Dienstag, 11. Mai 2010

Mammutjäger – XXXII

Die Löwenlagler sind wohlbehalten angekommen und die erste Welle der verblüfften, ehrerbietigen Bewunderung ist über sie hinweggeschwappt. Wird also Zeit auszuschwärmen, und die wundersamen Fähigkeiten von Aspirine im Einzelgespräch zu verbreiten.

Zuerst schleift Mamut der Mamut sie zu den anderen Mamuts.

Sie sah in dieser Begegnung eine schwere Prüfung, denn sie war sicher, daß sie sie ausfragen wollten, sie bewerten und sich ein Urteil darüber bilden, ob sie auch wirklich ein Recht habe, in ihren Rang aufgenommen zu werden. Sie selbst hatte nicht das Gefühl, besondere Gaben zu besitzen.


Nein, denn sie ist ja nicht nur erstaunlich und wundertätig sondern darüber hinaus auch noch extrem bescheiden. Man kann es gar nicht oft genug erwähnen, ne?

Frebec wird ob seines Eintretens für Rydag hoch gelobt und strahlt wie eine 31,5cm-Maglite. Endlich wird er akzeptiert, gar gemocht, von Crozie geschätzt und vom Stamm anerkannt. Alles wegen Ayla, tirili, tirila, klar. Die Gruppen- und Familientherapie hat sie also auch erfunden. Ich werd's auf die Liste von Aspis Wunder- und Wohltaten schreiben. Später. Ich musste eine Garage mieten und sie auslagern, es wurde einfach zuviel Papier. Und jetzt nieselt es, da gehe ich nicht raus.

Auf dem Weg zu den anderen Mamuts trifft Aspi auf einen Rotfuß. Das sind Frauen mit rot gefärbten Fußsohlen, die auf diesem Treffen das schwere Los auf sich nehmen, junge Männer in die Wonnen der Wonnen einzuführen. Auch bei den älteren Männern sind sie heißbegehrt, denn es gilt als Ehre, wenn ein Rotfuß einen eigentlich nicht mehr lernbedürftigen Mann auswählt.

Gut, dass wir das jetzt auch mal geklärt hätten. Dezenthüstel.

Im Mamutzelt erkennt Aspi dann gleich, dass Lomie, die erste Heilkundige, sich ein Asthmamittel zusammenbraut und erstaunt diese nicht nur mit ihrem Wissen sondern gibt Mamut auch noch die Gelegenheit, holdes, überschwängliches Lob anzubringen. Dass Aspi ja sooo begabt sei, am Ende noch mehr als Lomie selbst, und dass Die Mutter™ ihn ja nur so lange hat leben lassen, damit er Aspi adoptiere. Nur deswegen. Jawoll. Aspi ist sein Lebenszweck, jetzt wissen wir's.

Aspi tut dann, wie das halt so ihre Art ist, ganz bescheiden und meint, sie könne bestimmt ganz voll doll viel von Lomie lernen, auch wenn Mamut behaupte, sie sei bereits besser, weil, sie hätte mal gelernt, dass man nie auslerne. Das erwärmt die Herzen der anwesenden Mamuts und wenn man gerade schon mal in der Gegend ist, erwärmt Aspi auch gleich noch die dazugehörigen Hintern mittels ihres Feuersteins.

Kurz, das Treffen der geistig-spirituellen Elite läuft super und als Randy sie abholt, damit sie sich mit den ganzen Bildschnitzern der verschiedenen Lager trifft, ist Aspi erfreut und erleichtert.

Auf dem Weg treffen sie auf Tricie, die letztes Jahr rote Füße trug und, huppala, vor Kurzem einen Sohn geboren hat, der aussieht wie Randy. Ja da guck. Aber nicht nur das, auch Randy war im letzten Jahr wohl sehr von Tricie angetan und wollte sich mit ihr verloben. Ei der Daus. Kein Wunder, dass Miss Ex-Rotfuß im Moment ein wenig giftig und schlecht auf ihren verflossenen Galan zu sprechen ist.

Ayla ist – natürlich – nett und höflich zu ihr und entspannt die Situation ein wenig, macht sich aber dann doch schnell mit Deegie aus dem Staub, damit Randy und Tricie sich mal in Ruhe aussprechen können. Was Randy selbst nicht so richtig gut findet, aber was willste machen.

