Marthe ist.

Bella Marthe schläft trotz Seelenqualen die Nacht durch und wird in der Früh von einer Kammerzofe geweckt. Der ehrwürdige Bischof wünsche sie noch vor der Frühmesse zu sehen. Ah, nun wird wohl endlich die Ehefrage geklärt werden.

Als Marthe beim Bischof eintrifft, sind Ekki und Chris bereits da. Die Spannung überlegt grade, ob sie nun steigen solle, da ist auch schon alles vorbei und der Bischof macht kurzen Prozess: die zweite Ehe sei ja nun erwiesenermaßen nicht aus Wollust geschlossen und darüber hinaus nicht mal vollzogen worden. Weg damit. Ekki dürfe alle Brautgeschenke zurückfordern, Chris bekäme das Weib und jetzt raus!

Chris reicht Marthe seinen Arm und geleitet sie steif und stumm zur Frühmesse.

Das Schweigen zwischen ihnen wurde immer zermürbender. Aber sie waren ständig von Menschen umgeben, und vor so vielen neugierigen Beobachtern konnten sie nicht besprechen, was zu bereden war.

Nach der Frühmesse gehen sie dann schnell in den Kräutergarten und haben eine knappe Seite Teh Healing Tahlk.

Chris: Hammse Dir was getan?
Marthe: Nein, aber ich schääääme mich so. Ahaber Otto hat mir doch keine Wahl gelassen, der Arsch!
Chris: Ach, ich habe mir doch einfach nur Sorgen gemacht!
Marthe: Echt?
Chris: Ja!

*knutsch*

Chris: Lass uns was essen gehen.

Ja wunderbar. Somit ist alles wieder paletti zwischen Marthe und Chris.

Christian war zweierlei klargeworden: Er würde in Zukunft auch Ekkehart dringend im Auge behalten müssen. Und er musste seine geheime Eifersucht bezwingen, damit Marthe ihre Bedenken verlor und ihm wieder vertraute.


Beim Frühstück gibt es dann ein Wiedersehen mit Arnulf und Reimund, man isst und plaudert. Dann geht Chris zu Konrad, um ihm zu seiner Schwertleite viel Glück zu wünschen. Der ist entsprechend aufgeregt, denkt aber, dass er sich beim Turnier einigermaßen gut schlagen wird.

Bald darauf verkünden Hornstöße, dass das Fest nun beginne. Konrad erhält seine Segnungen, Dietrich ist stolz, alles wunderbar. Auf den sich anschließenden Festivitäten treffen unsere Helden auch auf Jakob, den kleinen Bruder von Lukas. Der soll nächstes Jahr auch in den Ritterstand erhoben werde, wie er stolz verkündet. Lukas guckt etwas kariert, was Jakob ärgert. Also trietzt er zurück: Lukas' Schwertkünste seien ja wohl auch nicht so dolle, wenn alle auf seinem Silbertransport abgestochen worden seien.

In maßlosem Zorn packte Lukas seinen Bruder am Bliaut. „Das waren ehrbare Männer, Leute, mit denen du an einem Tisch gesessen hast und die mit dir ihre Mahlzeiten teilten. Männer, von denen jeder Einzelne mehr Anstand im kleinen Finger hatte, als du je haben wirst."

Auch Konrad weist den früheren Kameraden scharf zurecht. Das sei absolut unpassend und fies gewesen. Das bringt Jakob schließlich zum kleinlauten Einlenken, denn eigentlich wolle er Konrad als Knappe dienen, deswegen sei er überhaupt hier.

Na, wer ahnt, wer im dritten Band unter anderem die Erznemesis von Marthe und Chris sein wird?

Lukas stampft zu Chris und lässt seinem Zorn grade freien Lauf, als Chris Blick auf Marthe fällt, die totenbleich neben ihm ins Leere starrt.

Er packte sie fest an den Schultern und drehte sie zu sich herum. „Was ist los?"
Marthe rang verzweifelt nach Worten. „Konrad darf heute nicht zum Turnier antreten" Du musst mit Markgraf Dietrich sprechen."
„Das ist undenkbar! Wenn er nicht teilnimmt, macht er sich zum Gespött der ganzen Ritterschaft."
„Aber ich habe wieder dieses Bild vor Augen ... dass er blutend auf einer Turnierwiese liegt ...", flüsterte Marthe kreidebleich.

Ja, die Vision kennen wir ja nun schon ziemlich gut, die wird seit Chris erster Befreiung in letzter Sekunde aus einem Kerker am Ende des ersten Buches ja gerne mal zwischendrin erwähnt.

Nu kann aber grade Marthe jetzt nicht ankommen und öffentlich von Vorahnungen sprechen. Chris und Company beschließen darob, dass sie unauffällig mit Dietrich sprechen sollten.

Allerdings scheinen sie zu spät zu kommen, Konrad reitet schon ein. Glücklicherweise geht alles gut und alle sind glücklich. In seinem Zelt lässt sich Konrad von Jakob die Rüstung abnehmen und sie sprechen über das Turnier. Konrad meint grade, dass er froh sei, im Sattel geblieben zu sein, da tönt vom Zelteingang her eine Stimme. Das wäre ja auch keine Kunst, wenn alle vorher instruiert wurden, Konrad mit Samthandschuhen anzufassen.
Konrad und „der Eindringling" streiten noch ein bisschen herum (und wir wissen ja gaaaaaaaaaaaaaaaar nicht, wer das ist. ) und der Typ bringt Konrad tatsächlich dazu, am Tjosten teilzunehmen. Ohohoh.

Draußen freuen sich weiterhin alle, dass Marthes Vorahnung dieses Mal falsch verkabelt war.
Narren! Marthe ist unfehlbar! Habt ihr das nach zwei Büchern immer noch nicht gerafft?

Dietrich macht sich auf den Weg zu Konnys Zelt, um ihm zu gratulieren, doch da ist er nicht. Der anwesende Knappe wird blass, bittet um Verzeihung und meint, Konrad hätte sich nicht aufhalten lassen.
Dietrich: Bitte? Aufhalten?
Knappe Jakob: Lanzenstechen.
Dietrich: ... Schei*e!

Er rennt hinaus aus dem Zelt und trifft gleich auf Lukas, Marthe und Christian, die heilige Dreifaltigkeit der weißwestigen Ehrenhaftigkeit. Die Nachricht, dass Konrad tjosten will, lässt Marthe aufschreien. Die Gruppe rennt zur Kampfbahn, doch es ist zu spät, Konrad reitet schon ein.

Es kommt, wie es kommen muss. Hätten wir Konrad nicht behalten können? Den mochte ich, der war einer der Guten und hat trotzdem nicht ständig voller Weltschmerz rumgememmt.

Marthe hält noch Händchen, doch sie weiß, da ist nichts mehr zu machen. Problematisch auch: kein Priester wird einem Turnierkämpfer die Beichte abnehmen, was bedeutet, dass Konrad nicht in geweihter Erde begraben werden kann.
Nach viel Gejammer lässt sich der herbeigerufene Pater dann aber doch überreden. Grade noch rechtzeitig, denn kaum drei Ave Maria später tut Konrad seinen letzten Atemzug.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXXIII – Die Rückkehr

Ah, wir sind wieder bei Marthe (nackt), Ekki (nackt), Randy (nicht) und seinen lustigen Gesellen (auch nicht) in der Hochzeitskammer. Dort schlagen die Emotionen grade so richtig hoch, denn Ekki hat sich nun ernsthaft dazu entschlossen, dem Treiben ein Ende zu setzen. Er baut sich vor Randy auf, klaut ihm fix den Dolch aus dem Gürtel und bekommt Rückendeckung von Marthe, die schnell im Bett rüberrutscht und sich ihrerseits Ekkis Dolch aus den Klamotten fischt.

