Dienstag, 21. Juli 2009

Brom Special

Weil Jeremy Irons regelt.

Weil er als Brom so schön sarkastet.

Weil er Eragon sowas von pwned.

Weil einfach.



„Versuch wenigstens, dich nicht selbst zu verletzen."








Das schönere Pferd hat er außerdem.



Hachja.























Montag, 20. Juli 2009

Eragon XXI – Magie – die einfachste Sache der Welt

Am nächsten Tag reiten Brom und Eragon weiter und unterhalten sich, wie man das eben so tut, über zurückliegende Ereignisse. Warum die beiden Urkels beispielsweise so alleine im Dorf herumlungerten. Brom vermutet, dass die beiden desertiert sind, um das Kaff zu plündern und ist immer noch beunruhigt darüber, dass sich die restlichen Urkels zu so einer großen Gruppe zusammengeschlossen haben.

Nachdem das mit dem Proviant nicht so geklappt hat wie beabsichtigt, beschließt unser Grüppchen, dass Saphira eine Weile für alle jagen solle. Dann erzählt Brom noch, dass alle Drachenreiter magisch begabt waren, das allerdings geheim hielten. Dass Eragorn so früh seine Magie entdeckt hat sei ziemlich ärgerlich, weil ja alle Drachenreiter jaaahrelang streng ausgebildet wurden, bevor sie auch nur magisch mal ihr Frühstücksei köpfen durften.

Achwatt, Eragorn ist einfach viel begabter als alle anderen vor ihm. :fuchtel:

Brom beschließt dann auch, dass man eben aus der Situation das Beste machen muss und er der Hoffnung der Menschheit, die neben ihm reitet, einfach so viel wie möglich beibringen wird.

Es folgt ein wenig Magietheorie.

Also.

Alles hängt von der alten Sprache ab. Die katalysiert und bewirkt alles. Und während man die alte Sprache spricht, kann man auch nicht lügen, jawohl. Und persönliche Namen zu kennen verleiht Macht. Besonders, wenn man den wahren Namen einer Person kennt, erlangt man Macht über sie.

Hm, ich könnte mal wieder Pinis Elfenwelt lesen.

Elfen kennen ihren Namen übrigens instinktiv, Menschen müssen ihn suchen („Wo war denn Deiner?" – „Unter dem Sofakissen.") oder einen Elfen finden, der ihn ihnen verrät.

Dann soll Eragon einen kleinen Kiesel magisch in die Luft erheben und so lange oben halten, wie's geht. Zuerst klappt es nicht, dann erspürt er eine unbekannte Kraft in sich, blabla, dann klappt's kurz, holdudilöh. Währenddessen glüht das Drachenreiterzeichen auf Eragons Hand hell auf und Brom beschließt, dass der Junge jetzt doch mal Handschuhe bräuchte. So ein leuchtender Gateway auf den Pfoten ist eindeutig zu auffällt.

Die Tage vergehen. Eragon lernt Wörter der alten Sprache, übt Magie und kämpft am Abend mit Holzschwertern gegen Brom. Wie das zu erwarten ist (Jeremy ist schließlich ein ausgezeichneter Lehrer, ne? :herzchen:) wird unser junger Held dann auch schnell besser in allem, was er so tut.

Oh, und auch Saphira ist nicht untätig. Sie wächst.

So reitet man weiter, immer auf den Spuren der Ra'zac. Mei, die müssen ja echt maximalinvasiv durch die Gegend trampeln.

Irgendwann geht der Gegend dann die unbewohnte Steppe aus und sie nähern sich Daret, dem nächsten Dorf nach Yazuac. In der Nacht hat Eragorn einen verstörenden Traum, in dem sich Onkel Garrow und Roran in die Ra'zac verwandeln und über ihn herfallen, was seine Laune nicht grade hebt.

Alles wird gut, mein Kleiner, sagte Saphira zärtlich.

Na, dann bin ich ja beruhigt.

Freitag, 17. Juli 2009

Eragon XX – Warnungen

Schon bald hat Eragorn seine Kräfte wieder gesammelt, zumindest genug, um wackelknie-ig an den toten Urkels vorbei auf die Straße zu taumeln. Dort muss er erst einmal Schneefeuer (dieser Name! Dieser Name! Als hätte ihn eine pubertierende 13jährige ausgesucht!) beruhigen, der mit dem ohnmächtigen Brom im Sattel aufgeregt herumtänzelt.