„Kein Wunder, daß sie mit ihm reden wollte. Im vorigen Jahr war es in aller Munde, daß sie vorhatten, einander zu verloben.“

„Sie hat ein Kind, weißt du. Einen Sohn.“

„Nein, davon habe ich nichts gewußt. [...] Das steigert ihren Wert und damit erhöht sich auch ihr Brautpreis. Wer hat es dir erzählt?“

„Mygie, eine von den Rotfüßen. Sie sagt, der Junge sei von Ranecs Geist.“

„Dieser Geist kommt aber viel herum! Es gibt ein paar Neugeborene von seinem Geist in diesem Jahr.“


Da guck, der gute Randy ist ein notorischer Schürzenjäger.

Mit Deegie geht Aspi dann zum Haus der Musiker und macht Musik, erstaunt und verblüfft alle mit den Clan-Rhythmen und ihrer Fähigkeit, Vögel nachzupfeifen. Business as usual.

Nach der Jam-Session kommen Aspi und Deegie noch am Ghetto des Lagers vorbei, wo die Zelte fadenscheinig, der Boden schmutzig und die Kinder ungepflegt und unerzogen sind.

Zwei der Kinder, Bruder und Schwester, prügeln sich und werden von Aspi und Deegie vor den Rat geschleppt. Der sagt, ganz modern, dass Prügel keine Art wären, Konflikte zu lösen, und bindet die beiden Kinder für zwei Tage aneinander, auf dass sie lernen mögen, miteinander auszukommen.

Apropos auskommen ... nach der juristischen Diktion sieht Aspi, wie Jodelkarl mit einem Rotfuß spricht, der sehr angetan von dem Blauäugling zu sein scheint. Es macht *pieks* in der Koronargegend der Aspi. Deegie hingegen gibt zu bedenken:

„Er hat körperliche Bedürfnisse, Ayla, genauso wie du.“


Das sieht unsere Heilige natürlich gleich ein, und doch, und doch ...

[A]ber sie wußte auch, warum sie etwas dagegen hatte. Sie wollte daß er die Wonnen mit ihr teilte. Es war nicht so sehr, daß er sich Mygie ausgesucht hatte; es ging darum, daß er [Ayla] nicht gewählt hatte.


Aber Deegie hat Recht und überhaupt, so sagt sich unsere Heroine, sei sie mit Randy verlobt und dann würde sie nach der Hochzeit ihren Sohn Durc holen und der könne seine Frau gleich mitbringen und dann lebe sie hier mit allen ihren Freunden und ihrem Sohn und der Schwiegertochter und den Tieren und überhaupt ... und ohne Jodelkarl.

[Aylas] Gemüt verdüstete sich.


Mirwegen, aber bloß nichts tun, Kind! Nur nicht zu Karl gehen und in einem Satz sagen, was Du empfindest! Das würde sonst das ganze schöne, mühsam aufgebaute Drama wie eine Seifenblase zerplatzen lassen! Also vorsicht hier!

Samstag, 8. Mai 2010

Ahahahahahahaha ... nein?

„Ergibt etwa 75 Stück“

Scherzkeks. 25 trifft es eher.

Wer also einen Chewy Chocolate Creamcheese Cookie haben möchte, der schreie schnell. Denn morgen kommt MutterKatz vorbei und die will bestimmt auch nur mal probieren.

Freitag, 7. Mai 2010

Mammutjäger – XXXI (Details)

Das Löwenlager zieht weiter durch Fluss und Tal und von Sickerstoffen schäumendes Gletscherwasser. Bäume gibt's auch, alles wunderbar.
Schließlich erreichen sie einen Steinhaufen mit einem Wolfsschädel: das Zeichen des Wolfslagers, gleichzeitig auch Gastgeber des Sommer-Tanderadeis. Nur noch über den Fluss, dann sind sie da:

Von den Steilwänden beschützt, duckte sich vor ihnen etwa ein halbes Dutzend Rundhütten in die vielleicht eine halbe Meile tiefe Senke. Aber es waren nicht diese Hütten, die Ayla den Atem raubten.

Das waren die Menschen. [...] Weit über tausend Leute aus über dreißig Lagern hatten sich zum Sommer-Treffen der Mamutoi zusammengefunden. Die gesamte schluchtartige Senke war mit Zelten bedeckt. Hier waren mindestens vier- bis fünfmal so viele Leute zusammengekommen wie zum Clan-Treffen – und alle starrten sie an.