Sie hat reagiert wie ein Mann im Kampf, dachte Ekkehart anerkennend[.] Wir werden eine wunderbare Ehe führen. Ich werde [...] jede Nacht bei ihr liegen. Und sie wird mit prächtige Söhne gebären.

Ja. Klar. *hust*

Gut, er teilt Randy entschlossen mit, dass Marthe nun ihm, Ekki, gehöre, und dass er und seine Spießgesellen nun die Kammer zu verlassen haben.
Randy keift wie ein altes Weib zurück, dass er ja nie gedacht hätte, dass Ekki wegen dieser Hure seine Freunde verraten würde!

Bevor es zum Eklat kommt, klopft es auf einmal richtig schön laut an der Tür.

„Haltet ein! Diese Ehe darf nicht vollzogen werden", rief eine befehlsgewohnte Männerstimme. „Ritter Christian ist zurückgekehrt!"

Jaaaaaa. Sieht so aus, als müsste Marthe dem guten Randy dankbar sein. Der hat Ekki schließlich lange genug vom Kopulieren abgehalten, so dass Chris es doch noch rechtzeitig zur Ehrenrettung seiner Dame schaffte.

Randy glaubt allerdings zuerst an einen der üblichen Scherze, die Neuvermählten gespielt werden, und denkt gar nicht daran, die Tür zu entriegeln.

Ekki überlegt fieberhaft, wirft seinen Dolch weg, entwindet Marthe den ihren und versucht anscheinend, schnell die Ehe doch noch zu vollziehen. Tscha. Nachdem der Priester draußen mittlerweile herumtobt, er werde alle exkommunizieren, wenn sie die §$%&#* Tür nicht endlich öffnen würden, bleibt ihm aber nichts anderes übrig als den Riegel zu lösen und das Volk reinzulassen.

Allgemeines Drama:


Chris drängt sich zwischen den Schaulustigen hindurch und Marthe ist einerseits erleichtert aber andererseits natürlich beschämt. Auch Chris hat ein Wechselbad der Gefühle hinter sich und stürzt sofort auf sie zu. Man umarmt sich, ist dir auch nichts passiert, ich habe so gehofft, dass Lukas dich findet, bladihdah.

Chris will Marthe wegtragen, doch der Priester hat Einwände. Die Kirche müsse erst entscheiden, welche der Ehen nun die gültige sei, und solange dürfe sich kein Mann Marthe nähern, punktum!

Marthe sah völlig entgeistert erst zu ihm, dann zu Christian.
Konnte es tatsächlich sein, dass man sie trotz Christians Rückkehr Ekkehart zusprach?

Wäre das nicht nett? Allein, mir fehlt der Glaube.

Marthe wird weggebracht, Otto will mit Chris, Ekki, Lukas Hediwig und Randy konferieren. Randy starrt Chris fassungslos und hasserfüllt an, ich glaube, er ist nicht über dessen plötzliches Auftauchen erfreut. Denke ich mir mal so. Weibliche Intuition.

Hedwig und Dietrich haben sich derweil in eine Gästekammer zurückgezogen, um eine ganz eigene Konferenz zu zelebrieren. Die Sehks-Beschreibungen ersparen wir uns hier mal, der ist eh mal wieder ekstatisch und leidenschaftlich und unvergleichlich. Drei Orgasmen für Hedwig, no kidding, not making this up.

Sie sind grade fertig, als der treue, verlässliche Diener an die Tür klopft. Otto suche nach Hedwig, sie müsse sofort zu ihm gehen. Hedwig kleidet sich schnell wieder an und huscht die Stiege hinunter. Dort begegnet sie Richenza, die sie freundlich ansäuselt. Hedwig behauptet, auf der Heimlichkeit gewesen zu sein und eilt schnell weiter. Richenza verfolgt Hedwigs Weg zurück und entdeckt jemanden, den sie kennt: den Vertrauten von Markgraf Dietrich, der am oberen Treppenabsatz steht und mißtrauisch hinunterstarrt. Sie zählt eins und eins zusammen und ist gradezu berauscht von dieser Erkenntnis.

Aber sie muss erst noch Dietrich mit ihren eigenen Augen sehen, um etwas in der Hand zu haben, also versucht sie, den Gefolgsmann zu becircen. Der beißt aber so gar nicht an. Richenza wanzt sich noch mehr an ihn heran, allein, umsonst. Nun ja, nicht ganz, denn als Randy wutschnaubend um die Ecke biegt sieht es so aus, als würde Richenza sich an den Typen heranmachen.

Erst der Verrat von Ekki, kein Sehks mit Marthe, dann taucht Chris wieder auf und dann ist seine Frau auch noch dabei, ihn zum Hahnrei zu machen? ROAR, nicht mit ihm!

Wutentbrannt polterte er die Treppe hinauf und bekam gerade noch mit, dass der andere Mann Richenza zurechtwies, während diese weiter verführerisch auf ihn einsprach. Hure!

Richenza versucht noch, das Ruder herumzureißen, aber zu spät. Randy sieht rot und verpasst ihr eine gewaltige Ohrfeige, durch die sie an die Wand prallt und dann zu Boden sinkt.

„Du Narr!", ächzte sie.
Jetzt wird niemand Hedwigs Geheimnis enthüllen, war ihr letzter Gedanke.

Randolf rauscht wütend im Glauben ab, Richenza spiele wieder eine Scharade. Dietrichs Gefolgsmann guckt etwas bedeppert und lässt dann jemanden kommen, der die tote Richenza abtransportiert.

Tja. Ein bemerkenswert unbemerkenswerter Abgang.

Kommen wir zur Konferenz. Otto hat zumindest den Anstand ein wenig verlegen zu sein, als er Chris beteuert, dass er ihn einfach für tot hatte halten müssen. Chris und Ekki würden sich am liebsten auf der Stelle duellieren, aber Otto hat jetzt keinen Kopf für Marginalien. Er fragt, ob die zweite Ehe denn vollzogen wurde (Ekki: Nein. *zähneknirsch*) und schickt dann den Prieser zum Bischof, um dem das zu sagen.

Chris bezichtigt Randy dann des Verrats, der regt sich auf und fordert ihn zum Duell, Chris fordert im Gegenzug zurück und Otto ist genervt. Da kommt dann auch schon ein Page, um den Tod Richenzas zu verkünden. Randy ist verblüfft und verlässt den Raum, Otto ranzt Chris an.

„Von Euch möchte ich kein einziges Wort mehr hören, mit dem Ihr solch ungeheuerliche Verdächtigungen gegen einen meiner getreuesten Gefolgsleute äußert", sagte er scharf.

Jaja, blabla, Business as usual. Kennen wir ja schon.
Dann schickt er alle nach draußen, weil er nun endgültig die Nase voll davon hat, dass seine Ritter sich ankeifen wie die Marktweiber.