Eragon nahm im Geist Kontakt auf und besänftigte das Pferd.


Ich finde es ja bemerkenswert, dass der olle Brom (Jeremy! :herzchen:) selbst ohnmächtig noch im Sattel herumhängt. Ich hatte zu meinen Reiterzeiten keine Probleme damit, selbst bei vollem Bewußtsein vom Pferd zu plumpsen.

Ergonom zieht Brom vom Pferd. Der hat nur eine Schnittwunde am Arm und scheint ansonsten unverletzt, was die Frage aufwirft, warum er dann bewußtlos ist. Hm. Der plötzliche Schreck? Narkolepsie? Was auch immer es ist, die Wunde muss verbunden werden, bevor Brom zu viel Blut verliert.

Kaum ward dies beschlossen, als auch schon Saphira eintrifft. Ein Drache, junger Held, kommt nie zu spät, oder wie war das? Nun ist sie zu spät und wedelt erst einmal so unbeherrscht mit ihrem Schwanz herum, dass sie Egogorn fast damit erschlägt.

Meine Herren, mit solchen Freunden braucht man echt keine Feinde. Der eine schneidet sich an Papier und fällt gleich in Ohnmacht („Ahh, ich kann kein Blut sehen!" *umkipp*), die andere ist beim eigentlichen Kampf nicht da und schlägt dann erst mal aus Frust ihre Verbündeten KO. Heieieieieieieieiei. Pratchettesk gradezu – „Wir sind umherziehende Idioten."

Aber nu, Brom muss immer noch verbunden werden. Eragroan wickelt ihm ein Stück Stoff um den Arm, während er Saphira berichtet, wie er die Urkels umgenietet hat.

Saphira sagte mit feierlicher Stimme: Du bist gewachsen.

Klar, pro Urkel mindestens einen Centimeter.

Den immer noch ohnmächtigen Brom schnallen sie auf Saphira und dann macht sich unser Grüppchen umherziehender Nulpen (Entschuldigung, Jeremy) wieder schnellstens auf den Weg. Brom wacht dabei tatsächlich mal wieder auf und denkt gleich, dass Saphira den Tag gerettet hat.

Eragon schüttelte den Kopf. „Das erkläre ich Dir später."


Man entfernt sich nun zügigen Schrittes respektive Flügelschlages vom Dorf. Eragon macht sich Gedanken darüber, wo nur die gewaltige Herde Urkels abgeblieben sein mag, die vor nicht allzu langer Zeit im Dorf gewütet haben muss.
Dann schiebt sich die Erkenntnis in den Vordergrund, dass er, der einfache Bauernjunge aus dem Tal, dass er MAGIE gewirkt hat! Boah!

'Irgendwie ist aus mir ein Zauberer oder Magier geworden.'


Tapferer Jäger im Buckel, Steinhüter, Drachenreiter, Telepath, Zauberer oder Magier ... das ist mal eine Karriere, was?

Am Abend treffen sich unsere Abenteurer auf einer Lichtung und schlagen ihr Lager auf. Brom wird frisch verbunden, ne, Hygiene ist schließlich wichtig bei der Wundheilung, und dann wird gegessen. Ich vermisse das obligate „Legen wir doch diese und jene Kräuter auf die Wunde, dann heilt sie besser.", aber das ist wohl so eine typisch weibliche Angelegenheit und passt nicht in diese kernige Männerrunde*.

Nach dem Abendessen erzählt Eragorn, was so passiert ist. Brom zeigt sich interessiert.

B: Das ist interessant. Hast Du diese Kraft schon mal verspürt.
E: Nö.
B: Interessant. Danke, ne? Fürs Lebenretten. Aber leichtsinnig war das auch, Du hättest das Dorf kaputt machen können!
E: Ist ja jetzt nicht so, als hätte das noch jemanden gestört, ne? *flunsch* Außerdem hatte ich keine andere Wahl.
B: Du hattest doch keine Ahnung, was Du da gemacht hast!
E: Ja wie denn, wenn alle nur mit verschwommenen Andeutungen um sich werfen und mir nie was erklären?!
B: Hm. Dasn Argument.
E: Sagichdoch! Und jetzt rück mal raus mit Deinem Wissen über Magie!
B: Das ist ein weites Feld.
E: Dann fang mal an.
B: In der Magie gibt es Regeln und alles dreht sich um Worte. Hast Du was gesagt, als Du die Urkels in die Luft sprengtest?
E: Brisingr.
B: Aha! Das ist das uralte Wort für Feuer.