Jawoll! Alle! Ausnahmslos! Was auch sonst, ne? Sie, die Pferde und den Wolf. Letztere sind von dem Gewimmel allerdings so gar nicht angetan und werden unruhig. Renner will sogar steigen. Rydag und Mamut der Weise werden also schnell vom Pferderücken gepflückt, nicht, dass da noch was passiert. War ja jetzt auch unmöglich vorherzusehen, dass die Tiere auf eine solche Menschenmenge irritiert reagieren könnten, nicht?

Tulie hat, ganz die Anführerschwester, gleich wieder den Ruf und das Ansehen des Löwenlagers im Auge.

Tulie hatte mit der Reaktion der Leute gerechnet und war nicht enttäuscht worden. Sie waren beim Überqueren des Flusses gesehen worden, und jetzt drängten sich alle, um die Ankunft des Löwen-Lagers mitzuerleben.


Vor meinem inneren Auge erfindet die Generalversammlung der Mamutoi gerade die La-Ola-Welle. Ich denke, es ist der Situation angemessen, zumindest was die innere Logik des Bandes betrifft. Dass der eine Mamutoi da hinten links in meiner Vorstellung eine Drucklufttröte ertönen lässt (*möööööp*) muss ich ja niemandem sagen.

... hoppla.

Gut, das Löwenlager ist schrecklich gut erzogen und so wird von der Direktion beschlossen, zum Wohle der Tierchen inklusive Aspi den Zeltplatz am Rande des Geschehens aufzuschlagen.

So geschieht es dann auch.

Viele eilten herbei, um das Löwen-Lager zu begrüßen, und erboten sich, beim Zeltaufbauen und Einrichten zu helfen, und wurden auch herzlich begrüßt, doch wechselten Talut und Tulie mehr als einmal vielsagende Blicke. Sie konnten sich nicht erinnern, jemals so viele hilfreiche Freunde gehabt zu haben.


Klar, die wollen schließlich alle nur Aspi und ihren Kleinzirkus begucken. Weil das Leben in der Steinzeit so laaangweilig ist und sowas Unglaubliches wie Aspi nur alle paar Jahrtausende mal vorkommt.

Auch Marlie und Valez, das dem Wolfslager vorstehende Geschwisterpaar, kommt vorbei um die Neuankömmlinge zu begrüßen. Marlie wirkt krank und ich habe so ein Gefühl, dass Aspi da mal wieder, wie überall, wo sie hinkommt, ihre überragenden medizinischen Kenntnisse spielen lassen wird.

Auch Marlie und Valez reden über nichts anderes als das Wunder der Pferde und des Wolfes. Immerhin sind sie vernümpftig und meinen, der Public-Relations-Beauftragte des Löwenlagers solle das lieber am Abend erzählen, wenn alle zuhörten. Dann müsse die Geschichte nur einmal erzählt werden.

Wir erfahren dann noch, dass die Mamutoi bei solchen Treffen ein wenig swingen, was für die Auffrischung des Genpools ja auch nicht das Schlechteste ist, wenn ich meinem Biolehrer von damals glauben darf. Der übrigens sehr attraktiv war und ein wenig wie MacGyver aussah. Hach. Herr K. Hach. Große Schulliebe. Hmmmhmhm ... *sinnier*

[...]

Ähja. Nezzie und Aspi haben darüber ein Gespräch und am Ende denkt sich unsere heldenhafte Mutter Teresa folgendes:

Ayla nickte verständnisvoll. Dann runzelte sie nachdenklich die Stirn. Was tun, wenn da zwei Männer sind und beide einen lieben?


Den nehmen, den man selbst liebt?

Aber ich denke wahrscheinlich wieder zu abwegig. Wenn man nur für das Wohlergehen der Anderen lebt ist es wohl zu eigensüchtig. Ein schweres Los. Bestimmt wieder dieser verdammte Totem-Höhlenlöwe! Der steckt immer hinter sowas!

Jodelkarl trifft dann auch eine Dame aus dem Stamm, den er früher mit seinem Bruder besucht hat. Brecie. Die ist superneugierig und fragt Kalle nach den üblichen Höflichkeitsfloskeln gleich mal über Aspi aus. Geht ja schließlich nicht an, dass wir hier ein anderes Thema hätten. Pfht. Wo kämen wir denn da hin, huh?