Fast könnte man ihn verstehen.

Montag, 11. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXXII – Der Alchemist

Heyyy! Ich kenne nur einen Alchemisten, der in den Büchern vorkam! Sollte er etwa zurückgekehrt sein? Loisl der Scharlatan ist wieder da, juppheidi und juppheida!

Zurück zu Lukas. Der stiefelt am nächsten Tag als Soldat verkleidet hoch zur Burg und lässt sich dort anwerben. Zuerst muss er natürlich gegen den Hausoger, pardon, stärksten Mann des Haufens antreten, was er Dank Chris' wundebarer Ausbildung lockerleicht schafft und schon ist er ein Mitglied der Truppe. Wunderbarerweise gibt es dort die schöne Tradition, dass Neue erst mal einen Monat Wache bei den Gefangenen schieben müssen. Nein, wie unerhört praktisch! So ein Zufall!

Er wird dementsprechend schnurstracks in den Kerker gebracht und muss dort erst einmal mit den anderen Wachen würfeln. Nebenbei versucht er, etwas herauszufinden.

„Wie viele Gäste habt ihr denn hier?", erkundigte er sich.
„Ach, im Moment ist nicht viel los", meinte der Graubart,nachdem er sich über das Wort „Gäste" köstlich amüsiert hatte. „Das Übliche: 'n paar Mörder, zwei Pferdediebe, einen Sodomiten. Die warten alle auf die Hinrichtung."

'kay. Mörder ist Chris keiner, Pferdedieb auch nicht. Also ... oooh, Chris. Wenn wir geahnt hätten ...!



Ich scherze natürlich. Lukas bringt Brot und Bier zu den Gefangenen und keiner von ihnen ist Chris. („Ich bin Brian, und meine Frau ist auch Brian!")
Also fragt er nochmal nach, ob das auch wirklich alle gewesen seien.

„Alle. Bis auf den Ehrengast." Humbert deutete mit dem Kopf auf eine massive Tür am Ende des Ganges.
Aha! Aber Ganges? Wieso sind die auf einmal in Indien?

... okay, der war grottenschlecht. Aber er musste raus. Und Humperdinck!

Humperdinck erklärt Lukas, dass der spezielle Gefangene ein Geschenk für den Truchsess gewesen sei und der ihn dann seinem Alchemisten überlassen hätte. Alle schaudern und Lukas fühlt sich darob recht unwohl. Ein wenig wird noch gemunkelt und geunkt, dass der Alchemist seinem Ehrengast bald wohl das Herz bei lebendigem Leib herausschneiden wolle, weil das eine mächtige Zutat für Tränke und Pulver sei. Holladiewaldfee, ist Lukas wohl grade noch rechtzeitig gekommen.

Am Abend überzeugt er den ohnehin widerstrebenden kleinen Wachazubi, dass er die Begleitung des Alchemisten übernehmen würde, was der Lütte gerne annimmt. Hat wohl einen empfindlichen Magen.

Dann kommt der Alchemist hinunter in den Kerker und was soll ich sagen, es ist tatsächlich Loisl! Schurken-Recycling!

Loisl nimmt Lukas nichtsahnend mit in die VIP-Kammer, verhöhnt den dort angeketteten Chris noch ein bisschen und dann wird dann zielsicher von Lukas ein bisschen mit einem Dolch ins Herz gepiekst.

Na, das war aber ein kurzes Comeback, ich muss schon sagen.

Was ihn erschreckte, war weniger Christians Aussehen: totenbleich, abgemagert, mit struppigem Bart, im eigenen Schmutz und voller Peitschenstriemen. [...] Was ihn erschreckte, war, dass Christian anscheinend schon mit seinem Leben abgeschlossen hatte.

Ajakomm, das hat der doch ständig, das muss man schon mal sagen. Im ersten Buch weil er seine Lieblingsfrau verloren hat, dann als Marthe verschwand, jetzt im Kerker ... ständig schließt er mit dem Leben ab. Das dramatisiert mich jetzt nicht so, wie es könnte.
Chris lässt dann krächzend das Übliche Heldengeseier ab: er sei zu schwach, oweh, mit ihm komme Lukas nicht aus der Burg, er solle ihn hierlassen und sich um Marthe kümmern, leidleidheldleid.
Lukas rollt mit den Augen und hievt sich Chris über die Schultern. Der solle jetzt toter Mann spielen, dürfe ihm nicht schwer fallen. Es hätten eh schon alle mit seinem Ableben gerechnet, das würde keinen überraschen. So schleppt er Chris zum Tor, wo sein Gegner vom Vormittag wacht.

„Ich bin's, der Neue[.] Der Gelehrte ist fertig mit dem da ... Ich soll die Leiche verschwinden lassen, damit niemand sieht, was er alles mit ihm gemacht hat. Und glaub mir, du willst es auch nicht wissen."

Der Andere glaubt ihm und lässt ihn durch. Lukas eilt so unauffällig wie möglich zurück zu Maria, der Wirtin, und versorgt dort Chris erst mal.
Lukas will gleich morgen mit Chris los nach Meißen. Maria ist skeptisch und meint, sein Freund sei frühestens in einer Woche wieder in der Verfassung zu reiten.
Och, meint Lukas, er denke schon, dass sein Freund es schaffen werde.

„Und woher nimmst du die Gewissheit?", fragte [Christian] mit zynischem Spott.
[...]
[D]ir bleibt keine Zeit fürs Krankenlager. Wenn du nicht in elf Tagen in Meißen auftauchst, verheiratet Otto deine Frau mit Ekkehart.
Christian starrte den Freund an. Dann sagte er nur „Hilf mir auf."


Am nächsten Morgen reiten unsere Helden los. Chris schwankt etwas im Sattel herum, aber Lukas erklärt das den Torwächtern mit dem guten Wein in Braunschweig. Alles lacht und sie dürfen ausreisen. Whoopie!
Auf dem Weg berichtet Lukas ein wenig darüber, was so passiert ist und Chris erläutert, warum sich der Truchsess für ihn interessierte: jemand habe ihm gesteckt, dass er, Chris, letzthin für die Enttarnung und Ermordung der Spionin des Truchsess verantwortlich war. Wir erinnern uns an die Otto umgarnende Oda? Genau die.

So reiten sie also dahin. Wegen des harten Tempos kann Chris nicht genesen und Lukas beginnt daran zu zweifeln, dass sie es rechtzeitig nach Meißen schaffen würden. So bleibt ihm nur noch die Hoffnung, dass Ludmillus bei Otto einen Aufschub hat herausholen können.

Ahahaha. ... nein.

Freitag, 8. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXXI – Auf der Suche

Wir sind im vierten und letzten Teilabschnitt des Buches angekommen, der da mit „Auf Leben und Tod" tituliert ist. Offensichtlich ist die Zeit der Lügen und des Verrats vorbei. Hurra. [/bullyparade]

Obwohl die Lage bei Marthe und Ekki im Schlafgemach grade schön schpannend ist, wenden wir uns nun erst mal Lendenlukas zu, um die Dramatik noch etwas zu erhalten.
Lukas reitet nun also erst mal mit Till Richtung Eisenach. Dort angekommen stellt sich die Frage, wie man irgendwas herausbekommen könnte. Man kann ja nicht einfach in die Wartburg marschieren und die Wache nach einem Gefangenen fragen, wir sind schließlich nicht in Oblivion.