Hätten wir jetzt nie vermutet.

Es geht dann noch ein wenig um die Magie. Dass Brisingr beispielsweise der wahre Name von Feuer sei und es deswegen damit beschworden werden könne. Man könne auch Worte kombinieren und das alles sei furchtbar schwierig und gefährlich, denn die Kraft des Magiers wird angezapft und wenn man nicht aufpasst, dann ist man nach der Magie mausetot.

Dann ist Brom müde und alle gehen schlafen. Kapitel zu Ende. Man reiche mir die „Kapitel, die mit Schlafen/Ohnmacht enden"-Liste.

_ _ _ _ _
*Saphira zählt als Ehrenmann, immerhin hat sie ... *fuchtel*

Mittwoch, 15. Juli 2009

Eragon XIX – Offenbarung in Yazuac

Brom und Eragon reiten nun also weiterhin unverdrossen Richtung Yazuac. Nachdem ich mittlerweile den Film doch schon gesehen habe, zumindest bis zu der Stelle, an der er aufhört, sich zu lohnen*, sieht Brom für mich jetzt endgültig aus wie Jeremy Irons.

Haaach.

Eragon hofft, das Dorf noch rechtzeitig zu erreichen, das Wasser wird nämlich knapp, nachdem es jetzt nicht mehr verschwenderisch vom Himmel fällt. Brom ist eher weniger besorgt, man werde Yazuac (Anorak?) schon bald am Horizont sehen.

Tatsächlich.

Saphira wird weggeschickt, denn so ein Drache lässt sich halt doch nicht einfach mal so unterm Mantel verstecken oder nachvollziehbar erklären. Schwere Zeiten eben. Das Drachenmädel quengelt noch ein wenig, weil sie es satt habe, sich immer zu verstecken, aber Eragon verkündet, es gehe nun mal nicht anders, basta.

Gut, Drachen sicher aufgeräumt, Brom und Eragorn reiten weiter aufs Dorf zu.

Was dann passiert (oder nicht passier) ist etwas für Zikädsche:

Als sie sich den kleinen Häusern näherten, sahen sie aus einem Dutzend Schornsteinen Rauch aufsteigen, aber die Straßen waren menschenleer. Eine ungewöhnliche Stille lag über den Dorf. In schweigender Übereinkunft hielten sie ein gutes Stück vor dem ersten Haus an. Eragon sagte unvermittelt: „Kein einziger bellender Hund."



Zumindest dieses Cliché hat Herr Paolini meisterhaft umschifft: kein in der Ferne bellender Hund. Es besteht Hoffnung.

Hund hin oder her, die Stille ist verdächtig, da beißt die Maus keinen Faden ab. Eragorn und Brom (Hach! Jeremy!) sind alarmiert. Es wird kurz mal angedacht, das Dörfli zu umreiten, aber nicht nur das Wasser, auch die Vorräte gehen ebenfalls zur Neige. Man beschließt, vorsichtig zu sein und eventuelle Gegner, die eine Falle gestellt haben könnten, raffiniert auszutricksen: indem man nämmich nicht von vorne sondern von der Seite ins Dorf reitet! Nein! Raffiniert!



Ich höre Cäsar und Alexander den Großen über die Jahrhunderte hinweg lachen. Selbst Napoleon kichert grade.

Sei's wie's sei, sie reiten also seitlich schräg von links ins Dorf und stoßen da auch gleich auf einen Haufen malerisch herumliegender toter Leichen. Igks. Sieht so aus, als wäre unser Verdacht richtig gewesen: hier stimmt was nicht.

Eragon bekommt gleich mal wieder seinen Moralischen:

'Was bedeutet unsere Existenz, wenn sie auf so grauenvolle Weise enden kann?'

Ja. Das ist entweder pseudotiefsinniger Schlonz (bedeutet eine Existenz nur etwas, wenn sie auf schöne Weise endet?) oder zu hoch für mich.

Brom steigt ab und anaysiert die Lage.

„Die Ra'zac waren hier", sagte er langsam, „aber sie sind es nicht gewesen. Dies ist das Werk von Urgals; der Speer stammt von ihnen. Es war eine ganze Horde, bis zu hundert Mann. Das ist merkwürdig. Ich weiß nur von ganz wenigen Fällen, wo sie in so großer Zahl ..."