Kurz darauf, Aspi hat Wolf just zu Rydag geschickt, kommt es zum Grund, warum der Junge so ungern auf die Treffen geht:

„Nun seht euch das an! Sie redet sogar mit Flachschädeln. Kein Wunder, daß sie so gut mit Tieren ist!“ ließ sich höhnisch eine laute Stimme aus der Menge vernehmen. Ein paar Leue lachten.


Aspi verschlägt es vor Zorn die Stimme. Doch sie muss gar nichts sagen. Die Wolken öffnen sich, Sonnenstrahlen zentrieren sich, der Wind verstummt, die Hintergrundgeigen hingegen erschwellen: Frebec tritt mit wehendem Wisent-Cape auf die Bühne und gibt dem fiesen Spötter Saures! Ja, Frebec! Da seht ihr, was für einen guuuuuten und heilenden Einfluss St. Aspi auf alle hat!

Und weil man solchen tumben Toren allein mit Worten nicht beikommt, gibt Rydag Wolf auf Frebecs Zeichensprachaufforderung hin das Zeichen, in Angriffsstellung zu gehen.

Plötzlich saß Wolf nicht mehr friedlich da. Mit einem Satz war Wolf auf den Mann zugefahren, sträubte die Nackenhaare, bleckte die Zähne und stieß ein Knurren aus, daß sich einem jeden der Zuschauer die Nackenhaare sträubten.


Der dumpfe Pöbel ist angemessen erschüttert. Glücklicherweise ist die Anführerin des Gastgeberlagers anwesend und konnte sich dadurch selbst ein Bild machen, dass eigentlich alles relativ harmlos und überhaupt Chaleg-Spötters Schuld war.

Im Folgenden werden noch Kleinigkeiten geklärt. Dass Aspi Marlie einen Heiltrank brauen wird und dass die Pferde besser irgendwie gekennzeichnet werden sollten. Nicht, dass sich bei den ganzen Jägern im Lager zufällig ein Schuß löst, Pferd ist schließlich Pferd. Aspi erfindet also schnell die Pferdedecke und alles ist wunderbar. Crozie bringt sogar ein wunderbar verziertes Leder vorbei, das sie, laut Eigenaussage, ohnehin nicht mehr bräuchte.

„Wenn diese Haut hilft, das Tier zu schützen, ist es(sic!) nicht mehr unnütz, dann gewinnt die Arbeit doch noch einigen Wert. Ich möchte, daß du ihn(sic!) nimmst – für das, was du mir gegeben hast.“

Ayla nahm das Geschenk, machte jedoch ein verwirrtes Gesicht. „Was soll ich dir gegeben haben, Crozie?“

„Das ist belanglos“, sagte diese unvermittelt. „Nimm es einfach!“

Frebec wollte ins Zelt hinein, sah sie und lächelte selbstzufrieden, ehe er hineinging. Sie erwiderte das Lächeln.


Die Anwesenden unterhalten sich kurz darüber, wie sehr Frebec sich doch verändert hätte, dass er Rydag verteidigt und alles. Crozie stimmt dem zu und sagt darüber hinaus noch mehr Lobendes über ihren Schwiegersohn.

Branag sah Deegie an und dann – über Crozies Kopf hinweg – Ayla. Seiner Meinung nach hatte Crozie sich womöglich noch stärker verändert als Frebec.


Und Frieden für alle. Amen.

Dienstag, 4. Mai 2010

Con-Effekte

Die Con weht noch nach.

Freitag dann das ausführliche Aspi-ist-gar-wunderbar-Kapitel. Ich schlurfe dann mal wieder ins Bett. Wenn ich es finde. *schnarch*

Freitag, 30. April 2010

Mammutjäger – XXXI

[FedCon-FrauKatz-muss-Tahmoh Penikett-und-Joe Flanigan-anschmachen- und-hat-jetzt-keine-Zeit-Edition]

Das Löwenlager kommt beim Sommerfest an. Tausend Leute wimmeln herum und fallen vor Ehrfurcht alle miteinander nahezu auf die Knie, als sie Aspirine und ihre Tiere sehen. Das wird ordentlich und über mehrere Begegnungen ausgewalzt.

Frebec(!) verteidigt Rydag, als der von irgendeinem Blöd-Mamutoi angemacht wird. Auch Crozie hat sich verändert und ist nicht mehr gar so garstig. Dank Aspi haben Frebec und Crozie zueinander gefunden und kommen nun gut miteinander aus. Engels-Chöre.