Till soll sich erst mal in der Burg umhören, denn dort würde ihn keiner erkennen. Lukas ist natürlich verkleidet (nicht als altes Muttchen sondern als normaler Soldat) und kümmert sich erst mal um seine Wunde, die durch seine rücksichtslose Reiterei wieder aufgebrochen ist. Außerdem hat er viel Zeit, düstere Gedanken zu wälzen. Was war, was ist und was sein könnte. Marthe und Ekki beispielsweise.

Nach ein paar Tagen(?) treffen sich die Spione in geheimer Mission dann in einem Gebüsch. Till hat semigute Neuigkeiten. Chris sei hier gewesen, aber man habe ihn fotgebracht nach Dankwarderode. Lukas versichert sich, dass es sicherlich Chris war, der sicher nach Braunschweig gebracht worden ist. Ja, doch, Till kann einiges berichten, was eindeutig auf Chris hinweist.
Gut, meint Lukas, dann würden sie jetzt nach Braunschweig reiten.
Hum, hom, ziert sich Till ein wenig, ob er seine Informantin denn mitnehmen könne. Die sei früher Hillarius' Geliebte gewesen und im Zuge seiner jetzigen Ermittlungen sei man sich ... nähergekommen.
Ja, nun, nein, das würde sich auf einer Rettungsmission undercover und so nicht gut machen, aber hinterher würde man das Mädl bestimmt einsammeln und mitnehmen können, meint Lukas.
Ludmillus ist enttäuscht, sieht es aber ein und bittet noch darum, seiner neuen Flamme wenigstens Bescheid sagen zu dürfen. Lukas hat da kein Problem mit und man trennt sich. Lukas will nach Braunschweig, Ludmillus soll die frohe Botschaft von Chris' Lebendigkeit nach Meißen bringen.

[Lukas] konnte nicht ahnen, dass der Spielmann nicht mehr dazu kam, sich von seiner neuen Liebe zu verabschieden. Noch ehe sich Ludmillus dem Tor der Wartburg nähern konnte, traf ihn ein Dolchstoß in den Rücken. Er spürte nicht einmal mehr, dass ihn jemand an den Beinen packte und ins Gebüsch zerrte, damit niemand den reglosen Körper fand.


Oha.

Lukas, ahnungslos, eilt hoppeldipoppelgaloppel nach Braunschweig. 13 Tage vor Ablauf der Frist kommt er in der Stadt des Löwen an. Es dämmert schon. Er bringt sein Pferd unter und betet dann vor dem Heiligen Georg um das Gelingen seines Vorhabens.

Hilf mir, ihn zu finden und zu befreien, und ich werde damit noch eine gequälte Seele aus großer Not retten können. Die Frau, die ich liebe und die doch nie einen anderen lieben wird als ihn.

Haaaaaaaaachja, Drama!

Danach kommt er bei einer robusten, handfesten jungen Wirtin unter, lässt sich den Verband wechseln und dann ... den Speer polieren. [/onkel crassius]

Ende des Kapitels. Malt euch vielleicht noch ein paar Sehks-Szenen aus. :fuchtel:

Mittwoch, 6. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXX – Die Hochzeit

Pöm pöm pömpöm. Pöm pöm pömpöm.

Der Hochzeitstag von Marthe und Ekkis Edelkirsch rückt näher und näher und Marthe wird verzweifelter und verzweifelter.

Die Burgbewohner gewöhnten sich daran, dass Marthe von Tag zu Tag mehr Zeit auf den Zinnen des weißen Turms verbrachte, um Ausschau zu halten – vergeblich.

Zinnen des weißen Turmes. Poetisch, nicht wahr?

Ekki wirbt derweil förmlich und siegesgewiss um das Subjekt seiner Begierde. Marthe weist alle Geschenke höflich zurück, denn solange die Frist nicht abgelaufen sei, betrachte sie sich noch als mit Chris verheiratet, GDIAF.

Drei Tage vor Ablauf der Frist versucht es Marthe dann noch beim Diakon des Bischofs, in der Hoffnung, dass er vielleicht ein Machtwort spräche.

„Ehrwürdiger Vater, ich suche Euren Rat in großer Not[.] Ich fürchte mich davor, eine schreckliche Sünde zu begehen. Ich soll verheiratet werden. Aber was ist, wenn mein Mann noch gar nicht tot ist? Dann breche ich das Ehegelübte."

Leider ist der gute Mann keine Hilfe. Nö, es gäbe schon eindeutige Zeichen dafür, dass Chris tot sei und falls nicht würde der Allmächtige schon dafür sorgen, dass er vor der Hochzeit zurückkehre. Solange Marthe also nicht aus Wollust heirate (!), hätte sie nichts zu befürchten.

Verdammte Hacke, die letzte Hoffnung perdu. Marthe wankt hinaus, um sich bei Susanne auszuheulen.

Am Tag vor der Hochzeit trifft dann Dietrich auf der Burg ein, um die Schwertleite seines Sohnes zu feiern, bevor er nach Italien muss. Eigentlich ist Konrad noch zu jung, aber er soll als Mann die Ländereien seines Vaters führen, und deswegen wird seine Weihe vorgezogen.

Die Nacht vor der Hochzeit verbringt Marthe dann auf Knien in der Kirche, um Chris' Rückkehr betend. Aber nix. Gegen Morgen kommt dann die Kammerfrau und weist die glückliche Braut darauf hin, dass sie nun für die Hochzeit angekleidet werden soll.

Marthe wird aufgetüddel, Ekki küsst ihr die Hand und dann werden die beiden verheiratet. Froide, Konfetti, Hussa.
Danach gibt es ein Festmahl. Otto toastet auf das Brautpaar an und wünscht ihnen viele Kinder. Marthe jedoch hat beschlossen, von Ekki keine Kinder zu bekommen, jawohl. Sagt sie natürlich nicht, das könnte die Stimmung verderben schließlich.
Randolf gratuliert auf eigene Weise.

„Was für ein Glück für dich, meine Liebe. Endlich kriegst du einen richtigen Mann zwischen die Schenkel", raunte er ihr zu, als Ekkehart abgelenkt war[.]


Dann kommt es noch zu einem kleinen Handgemenge, weil Randy sie betatscht und ihr droht, heute Abend würde sie schon sehen, was er mit ihr tun würde. Marthe ist verwirrt: weiß Ekki von Randys Plänen? Hat ihr liebreizender Ehemann sie getäuscht?

Die Feier geht weiter, Tanzbär, Essen, Trinken, dann fühlt sich Ekki bereit und bittet den Pater, nun das Brautlager zu segnen. Dann werden alle rausgeschickt, Ekki zieht sich aus, Marthe wird entkleidet, dann setzt sie sich zu ihm ins Bett und hofft immer noch, dass sie gleich aufwachen wird. Dann dürfen die Zuschauer wieder kurz reingucken, die Brautleute werden nochmal besprenkelt und dann geht die gaffende Menge wieder, damit die nun Vermählten tun können, was man halt so tut in der Hochzeitsnacht.