Dann entdeckt er einen Fußabdruck, der ihm sagt (wenn es die immer noch rauchenden Schornsteine schon nicht tun), dass das alles erst kürzlich passiert und die Urgals noch da sind. Whoopsie!

Er und Eragorn höppen schnell auf die Pferde und galoppieren mit Mopsgeschwindigkeit von dannen, doch kurz vor dem Dorfrand holt ein Urgal Eragorn vom Pferd. Brom wendet um zu helfen, wird aber gleich von einem zweiten Urgal in Anspruch genommen.

Es kommt zum Kampf. Man prügelt aufeinander ein, Eragorn fuchtelt mit dem Bogen herum und hat noch Zeit sich zu fragen, ob diese beiden denn die einzigen Urgals (Urkels? Steve Urkel?) seien, nachdem keine neuen nachkommen.

Brom wird am Arm getroffen, es sieht finster aus. Die Urgals stoßen ein Triumphgeheul aus, doch sie haben nicht mit Eragorns Heldenhaftigkeit gerechnet. Der brüllt nämlich auch und stürmt auf die fiesen Fiecher los. Es geht ein bisschen hin und her, während unser Held sich in den selbstgerechten Zorn des Retters der Unschuldigen hineinsteigert. Dieser Zorn lässt eine brennende, unbändige Kraft in sein Herz strömen. Er stellt sich kerzengrade hin, zieht ohne jede Furcht seinen Bogen und schießt den Pfeil mit der lodernden Kraft und den Worten „Brisingr!" ab.

Ja, wenn ich das Wort „Brisingr" nur als Schimpfwort kenne, das mein alter Mentor beim Feuermachen mal vor sich hingemurmelt hat, würde ich das auch einfach mal so verwenden.

Was dann passiert, lässt sich schön mit dem vergleichen, was der Zauber „Feinde explodiert!" in Oblivion tut. Nur noch mit Druckwelle, des Effekts wegen. Die Urkels sind sofort hinüber und Erag-Ron steht schnaufend an eine Hauswand gelehnt da und betrachtet sein Gateway Iglesias auf der Handfläche, das hell leuchtet.

Dann geben seine Knie nach und er schlumpt zu Boden.
_ _ _ _ _
*OMG Fast-Spoiler!

Montag, 13. Juli 2009

Eragon XVIII – Donner und Blitz

Der Morgen darauf sieht einen grummeligen Eragorn sich erheben, dem vom Vorabendkampf mit Brom noch alle Knochen schmerzen.

Stattdessen widmete er sich mit aller Kraft der Frage, wie er die Ra'zac töten sollte, wenn er sie erst einmal gefunden hatte. 'Ich werde meinen Bogen benutzen', beschloss er [...].

Ganz wichtiger Gedankengang. Nicht, dass man denn auf einmal den Zickzack gegenübersteht und aus lauter Überraschung nicht weiß, wie man sie jetzt töten soll. Stein, Schere, Bogen, Fingernägel? Nein, das muss vorher geplant sein. Weise.

Sie reiten weiter und am Beginn einer Ebene teilt sich der Weg. Sie suchen ein wenig nach Spuren und finden sie schließlich auf dem Weg, der ins Grasland führt.

„Sie scheinen nach Yazuac gezogen zu sein", sagte Brom mit einem Anflug von Verblüffung.

Ja? Na, mir soll's recht sein. Kleines Dorf am Ninor-Strom. Aha. Auf geht's.

Am Abend versucht Eragorn vergeblich, ein Feuer zu entfachen. Stoisch in sich ruhend wie er nun mal ist schmeißt er das Gelump dann irgendwann Brom vor die Füße und quengelt, er könne damit kein Feuer anmachen, hmpf!

Brom versucht es auch ein paar Mal, hat anfangs aber ebensowenig Erfolg wie sein Schützling.

„Brisingr!", schimpfte er verärgert und schlug den Flintstein erneut gegen die Zunderbüchse. Plötzlich loderten Flammen auf und er trat mit zufriedener Miene zurück.

Wow. Sehr subtil.

Man kämpft einen weiteren Abend mit Holzschwertern gegeneinander, dann gibt's Abendessen und danach gehen alle ins Bettchen.

... und das Kapitel ist noch nicht zu Ende!

Wie jetzt? Ich bin verwirrt.