Dienstag, 27. April 2010

Mammutjäger – XXX

„Von dem Löwenlager kommen wir, unsere Ayla ist die Schönste dort und hier, zähmt die Wölfe und die Pferde, ist die Weiseste der Erde, ja vom Löwenlager kommen wir!“


Über Stock und Stein geht die Reise der Mamutoi zum Sommerlager, und dieses Mal ist sie dank der Pferde viel leichter und angenehmer, da die Huftiere nicht nur Rydag und Mamut den Weisen sondern auch noch den Großteil des Gepäcks tragen.

Es vergeht wirklich keine Minute, ohne dass die ungeheure Wohltätigkeit der Aspirine für ihren Stamm offenkund wird.
Doch um der Ausgeglichenheit willen wird für dieses Kapitel ein Gastleser ..., uhm, -sprecher eingeladen. Willkommen Herr Sielmann! Erzählen sie uns doch mal was über die Tierwelt, der die Mamutoi auf dem Weg so begegnet.

Die baugrabenden Steppennager taten dem Land nur gut, denn sie lockerten den Boden und wendeten ihn, einige von ihnen jedoch legten so ausgedehnte Gänge und Bauten an, daß sie den Charakter des Landes veränderten. [...]
Ziesel waren die bevorzugte Beute der Gabelweihen, doch närten sich diese langschwänzigen Falken auch von anderen Nagern sowie von Aas und Insekten.

Die anmutigen Greifvögel erspähten die ahnungslosen Ziesel für gewöhnlich, wenn sie in großer Höhe ihre Kreise zogen, doch konnten die Gabelweihen genauso wie die heimischen Turmfalken rütteln, also durch schnellen Flügelschlag fast auf der Stelle stehen, oder im Tiefflug dich über dem Boden dahinschießen und ihre Beute überraschen.

Außer Habichten und Falken ernährte auch die Sumpfohreule sich von den sich schnell vermehrenden kleinen Nagern.


Vielen Dank Herr Sielmann! Applaus bitte, für diese interessanten Informationen über die heimische Steinzeittierwelt!

Gut, es klang jetzt frappierend danach, als wäre es aus einem Biologiebuch abgeschrieben worden, aber immerhin haben wir was gelernt, nicht wahr? „Rütteln“. Man weiß nie, wann man das mal brauchen kann.

Auf dem Weg zum Sungaea-Lager kommt das Löwenlager an einem Wegzeichen vorbei. Ein Knochenhaufen mit Mammutschädel (umgedreht), an dessen Stoßzahn ein verbranntes Stück Holz hängt (weil im Lager eine tödliche Krankheit herrscht), am Unterkiefer zwei Rückenwirbel (weil das befallene Lager zwei Tage entfernt ist) und um den zweiten Stoßzahn ein rosa Schleifchen aus Bast (weil der ganze Knochenhaufen of Doom so wenigstens nicht ganz so unfreundlich wirkt).

„Dies Zeichen hier wurde nicht aufgestellt, um Hilfe zu erbitten, sondern um die Leute zu warnen, nicht näher zu kommen.“

„Oh, Talut! Aber ich muß hin. Ihr anderen braucht ja nicht hinzugehen, aber ich muß.“


Ganz klar, Talut wird die größte Errungenschaft des Löwenlagers seit Erfindung der Wonnen doch nicht alleine durch die Gegend irren lassen und bescheinigt Aspi mit großer Geste, dass sie alle gehen würden, jawoll, weil ein Lager, eine Familie und überhaupt.

Im Sungaea-Lager angekommen stellt sich dann heraus, dass es zu spät ist. Die zwei Kinder des Anführers, wichtig, weil sie selbst mal Anführer werden würden, sind schon gestorben. Ein paar andere Leute aus dem Lager sind zwar auch noch krank, aber nicht so ernsthaft. Aspi guckt mal kurz, verabreicht ein paar Kräuter, aber so die große Wunderheilung kann sie nicht bieten.

Das Wichtigste ist aber erst einmal, dass die Sungaea, ungeachtet der allesverschlingenden Trauer, Aspis Pferde, den Wolf und überhaupt ihre Schönheit das erste Mal sehen und völlig erstaunt und verblüfft und ehrfürchtig sind.

Tulie hatte die Reaktionen des Sungaea-Lagers sorgfältig beobachtet und erkannt, was für einen gewaltigen Eindruck diese folgsamen Tiere gemacht hatten, Sie hatten das Ansehen der Leute, die damit zu tun hatten, und des Löwen-Lagers insgesamt vergrößert.