Die ganze gaffende Menge? Nein, Randy, Giselbert und Elmar machen es sich gradezu bequem und denken gar nicht daran, das Zimmer zu verlassen. Richenza wollte auch bleiben, aber Randy schickt sie hinaus. Trotzdem ist sie zufrieden, denn dieser Plan ist ebenfalls auf ihrem Mist gewachsen und ihre Rache an Ekki, weil der sie zurückgewiesen hat.

Außerdem war ihr aufgefallen, dass Hedwig und ihr Schwager Dietrich einen ziemlich ungewöhnlichen Blick gewechselt hatten. Dieses Geheimnis wollte sie nun aufdecken.

Marthe würde am liebsten aufspringen und wegrennen, aber auch Ekki scheint mit der Anwesenheit seiner „Freunde" nicht ganz zufrieden zu sein.

Er räusperte sich und versuchte einen krampfhaften Scherz. „Ihr müsst nicht warten, meine Freunde. Wie ihr seht" – dabei wies er auf die Ausbeulung unter der Decke – „wird es bestimmt länger dauern, bis ich mit meiner schönen Braut meine Pflicht erfüllt habe."

Randy lehnt lässig ab. Ekki brauche schließlich Zeugen für den Vollzug der Ehe, ne?
Ekki versucht es weiterhin im Guten, besonders als ihm schwant, was seine Kumpels vorhaben. Allein, sie wollen nicht gehen. Die Fronten verhärten sich. (Pun nicht intended. ... und wenn, dann höchstens unterbewusst.)

„Als ob ich es nicht geahnt hätte! Die Hexe hat Dich tatsächlich um den Finger gewickelt. Aber deshalb sind wir hier, dafür hat man schließlich Freunde. Wir werden den Vollzug der Ehe bezeugen. Es ist nur zu deinem eigenen Vorteil."
[...]
„Und dann sind wir dran", verkündete Elmar. „Haben wir sie nicht auch immer mit Dir geteilt?"

Ekki steigt sein Blut vor Wut in den Kopf, was nicht so günstig ist, wenn man grade den Vollzug einer Ehe vollziehen soll. So unangezogen kämpft es sich auch nicht so dolle und sein Dolch liegt unter seinen ganzen eilig von Leib gerissenen Klamotten.

„Ihr werdet sie nicht bekommen", erklärte er den anderen fest.
[...]
Randolf stand auf, löste seinen Schwertgurt und ließ ihn fallen. „Los, bespring sie endlich, oder ich tu es an deiner Stelle!"


Findet Randy nicht immer die richtigen Worte?

Montag, 4. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXIX – Randolfs Rache

Randolf schäumte vor Wut, als ihm seine Wachen am Morgen nach Johannas Verschwinden meldeten, dass ihr Suche im Dorf ergebnislos geblieben war.

Er schäumt also herum, besonders, als herauskommt, dass Kuno ebenfalls nicht zu finden ist.

„[...] Weshalb bringt ihr dann nicht den anderen, damit ich stattdessen den totprügle?"
„Reiß dich zusammen", zischte ihm Richenza ins Ohr. „Noch ist es nicht so weit, dass du jemanden von Christians Leuten einfach so totschlagen kannst. Das würde dir der Markgraf nicht durchgehen lassen."

Hört Randy jetzt nicht so gern und unwillig reißt er sich los. Nachdem er die Wachen losgeschickt hat, um den jungen Schmied zu holen, meckert er Richenza an, sie solle endlich aufhören, sich in seine Angelegenheiten zu mischen. Die, nicht auf den Mund gefallen, schnippt zurück, dass er bislang doch immer recht gut damit gefahren sei und er überhaupt nur so wütend sei, weil ihm diese blonde Unschuld durch die Lappen gegangen sei.

„[...] Hast es wohl nicht geschafft, sie zu besteigen?"

Darauf kommt Randy nicht drumherum, sein Radieschen ein wenig zu züchtigen, weil, so geht's ja nicht, ne?
Richenza giftet noch, dass er mal bloß aufpassen solle, weil er sich nämlich in seiner Einfalt noch um Kopf und Kragen bringen würde, aber Randy ist da recht unbesorgt. Er habe schon viel zu lange seinen *beep* eingezogen, jetzt käme der Tag der Rache.

Karl kommt an und Randy wirft ihm vor, eines seiner Pferde falsch beschlagen zu haben. Nun sei es unbrauchbar und müsse von Karl ersetzt werden.
Natürlich weiß jeder im Raum, dass das erstunken und erlogen ist, aber noch bevor Karl was sagen kann, wird er auch schon von drei Wachen verprügelt und dann in den Kerker geschleppt. Randy kommt dann auch bald nach, zieht die Peitsche und fragt Karl danach aus, wo seine Schwester sei. Der spielt den Dummen und meint, Marie wäre seit Wochen mit Marthe in Meißen.

Eine Faust im Gesicht später knört Karl hinter zusammengebissenen Zähnen hervor, dass er nicht wisse, wo Johanna sei. Randy lässt ihn ausziehen (honi soit qui ...) und peitscht ihn dann aus. Karl hält aber dicht, was wahrscheinlich daran liegt, dass er wirklich nicht weiß, wo Johanna ist.

Wobei das nun wirklich nicht soooo schwer zu erraten wäre, oder? Auf der Welt existieren schließlich nur Christiansdorf und Meißen, ausdiemaus. In Christiansdorf ist Joe nicht, also wo wird sie nun sein?

Duh. Einmal mit Profis.

Karls Frau Agnes (wir erinnern uns, der Marthe-Klon, der neulich das Kind gebar, während Pater Sebbi auf dem Dach herumlungerte und den Schornstein runterlurte) rennt nach einem Vormittag zu Emma und fragt die um Rat, was sie denn tun könne, zur Burg gehen oder was?
Nee, meint Emma, bloß nicht. Das würde nichts bringen. Beide gehen zu Jonas' Schmiede. Der hat schon Peter ausgeschickt, um Erkundigungen einzuziehen.

Peter ist schon so 'ne Allzweckwaffe, oder? Sobald es für den Plot wichtig ist, dass man irgendwas in Erfahrung bringt, wird einfach 's Peterle losgeschickt und liefert zuverlässig sämtliche Informationen, und das schon seit wenn nicht noch länger, ohne dass irgendwer von der Gegenseite auch nur die geringste Ahnung hat.
Wie praktisch.

Wie aufs Stichwort kommt Peter angewetzt und proklamiert, Karl solle ein Pferd verdorben haben und sitze deswegen im Kerker. Randy sei auch schon den ganzen Vormittag bei ihm. Gleichzeitig sieht Agnes, wie Randolf mit zehn Männern auf ihre Hütte zugehen, wo immer noch Agnes' Kind schläft. Warum sie den Säugling nicht mitgenommen hat verstehe ich auch nicht. Angelina Jolie schleppt ihre Kinners auch ständig mit sich herum und würde wahrscheinlich sogar Brad Pitt herumtragen, wenn der das nicht unmännlich fände.

Aber gut. Agnes stürzt also, trotz Warnungen, zurück zur Hütte, weil, „Mein Kind, OMG!" und so.
Jonas organisiert, dass schnell Dorfschulze (ja, als ob der feige Hund was reißen wird), Bergmeister, Bärtram und Chris' Kaplan kommen, und rennt dann Agnes hinterher, um das Schlimmste zu verhindern.