Doch tatsächlich, es geht weiter, und zwar mit dem nächsten Morgen. Eragon sind vom ständigen Herumgewinde des Windes die Lippen aufgesprungen und überhaupt ist der Tag eine einzige Mühlsal.

Sprung zum dritten Tag, an dem Eragorn gradezu in Hochstimmung aufwacht. Der Wind hat auch aufgehört zu winden und überhaupt könnte alles wunderbar sein, würden da am Horizont nicht dunkle Gewitterwolken herumdräuen. Brom meint, dass sie auch gleich mittenrein reiten könnten, abbekommen würden sie ohnehin etwas. Also reiten unsere Helden munter mitten ins Gewitter hinein und grade, als das Unwetter loslegt, kommt Eragorn ein schrecklicher Gedanke.

Er drehte sich im Sattel um und rief gleichzeitig mit seiner Stimme und seinem Geist: „Saphira! Du musst landen!"
Broms Gesicht wurde aschfahl. Die beiden sahen, wie der Drache zur Erde hinabstieß. 'Sie wird es nicht schaffen!'


O rly?

Jetzt mal ernsthaft. Drama und Action in allen Ehren, aber ... wie bitte? Der Drache, der immerhin hoch über den Reitern herumkariolt, ist so blöd nicht zu merken oder zu wissen, dass ein Gewitter aufzieht und er da nicht herumfliegen sollte? Der braucht erst die Warnung seines halbgaren Reiters vom Boden, um das zu schnallen?

Ist das jetzt krampfhaft auf Teufel komm raus konstruiert oder ist das jetzt ... krampfhaft auf Teufel komm raus konstruiert?

Saphira schafft es jedenfalls graaade noch rechtzeitig zur Erde (jaja, Augen zu und iPod auf den Ohren ist eine gefährliche Kombination, da merkt man nicht einmal, dass man grade in einen Sturm fliegt), wird dort aber aufgrund ihrer Flügel, in denen sich der Wind fängt, herumgeweht.

Weil man so Flügel ja auch nicht anlegen kann.

Eragon kommt angerannt und will ihr helfen, indem er den einen Flügel runterdrückt.
!

Klar, wenn sie selbst es nicht schafft, dann ein winziger, 15-jähriger Mensch. Klar doch. Heldenhaftigkeit muss schwerer wiegen, als ich dachte.

Sie werden dann noch dramatisch hin- und hergewirbelt, bis man sich irgendwie zurechttüddelt. Brom kommt dann auch noch angeritten und macht Bestandsaufnahme. Keiner verletzt, wunderbar.

Man setzt sich unter einen Farnwedel* und lässt sich mit eiskaltem Regen durchnässen. Gegen Abend klart das Wetter dann wieder auf, die Welt erscheint frisch und neu und Saphira wälzt sich erst mal im Gras und brüllt aus lauter Haschmich ein wenig herum, was die Pferde erschreckt.

Hat selbst ein Gemüt wie ein Brauereipferd, die Gute, deucht mir. Grade noch fast vom Winde verweht und schon wälzen wir uns voller Lebenslust durchs Gras.

Bevor das Licht schwand, schlugen sie in einer Senke ihr Nachtlager auf. Zu erschöpft für einen Übungskampf, legten sie sich sofort schlafen.



_ _ _ _ _
*Ja, nun, nicht wirklich. Aber es wäre doch schön.

Freitag, 10. Juli 2009

Eragon XVII – Therinsford

Am nächsten Morgen ist es grau und bewölkt und ein Wind windet über die Lichtung. Also ein Wetter, wie es momentan in Unterfranken herrscht. Im Juli! Bah!

Eragon sattelt Saphira und schnallt sein neues Schwert auch gleich auf ihr fest. In seinen Händen wäre es ohnehin nicht mehr als eine Keule, wie er in einem wachen Moment der Selbsterkenntnis erkennt.

Auf dem Weg den Rad'kap (Danke, Alca :-D) hinterher kommen sie wieder am Hof, respektive dessen Überresten vorbei.

'Ich werde diesen Ort wiedersehen', schwor sich Eragon, während er auf die Ruinen der Gebäude schaute. 'Dieses Exil wird nicht für immer sein. Eines Tages werde ich zurückkehren ...' Er straffte die Schultern und wandte sich entschlossen nach Süden, hin zu den fremdartigen, barbarischen Landen, die ihn dort erwarteten.