Danach beschließen Talut und Tulie, dass man zwecks Tauschhandel ja ruhig noch einen kurzen Abstecher zum Mammutlager machen könnte, das gute Beziehungen zum Bernsteinlager hat. Dank der Pferde ist man ohnehin so zügig unterwegs, ne, da könnte man diese Gelegenheit wahrnehmen.

Noch mehr Leute, die man erstaunen, verblüffen und verehrfurchten kann! Nein, wie schön!

Beim Mammutlager angekommen werden die Löwenlagler von dem Häuptlingsgeschwisterpaar begrüßt, Avarie und Vincavec. Vincavec ist tätowiert, aufgrund seiner Intelligenz und Willenskraft ein attraktiver Mann und fällt, wie sollte es auch anders sein, sofort dem Marthe-Effekt zum Oper.

Plötzlich lachte er, und in seinen hellgrauen Augen leuchtete es wohlgefällig auf. Außerdem spürte [Ayla], daß er ihre Weiblichkeit zu schätzen wußte.


Achwatt? Sag bloß.

Die Löwenlagler helfen dann freundlich mit bei der Errichtung einer Hütte, tauschen, was zu tauschen ist und Avarie erkundigt sich auffällig unauffällig bei Tulie danach, ob Aspirine eigentlich, ich frag' nur so aus Interesse, ne, noch verfügbar wäre.

Tulie weiß sofort, dass Bruder Vincavec dahintersteckt, der sich mit Aspi zusammentun will. Die ist zwar mit Ranec verlobt, aber wie wir wissen, ist das noch eher so ein „Ach, ja, warum nicht, man kann es ja mal andenken“ als ein festes Versprechen. Und so eine Verbindung zwischen Mammut- und Löwenlager wäre schon prestigeträchtig.

Übrigens merkt selbst Vincavec stehenden Fußes die Spannungen zwischen Aspi, Randy und Karl.

Das Löwenlager zieht dann mal weiter, durch Matsch und Morast, Feld und Flur, über Hag und Hügel. Aspi sammelt Blümchen und es herrscht allgemeine Idylle.

Nur im Herzen der Aspi nicht.

Bei einer der Blumenbestimmungszusammenkünfte, auch Karl ist anwesend, erwähnt Deegie, dass sie beim Sommerfest ja mit Dingsbums zusammengegeben wird, genau wie Aspi mit Randy. Zing!

Jondalar erhob sich. „Ich muß gehen ... und ... uh ... meine Schlafrolle ausbreiten“, sagt er und enteilte.

Deegie beobachtete, wie Aylas Augen ihm folgten, und war fast sicher, daß ihr die Tränen kommen wollten. Sie schüttelte den Kopf. Ayla wirkte einfach nicht wie eine Frau, die bald mit einem Mann zusammengegeben werden und mit dem Geliebten ein Herdfeuer gründen sollte.

In ihr war keine Freude, keine Erregung. Irgend etwas fehlte. Etwas, das Jondalar hieß.


Ich find's ja immer wieder schön, dass jede verdammte Wühlmaus weiß, was Sache ist, nur die Beteiligten, die bekommen es so gar nicht gebacken.

Montag, 26. April 2010

Wochenendplanung

Die Mammutkekse haben Spaß gemacht, und so ein grummeliges Katzentier wie ich braucht in dieser fiesen Welt ja nun jeden Spaß, den es kriegen kann.

Deswegen plane ich demnächst (dieses Wochenende bin ich im Ausland, also, einem anderen Bundesland und somit weg. Aber das darauf vielleicht. Mal gucken.) eine Wiederholung des experimentellen Backens. Um die Verbindung zum momentanen Buch hinzukriegen werde ich auch beim Backen ganz dolle an Aspirine denken. Versprochen.

Freitag, 23. April 2010

Mammutjäger – XXIX

Der Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Steinzeitlüfte. Die Luft wird warm und blumenduftig, Horden und Herden von Tierchen kommen aus dem Winterexil zurückgewandert, Aspirine wird 18 und das Sommerfest, bei dem sich allealle Mamutoi-Stämme treffen, steht an.