Agnes rennt also hin, Randy holt wieder die alte Geschichte von wegen Bla Pferd bla falsch beschlagen bla fünf Mark Silber als Schadenersatz heraus, Agnes gibt ihm, was sie hat, ist natürlich nicht genug, also lässt Randy sie auf den Tisch werfen, damit sie das Geld als Hure zuerst bei ihm und dann seinen Männern abarbeitet.

Wenn es halt nicht immer auf dasselbe hinauslaufen würde, heidenei aber auch!

Jonas kommt grade noch rechtzeitig, weiß aber, dass er allein die Männer nicht ewig aufhalten kann und hofft, dass der Rest schnell eintreffen wird. Was er nicht tut, also muss Jonas aufgeben und er und Agnes werden Richtung Burg geschleppt.

Der Dorfschulze weigert sich rundweg, überhaupt mitzukommen, während Chris' Kaplan mutig ein Holzkreuz nimmt und sich auf den Weg macht. Der Bergmeister kommt auch und grade noch rechtzeitig tritt er Randolf in den Weg, bevor der, seine Leute und die Gefangenen die Burg erreichen und verlangt zu wissen, was hier vorgehe.

Randy versucht, ihn auf den nächsten Tag zu vertrösten, aber Hermann bleibt unerbittlich.

„Ich glaube nicht, dass die Angelegenheit so lange warten kann", sagte Hermann fest.

Randy droht dann, ihn und seine Begleitung von seinen Leuten aus dem Weg räumen zu lassen.

Bertram zögerte keinen Augenblick, [auch sein Schwert zu ziehen], und auch Hermann legte die Hand den den Griff des langen Dolches, den er am Gürtel trug.
Das irritierte Randolf; damit hatte er nicht gerechnet. Das Bürschchen stellte keine Gefahr dar, aber er konnte unmöglich in aller Öffentlichkeit mit Waffen gegen den Bergmeister und einen Mann Gottes vorgehen.

Joah, das würde selbst der beste PR-Berater nicht mehr ausbügeln können fürchte ich.

Also lässt er zu, dass Bergmeister und Gefolge ihm auf die Burg folgen.

Bergmeister: Also, wat is nun? Was wird dem Kerl vorgeworfen?
Randy: Haja. Pferd kaputt. :leier:
Pater Hilbert: Ich sehe kein Pferd. Seid ihr bereit, aufs Kreuz zu schwören, dass es stimmt?
Randy: *tob* *brüll*
Radieschen: guckt Randy verächtlich an.
Bergmeister: 'sch müsste dem Markgraden mitteilen, dass die Förderung seines kostbaren Silbers stockt, weil ihr den Schmied eingelocht habt, der das Gezähe in Ordnung hält, ne? Just saying.
Randy: RRROOOOAAARRR!

In diese entspannte Atmosphäre des Gedankenaustauschs platzen dann Kuno und Lukas.

Lukas: Hey, hömma, lass die Schmiede frei!
Randy: Bah! Träum weiter!
Lukas: Der Markgraf weiß übrigens, wo ich bin, trallala.
Randy: Na und? Ihr habt hier nichts mehr zu sagen, ich bin jetzt hier der Obermotz! Verpiss Dich!
Lukas: Na, dann gebe ich dem Otto eben Bescheid, dass Du die Silberförderung sabotierst. Außerdem stehen draußen etliche Bergleute mit echt schlechter Laune, die lassen sich nicht mehr lange zurückhalten.
Randy: Aufruhr!
Lukas: Na, no ned ganz. Außerdem könnte ich dem Markgrafen stecken, was Du mit Chris' Mündel vorhattest, ne? Hm? Na?
Richenza: guckt Randy verächtlich an.
Randy: Mistverdammter!

Tja, muss er mit mürrischer Miene die Freilassung der Gefangenen befehlen. Der Mob vor der Tür wird beruhigt und heimgeschickt, die Verletzten versorgt und in Sicherheit gebracht.

Später, in Chris' Haus, werden Vorsichtsmaßnahmen geplant. Geheime Verstecke, Nachrichtenketten, Späher und dergleichen. Dann klemmt sich Lukas noch schnell Till unter den Arm, weil der sich in Eisenach und der Wartburg auskennt, und dann reiten die beiden auch schon wieder ab.

Die Dorfbewohner verkriechen sich in ihren Häusern, so dass von nun an eher die eigenen Leute Randys schlechte Laune abbekommen.

Wenn [...] Pater Sebastian beim Gottesdienst von den Dofbewohnern Gehorsam und Demut gegenüber denen forderte, die Gott über sie gestellt hatte, macht sich so mancher seine eigenen Gedanken und betete stumm, dass Christian bald wiederkäme.


Na. Wir arbeiten daran.

Freitag, 1. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXVIII – Gnadenfrist

Zurück zu Marthe. Die hat nun doch Hedwig solange belätschert, bis die jemanden nach Eisenach geschickt hat, um nach Chris zu suchen. Ich hoffe jetzt mal nicht, dass Hedwig dafür die gleichen Sonderdienste verlangt wie Ulrich. Nur halt von Chris, wenn der gefunden wird, denn sie hat ja eine Schwäche für ihn. Nur, was würde Dietrich dazu sagen?

Feinster Stoff für eine Seifenoper stelle ich grade fest, huiuiui.

Aus lauter Ironie ist es ausgerechnet Ulrich, den die Markgräfin schickt. Das Schicksal mag eine Bitch sein, aber manchmal hat sie Humor.

Noch am gleichen Tag kommt ein verschwitzter Bote mit der Nachricht an, dass Arnulfs und Reimunds Truppen den Angreifern den Silberschatz wieder abjagen konnten. Dieses Mal gab es auf Ottos Seite nur geringe Verluste, während die fiesen Schurken bis auf den letzten Mann niedergemetzelt wurden.

Otto lässt eine Dankesmesse lesen. Der Mann denkt halt an alles.

Leider wohl keine Spur von Chris. Lizzie und Reimund wollen gleich nach Hause und Marthe gibt ihnen schnell noch ihre Kinder mit. Die würden hier nur von Tod und Verderben hören und das sei schlecht für sie. Jaja. Klar. Noch ein paarmal die Kinder so abgeschoben und Katja Saalfrank steht bei Marthe und Chris vor der Tür.

Eine Woche später, Marthe fummelt grade an Lukas' Verband herum, kommt der Haushofmeister vorbei. Der Markotto würde Marthe gerne sehen, unverzüglich! Marthe macht sich auf den Weg und wer steht da neben Ottoschmotto? Unser Ekki mit dem perfiden Plan. Seid ihr nochmal darauf vorbereitet, überrascht zu tun?

Also.

„Dieser verdienstvolle Ritter und bewährte Kämpfer", begann der Markgraf und wies mit dem Kinn auf Ekkehart, „hat mich um Eure Hand gebeten. Wir sollten nicht zu lange warten, Euch wieder zu verheiraten. Deshalb habe ich beschlossen, seinem Wunsch zu entsprechen. Eine überaus gute Verbindung für Euch. Und für mich die Gewähr, dass von nun an endlich Ruhe und Frieden in Christiansdorf herrschen."

Ta-Dah!