Die ohne Zweifel einen Mann aus ihm machen werden, bevor er nach vielen Abenteuern zum Hof zurückkehrt, ihn wieder aufbaut und fortan in Frieden dort lebt.

The End.



Aber erst einmal folgen sie den Spuren der Zic'Zac im Schnee, die nach gut einer Woche immer noch zu sehen sind. Wow. Praktisch, trotz Wind und Wetter.

Um sich die Zeit zu vertreiben, unterhalten sich Eragon und Brom ein wenig. Eragon möchte wissen, was Drachen eigentlich so können, Brom hätte doch gemeint, er wisse einiges über ihre Fähigkeiten.

Brom meint, dass Drachen grundsätzlich müsteriöse (Ha!) Geschöpfe seien und erzählt Eragon erst einmal alles darüber, wie Drachen sich fortpflanzen.

... äh.



Jedenfalls können Drachen sofort schlüpfen oder eben erst nach Jahren, je nach Umständen.
(Ich sehe schon, dass es in diesem Fall sehr hilfreich ist, dass Drachen Eier legen. „Na, Frau Drache, wie lange sind sie denn schon tragend?" – „Zwei Jahre." – „Oha!")

Früher ging das rein nach Nahrung, später reagierten die Drachen auch darauf, ob der für sie passende Mensch grade in der Gegend war oder nicht.
Dann geht es darum, was Drachen so fressen, wie man ihre Schuppen und Klauen pflegt, wie man auf Drachen sitzt, wenn sie angreifen, und pliplaplupp. So verfliegt der Tag, der Abend naht und Eragon möchte dann gerne noch wissen, wem denn sein Schwert vorher gehört habe. Brom-borium will es ihm aber nicht sagen und verrät nur, dass es ein großer Krieger gewesen sei.

Später am Abend, so gemütlich vor dem Feuer, schmeißt Brom unserem Heldchen einen Stecken an den Kopf und bellt ihm zu, er solle sich verteidigen. Ah! Kommen wir nun endlich zur Ausbildung unseres Helden in Ausbildung?

Sie kämpfen so vor sich hin und Eragorn stellt sich erst mal recht tappich an. Logisch, alles andere wäre ja nun wirklich viel zu Gary Stu. Nach einiger Zeit darf er dann völlig fertig ins Bett wanken und schläft trotz etlicher Blessuren auf der Stelle ein.

Am nächsten Tag ist Eragorn lädiert und wortkarg. Er und Brom reisen weiter und schon bald kommen sie nach Therinsford. Dort kaufen sie sich zwei Pferde, Schneefeuer (!) für Brom und Cadoc für Eragon. Zufällig kann Eragorn schon den Geist seines Pferdes berühren, was Brom zur Bemerkung veranlasst, dass das äußerst ungewöhnlich sei und Drachenreiter normalerweise laaaange, jaaaaahrelang üben müssten, um das zu vollbringen.

Jaja, unser Eragon, der ist eben begabt, ne?

Sie bringen noch in Erfahrung, in welche Richtung die Zack'zack geritten sind, schwingen sich dann selbst auf ihre neuen Pferde und folgen den miesen Meuchlern durch eine wilde und schöne Landschaft.

Am Abend geht's dann, zu Eragorns Verdruss, weiter mit dem Schwertk(r)ampftraining.

Diesmal war das Training kürzer als beim ersten Mal, dauerte jedoch lange genug, damit Eragon sich eine neue Sammlung blauer Flecken einhandeln konnte. Als der Übungskampf vorbei war, warf er seinen Stecken wütend zu Boden und verließ das Feuer, um seine Wunden zu lecken.


Ich hoffe, das war jetzt nur eine gefühlt etwas deplatzierte Metapher.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Umfrage

... weil ich da so einen Verdacht habe.

Eragon XVI – Ein Sattel für Saphira

Am nächsten Morgen erinnert sich Eragorn gleich nach dem Aufwachen daran, dass Garrow tot und er selbst jetzt ganz alleine auf der Welt ist und läuft in Augenhöhe ein wenig aus. Dann steht er auf und geht zu Brom, der grade Frühstück macht.

Gesättigt breitet er das gestohlene Leder auf dem Boden aus. Als Brom erfährt, dass Eragorn daraus einen Sattel für Saphira machen möchte (Hey! Bezug zur Überschrift! ), glänzt der Geschichtenerzähler mit überraschend detailiertem Wissen darüber, welche Art von Sättel die Drachen damals so trugen.