Marthe versucht sich diesem bestechend logischen und vernümpftigen(sic) Vorschlag mit der lahmen Ausrede, sie sei doch irgendwie schon verheiratet, zu entziehen. Daraufhin zeigt ihr Otto ein Schrumpfherz in einer Schachtel und meint, das sei Chris' Herz und es täte ihm ja so leid. Also könne sie jetzt heiraten oder was?

Ist denn kein Kardiologe unter den Zuschauern?

Marthe meint, dass das ja von jedem X-Beliebigen das Herz sein könnte, pfht! Ottos Gesichtzüge entgleisen und nur mühsam beherrscht er sich. Trauernde Witwe und so, da muss man sich ja zusammenreißen. Aber das sei Chris' Herz, BASTA!

„So lasst mir wenigstens ein Trauerjahr, wie es sich geziemt, um seinen Tod zu beklagen!", flehte Marthe. Sie glaubte Otto kein Wort, aber sie musste Zeit gewinnen.


NaTÜRlich geht das nicht. Christiansdorf müsse schnell von starker Männerhand regiert werden, da kann man auf Trauer oder sowas keine Rücksicht nehmen. Sie werde gefälligst Ekki oder zumindest irgendwen heiraten und nicht ein Jahr lang sinnlos herumtrauern.

Kurze Zwischenfrage an die Mittelalterkundigen: Darf Otto Marthe, die ja immerhin schon länger edelfrei ist, einfach so gegen ihren Willen verheiraten?

„Ihr habt eine Woche [um zu trauern], dann wird Euch der edle Ekkehart als seine Gemahlin heimführen", beschied Otto knapp und bedeutete ihr, dass sie gehen durfte.

Ekkes Edelkirsch. Ogott, kennt das noch jemand?

Die Lage ist verzwickt, da springt Lukas plötzlich vor den Markgrafen und hält ebenfalls um Marthes Hand an.

„Mein Fürst, wenn Ihr die Dame Marthe unbedingt verheiraten wollt, so bitte ich Euch, gebt mir ihre Hand. Es war Christians Wunsch, dass ich mich ihrer annehme, sollte ihm etwas zustoßen."
Marthe starrte erst auf Lukas, dann auf Ekkehart.

Ich kann es mir gradezu bildlich vorstellen. Jetzt müsste nur noch Ulrich vortreten, um eine Scheidung von Ottos fünfjähriger Tochter ersuchen und ebenfalls um Marthe anhalten.



Otto ist peinlich berührt, denn nu hatte er Ekki schon zugesagt. Aber wenn das Chris' Wunsch war, ne, dann ist das schon ... also, er bräuche Bedenkzeit bis morgen. Und jetzt alle raus!

Draußen keift Marthe Lukas erst einmal an. Was ihm überhaupt einfiele und überhaupt und sie hat ihn für einen Freund gehalten, feiner Freund, boah, also wirklich!
Lukas verteidigt sich. Er werde Marthe natürlich nicht anrühren, neinnein. Das sei nur ein Trick, um ihr Zeit zu verschaffen. Wenn Chris dann zurück sei, könne Marthe die neue Ehe, da nie vollzogen, jederzeit wieder rückgängig machen.
Marthe schluchzt, dass sie momentan eben sehr unter Stress stehe, tschuldigung, wähwähwäh. Lukas würde sie gerne trösten, da fällt sein Blick auf ein bekanntes Gesicht. Kuno! Was kann der denn nur wollen? :wunder:

Johanna in Sicherheit bringen wahrscheinlich, nichtwahr? Bleibt ja nicht viel übrig: in Christiansdorf kann sie nicht bleiben und im Zisterzienserkloster in der Nachbarschaft sind Frauen nicht erlaubt.

Dann gibt es einen kurzen Rückblick auf Johannas Befreiung und wie sie nach Meißen gebracht wurde.

Man tauscht die Neuigkeiten aus. Marthe ist froh, dass Johanna ungeschoren davonkam und will mit Lukas und Kuno zu ihr. Am Tor wird sie jedoch von der Wache zurückgehalten. Ekki hätte angeordnet, dass Marthe auf dem Burgberg zu bleiben hätte. Nadoll.
Aber erst einmal muss Johanna sicher untergebracht werden. Marthe geht zu ihrem Busenfreund, dem Küchenmeister, und bringt den dazu, dass er Johanna als Magd aufnimmt. So wird's dann auch gemacht.

Später am Abend sitzen Marthe und Lukas zusammen und besprechen sich.

„Wenn Randolf das wagt, dann weiß er etwas über Christian. Er muss sich sicher sein, dass er nicht zurückkommt", sprach Marthe schließlich das aus, was sie beide dachten.

Aber Marthe, dank des zweiten Gesichts, ist sich sicher, dass Chris noch lebt. Lukas beschließt, zum Landgrafen zu reiten und sich umzusehen. Außerdem sei ziemlich klar, dass Otto Marthe Ekkehart zusprechen wird, meint Lukas bekümmert. Ja, meint Marthe, dann werde sie Ekki halt heiraten, aber nur unter der Bedingung, dass er die Leute des Dorfes gegen Randy schütze. Das hätte Chris auch so gewollt.

Sie gehen zu Otto, um ihm das mitzuteilen. Marthe sei einverstanden, Ekki zu heiraten, wenn Otto dafür Lukas zwei Monate Zeit gäbe, nach Chris zu suchen.
Otto gewährt 40 Tage Aufschub, letztes Wort.

Dann erwähnt Marthe gegenüber Ekki noch ihre zweite Forderung.

„Wenn Ihr mir schwört, die Leute in meinem Dorf gegen jegliche" – sie betonte dieses Wort besonders und sah Ekkehart dabei fordernd in die Augen – „gegen jegliche Willkür zhu schützen, verspreche ich nach Ablauf der Frist eure Gemahlin zu werden. Ohne Ausflüchte."


Ekki ist sofort einverstanden.

[I]n vierzig Tagen würde Marthe unweigerlich ihm gehören. Denn dass Christian nie wieder zurückkam, dafür war gesorgt.

 

Mittwoch, 29. April 2009

Die 2. Hebamme XXVII – Johanna

Haben wir es nicht gesagt? Wir haben es gesagt! Aber wollte man auf uns hören? Nein, wollte man nicht. Also. Selbst Schuld.

Den Christiansdorfern sollten die nun folgenden Tage für immer in Erinnerung bleiben: Tage, an denen Randolf wie ein entfesselter, gewalttätiger Orkan durch ihr Dorf fegte.
Johanna war die Erste, die seine beginnende blutige Regentschaft zu spüren bekam.

Gut, wir haben uns ja vorgenommen keine Spielverderber und deswegen sehr überrascht und erstaunt zu sein.

Also.



Sie wird von einem Knecht zu Randolf befohlen, und obwohl sie Randolf gut genug kennt und auch immer merkt, dass Marthe Angst vor ihm hat, geht sie zu ihm. Denn einem Befehl des Burgvogtes darf man sich nicht verweigern, ne?

So, und jetzt tun wir alle so, als würde uns das nicht uuuuunglaublich bekannt vorkommen. Nein, das haben wir noch nie erlebt. Bei Marthe beispielsweise.

Fiderallala, und der Mond ist aus Käse.