Anstatt zu fragen, woher er das weiß, bittet Eragorn darum, dass Brom ihm dann doch den Sattel anfertigen möge.

Was der dann den ganzen Tag lang tut.

Am Abend ist Anprobe. Noch ein paar kleine Anpassungen hier und da et voilà, Saphira ist besattelt.

„Gute Arbeit", stellte Eragon mürrisch fest.

Joah. Wenn jemand sich einen ganzen Tag reinhängt, um meinem Drachen einen Sattel zu basteln, damit ich mir nicht ständig die Schenkel aufschubbere, wäre ich auch mürrisch.



Ausprobieren will er den Sattel in der Dunkelheit nicht, außerdem ist Abendessenzeit.

B: Ja, ehm, und es tut mir leid, was da so mit Deiner Familie passiert ist, ne?
E: *schweig*
B: Wir brauchen Pferde.
E: Nö, ich hab' Saphira.
B: Die ist zu jung, um uns beide zu tragen, und außerdem isses sicherer, wenn wir beide reiten.
E: Ah. Aber Du zahlst.
B: Mirwegen. Und bedenke Du, dass die Raz'zac Schergen des Königs sind.
E: *beeindruckt*
B: Aber nun ist es spät. Gehen wir schlafen.

Eragon nickte und ging um das Feuer herum zu seinem Schlafplatz.


... ich sollte anfangen die Kapitel zu zählen, die nicht damit enden (oder anfangen), dass Eragon schläft und/oder bewusstlos ist.

Dienstag, 7. Juli 2009

Eragon XV – Des Reiters Klinge

Okay. Elveny hat gemeckert, das letzte Kapitel wäre zu kurz und sie wolle noch eines.

Aaaaaauuuuusnahmsweise! :fingerwackel:

Ein quälender Seelenschmerz umfing Eragon, als er aufwachte.


Die einen nennen es quälenden Seelenschmerz, die anderen Selbstmitleid. An Garrow wird kein weiterer Gedanke verschwendet, nur daran, dass ihm, Eragon, ja alles genommen wurde und er jetzt fürchterbar zu leiden hat.

'Damit kann ich nicht leben', stöhnte er innerlich.
Dann tu es nicht. Saphiras Worte hallten in seinem Kopf wider.

So grade im Moment mag ich den Drachen auf einmal doch ganz gerne.

Eragorn lammertiert (jammern und lamentieren endlich vereint) noch ein wenig herum und bekommt auf sein Genöle, was er denn jetzt tun solle, folgenden guten Rat von Saphira:

Der einzig wahre Ratgeber ist dein Herz. Nichts Geringeres als sein heißestes Begehren kann dir helfen.

Oookay. Wenn also ich mal in Schwierigkeiten gerate, muss ich einfach S. B. anrufen, damit er rüberkommt und mir hilft? Gut zu wissen.

*räusper*

Doch Eragon hat nun mal mit S. B. nichts am Hut (sein Verlust, pfht!), ihn treibt es eher der Rache zu. Die Fremden zu verfolgen und auszumerzen vom Angesicht der Erde, ja, das ist, wonach ihm gelüstet.

Allein, dazu müsste er ja das Palancar-Tal verlassen.

E: Igks! Mag nicht!
S: Aber es ist Deine Pflicht, den Onkel zu rächen!
E: Scheißegal, ich gehe nicht weg aus Carvahall! Und weil sich das reimt ist es gut und wahr, so!
S: Und wenn jetzt alle wegen der Spuren im Schnee nach mir suchen, Holzkopf?
E: Bin ich überhaupt stark genug? Können wir den Fremden nicht einfach eine Einladung schicken, damit sie zurückkommen?
S: Oh, get real! Außerdem hast Du ja noch mich.

Zweifel befielen [Eragon].

Das erheitert mich jetzt definitiv mehr als es sollte.

Man diskutiert das noch ein bisschen hin und her, und dann fühlt Eragorn sich mental bereit. Praktischerweise sind gleichzeitig auch alle körperlichen Maladien von ihm abgefallen.

'Nichts ist gefährlicher als ein Gegner, der nichts mehr zu verlieren hat', sagte er sich. 'Und genau das ist aus mir geworden.'

Uhhhh, Angst. Roar!