Gut, jetzt sind wir in der passenden geistigen Verfassung. Weiter also. Johanna(13) wird zu Randy gebracht, der grade mit Radieschen irgendwo herumsitzt. Die beruhigt sie (nicht wirklich) mit ihrer Ankündigung, dass man sich in Christians Abwesenheit um sie kümmern würde, das sei schließlich der Wunsch des Markgrafen.

Es wären nämlich Klagen erhoben worden, jaha. Pater Sebbi hätte sich beispielsweise beschwert, dass sie nicht spinne und webe, die Gute, sondern herumliefe und Leute heile. Also werde sie damit aufhören, und weil das ihren Ruf nicht wiederherstellen könnte, würde Randy sie in seinen Haushalt aufnehmen, als ihr Vormund.

Oivey.

Johanna sah, wie er sich an ihrem Entsetzen weidete. Allein und ständig von Randolf und seinen Leuten umgeben, würde es nicht lange dauern, bis die Männer [...] über sie herfallen würden. Und niemand war in der Nähe, den sie um Hilfe bitten könnte.

Aber das ist noch nicht alles! Bös-Randolf ist zurück und er ist fieser und mieser als je zuvor.

„Um ganz sicherzugehen, dass jeder Makel von dir genommen wird, will ich sogar noch etwas tun", verkündete Randolf.
[...]
„Ich werde dich einem meiner Getreuen zur Frau geben."

Bei Johanna mag, wenig verwunderlich, keine so rechte Freude aufkommen. Erst recht als sie ihren Zukünftigen sieht. Randy hat einen wahren Ochsen von einfachem Gemüt ausgesucht, neben dem der Glöckner von Notre Dame noch aussehen würde wie Germanys Next Topfmodell. Zähne hat er auch keine mehr und mit den Augen zieht er Johanna auch gleich aus. A match made in heaven, eh?

Johanna wird dann noch ein bisschen hin- und hergeschubbst, dann wird sie in eine winzige Kammer eingesperrt, wo sie erst mal ein wenig nachdenkt.

Christian musste tot sein, sonst hätte sich Randolf nicht so verhalten.

Ach, der war jetzt schon zweimal vermutlich tot, Marthe auch schon, die derappeln sich schon wieder. *tröst*

Schon bald bekommt Joe lieben Besuch: Randolf guckt mal vorbei, ob es seinem kleinen Mündel auch an nichts fehlt. Dazu rückt er ihr etwas auf die Pelle, denn er muss ja genau gucken, nicht wahr?

Weswegen sie auch ihr Kleid ausziehen muss. So viel Klamotte steht der gründlichen Untersuchung im Weg.

Viel Wahl hat sie nicht, also zieht sie sich aus. Das versetzt Randy in einen durchaus hohen Emotionszustand. Doch wir werden alle nicht jünger und noch bevor er ihr seine Briefmarkensammlung zeigen kann ... *hoppla*, Fehlstart. Na, das ging wohl in die Hose. Im wahrsten Sinne des ... ja.



Dumm gelaufen. Die Zeit sich wieder zu sammeln hat er auch nicht, weil er weiß, dass ihm Richenza dann eine Szene machen wird.

Lästiges Weibsbild! Wie lange sollte er sich eigentlich noch in seinem eigenen Haus von ihr befehlen lassen?


Also plant er, sich später, wenn Richenza schläft, wieder hinunterzuschleichen. Solange solle Johanna gefälligst unbekleidet auf ihn warten, kthxbai.

Macht sie nicht. Kaum ist er weg zieht sie sich wieder an und kauert sich mit ihrem Eßmesser neben die Tür.

Da guck. Das Mädel hat zumindest mehr Schneid als Jammer-Marthe. *anerkennend nick*

Rückblende.
Als Johanna geholt wurde, ist Mechthild (wersn das gleich wieder?) gleich zu Kuno und Bärtram gerannt. Die sind entsetzt und sinnen auf Rettung, und das auf eine bis jetzt (immerhin einundzweidrittel Bücher) ungewohnt raffinierte Weise. Zuerst wird auspioniert, wo Johanna untergebracht ist und was Randy mit ihr vorhat. Zu diesem Behufe verkleidet sich Diebspeter als Küchenmagd und infiltiriert das Gelände des Feindes. Dort findet er heraus, was so abgeht, und rennt gleich zu Kuntram, um ihnen zu berichten. Kuno, Johannas Herzblatt, ist von der Nachricht, dass sie einen hässlichen Glatzkopf heiraten soll, empört.

Man verkleidet sich also selbst. Kuno jetzt als altes Weib mit einer Kiepe auf dem Rücken. Er lässt sich eine Gans in die Kiepe stecken und macht sich auf den Weg in den Burghof. Am Tor wollen ihn die Wachen wegschicken, doch er überzeugt sie davon, dass Radieschen die Gans bestellt hat und er sie nur abliefern soll. Dummerweise ist eine der Wachen sein älterer Stiefbruder Martin. Huppla. Aber wer so dum ist, sich Randy anzuschließen, der erkennt wahrscheinlich nicht mal mehr seinen eigenen ... lassenwirdas.

„Dann troll dich, ab in die Küche."
„Danke, Söhnchen, danke", lispelte Kuno. „Gott wird es Dir lohnen." Mit Ausschlag und Pestilenz, dachte er grimmig.

Teeehehehehehe.

Kuno wird also reingelassen.

Dann passiert erst mal nichts.

Einige Zeit später gibt es auf einmal Radau im Hof. Ein Küchenjunge jagt der Alten hinterher, die über den Hof schlurft und hinfällt, während die Gans (Köchin Mechthild hat extra eine besonders bösartige ausgesucht) aus der Kiepe entkommt und alles anfällt, was ihr vor den Schnabel kommt.

„Fang die Gans, fang die Gans!", rief [Martin] der Küchenjunge zu, dessen Gesicht und Bundhaube mit Mehl bestäubt waren, und rannte selbst weiter lauthals schimpfend der Alten nach, die ihrerseits keifend und humpelnd davonlief.

Aaaaahaaaa. Wir bemerken: einer rein, zwei raus. Raffiniert!

Martin rief seine Kumpane heran und versuchte, die aufgebrachte Gans zu fangen. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie das zeternde Tier endlich erwischt hatten. Dabei entging ihnen völlig, dass weder der Küchenjunge noch die Alte wieder auftauchten.

Diese Rettungsaktion amüsiert mich deutlich mehr, als sie eigentlich sollte. Teeehehehehehe. :-D

Randy hat sich geistig den ganzen Abend über in Hochform gebracht und war dann irgendwann auch wieder einsatzbereit.

Bald war sein *beep* so *beep*, dass ihm gleichgültig wurde, was Richenza dazu sagen würde, wenn sie Wind davon bekäme.
Er war der Herr im Hause! Und er musste diese Kleine haben, jetzt sofort.

Man kann sich seine Enttäuschung vorstellen, als sich die – immer noch von außen verriegelte Kammer – als leer erweist. Wie Marthe ist Johanna (Naaachmacherin!) aus einem verschlossenen Raum entkommen. Randy(Adj.) Randy rennt zum Hauptmann der Wache und lässt nach Johanna suchen, doch vergeblich. Die gute Joe ist spurlos verschwunden.

Randy ist wütend und verwarnt deswegen eine beliebige Magd, die ihm in der Küche über den Weg läuft.

Nett.