Er schleicht nach unten. Dort wird soeben entschieden, dass er bei Horstforst und seiner Frau bleiben dürfe, der arme Junge. Dann aber hört Eragorn, wie Horst Zweifel darüber anmeldet, ob der arme Junge wirklich alles gesagt habe, was er wisse. Da gäbe es doch Seltsamheiten in seiner Geschichte und er werde ihn doch nochmal befragen.

Eragon denkt sich, dass es nun doch wirklich genau die richtige Zeit wäre zu gehen und schleicht sich nach draußen. Dort klaut borgt er sich bei der Gerberei ein paar Rinderhäute für einen Saphira-Sattel und versteckt die erstmal in einem dorfnahen Hain. Schließlich hat er immer noch Aua vom letzten Ritt und ganz doof isser ja nun auch nicht. Bliebe noch die Frage nach Proviant und von wem er sich den stehlen leihen soll. Sloan natürlich, der hat es nicht anders gewollt, der Verräter. Gedacht, getan.

Zurück im Hain will er die Häute aus dem Versteck ziehen und stellt fest: die sind irgendwie nicht mehr da.

„Willst du irgendwohin?"
Eragon fuhr herum. Brom funkelte ihn wütend an, eine hässliche Wunde seitlich am Kopf.

Eragorn versucht noch ziemlich stümperhaft, sich rauszureden, aber Brom weiß alles. Wozu er die Häute braucht, dass er einen Drachen hat, dass das Mal in der Hand Gedwey Ignasia heißt, alles eben.

Eragorn ist erst mal damit beschäftigt, sich zu fragen, wie Brom das alles herausgefunden haben könnte.
Jaaaa, wieeeeee nur?

Die zur Hilfe gerufene Saphira weigert sich auch, Eragon zu holen und mit ihm zu verschwinden. Brom hätte mit ihr gesprochen und sie würde warten, bis die beiden sich geeinigt haben.

E: Wieso kann Brom mit Spahira sprechen?

Jaaaa, Wieeeeesoooo nur?

Letztendlich erzählt unser Superhirn dem überraschend informierten Brom dann doch, dass er die Fremden zum Behufe ihres Ablebens zu verfolgen gedenkt.

B: Aha. Große Aufgabe. Ich komm' mal mit.
E: Ich kann das alleine! Aber wenn Du unbedingt willst ...
B: Dann los.

Bei Garrows Hof(überresten) murmelt Brom dann irgendwas in Richtung „Jetzt geht das also wieder los" und wird dann formell Saphira vorgestellt. Eragon klaubt noch ein paar Sachen aus den Trümmern zusammen, dann laufen sie los.

In einem Dornendickicht schlagen sie für die Nacht ein Lager auf.

E: Warum willst Du mitkommen?
B: Na, weil ich ein Geschichtenerzähler bin und das eine tolle Geschichte geben wird. Natürlich.
E: Ach so. Okay. Und wieso kannst Du mit Saphira sprechen?
B: Ich würde der Frage gerne ausweichen und Dir stattdessen ein reich verziertes Schwert mit düsterer, bedeutungsvoller Vergangenheit überreichen.
E: Boah! Wie für mich gemacht, mit dieser blutroten Klinge und so!
B: Das Schwert heißt Zar'roc. Jedes anständige Schwert mit düsterer, bedeutungsvoller Vergangenheit hat schließlich einen Namen. Es gehörte mal einem Drachenreiter.
E: Wo hast Du es her?
B: Hinter Dir, ein dreiköpfiger Affe!
E: Was?
B: Nichts. Das Schwert gehört jedenfalls Dir.
E: Oh, okay. Cool.
S: Das Schwert hat Kraft.
B: Oh, und übrigens bist Du ziemlich dum und verstehst gar nicht, was hier abgeht.
E: Ja, mei, ich kann ja lernen.
B: Jut. Die Fremden heißen übrigens Ra'zac und sind ganz fiese Möpps und dienen Großerstinkerix. Und sie sind keine Menschen. Ganz doll kräftig sind sie auch. Und jetzt erzähl mir, wie Du das Ei gefunden hast.
E: *erzähl*
B: Aha, hmmhmm.
E: So, und wer bist Du jetzt wirklich?
B: Sagichnich!
E: Wegen Dir ist mein Onkel tot!
B: Hmmm. Ich bin viel gereist und habe eine Vergangenheit. So. Mehr gibt's nicht.
E: *schmoll*

Sie legen sich schlafen.

Eisiges Schweigen breitete sich über dem Lager aus.