Das wird sooo super! Ich meine, stellt euch das doch nur mal vor! Hunderte von neuen Leuten, die Aspi alle noch nicht kennen und demzufolge sowas von erstaunt über ihre unglaublichen Fähigkeiten sein können! Frisches, unverbrauchtes Bewunderungsmaterial! Wir können die ganze Chose nochmal neu durchkauen! Heilwissen! Pferde! Wölfe! Unglaubliche Schönheit!
Ist doch phantastisch!

... nicht?

Endlich kommen dann auch mal Mammuts vorbei und wir erfahren, dass die Mamutoi die Indianer der Steinzeit sind; das Mammut wird nicht nur gejagt sondern auch geschätzt und verehrt. Besonders das leckere, zarte Fleisch ungeborener Mammut-Jungen.

Deren Fell sich übrigens auch gut zur Herstellung von Babykleidung eignet.


Ich brauche mal den TMI.



Das Lager wuselt herum, bereitet vor. Aspirine stellt fest, dass Rydag sich nicht auf das Treffen zu freuen scheint.

„Nezzie, weiß du, was mit Rydag los ist? Er scheint so ... unglücklich“, sagte Ayla.

[...]

Nezzie blieb stehen und sah Ayla offen an. „Du weißt es wirklich nicht, nicht wahr?“ Die junge Frau schüttelte den Kopf, woraufhin Nezzie ihrerseits kopfschüttelnd sagte: „Mach Dir keineSorgen deshalb, Ayla, Du kannst nichts daran ändern.“


Wetten, dass? Wer, wenn nicht Aspi, wird der gesamten übrigen Menschheit beim Sommerfest beibringen, dass die Clan-Leute ganz normale Menschen sind und Rydag damit Akzeptanz und Anerkennung bringen?

Dann werden die Pferde ein wenig geritten, Renner von Karl, Winnie von Ayla. Zufällig treffen die beiden sich mal vorm Langhaus und schon alleine Aspis Anblick lässt Karls gewaltigen Speer emporsteigen. Ja.

Obwohl sie gar nicht die Absicht hatte, dorthin zu bleicken, bemerkte sie die Ausbuchtung seiner Männlichkeit, und so stieg ihr gleichfalls das Blut zu Kopf.


Wieso gleichfalls zu Kopf? Gibt es da etwas in Karls Anatomie, das wir, äh, diskutieren sollten?

Sie wechseln ein paar Worte, Karl zeigt ihr ein neues Geschirr, das er erfunden hat. Das war's.

Warum Karl überhaupt noch da ist? Wollte er nicht gleich nach dem nun eindeutig zurückliegenden Frühlingsfest abreisen gen Heimat? Ah, eine gute Frage.
Also. Karl ist noch da, weil er sich um Aspi sorgt und weil Mamut so angedeutet hat, dass nur Karls Eingreifen beim Herumspiritualisieren sie gerettet hatte.
Deswegen bleibt er erst einmal.

Am Abend, man sitzt grade gemütlich zu Tisch, knurrt Wolf plötzlich böse los und rennt zur Eingangstür. Besuch! Ludeg, der Nachricht vom Sommerfest bringt.

Ein neuer Mensch!

Gut, gucken wir mal. Zuerst einmal ist er total verblüfft über Wolf. Dann erzählt Frebec(!) ihm auch noch stolz von den Pferden und dann ... ja, dann ist da natürlich noch Aspirine selbst.

Ja, er erinnerte sich nicht, sie überhaupt schon einmal gesehen zu haben; eine so schöne Frau hätte er gewiß nicht vergessen, dessen war er sich ganz sicher.
[...]
Er lächelte Ayla an und mußte wieder denken, wie schön sie war.


Ich kann das Sommerlager kaum noch erwarten! 100 Leute, die synchron jeden Tag dreimal darüber musieren, wie schön und faszinierend Aspi ist. Wheeeee!

Die Neuigkeiten, die Ludeg bringt: Das Sommerlager findet beim Wolfslager statt, da der frühere Lagerplatz fortgeschwemmt worden ist. Und außerdem hätten die Leute im Sungaea-Lager eine böse Krankheit.

Aspi will natürlich sofort helfen. Klar. Talut meint, man könne auf dem Weg zum Sommerlager ja einen kurzen Abstecher machen, die Cousine der Nichte des Sohns der Schwägerin des Bruders der Nachbarin von Tulies Halbschwester würde in dem Lager leben und sei damit quasi engste Verwandtschaft.

Den Rest des Abends verbringen die Löwenlagler damit, dem staunenden Ludeg alles über Aspis Wundertaten zu erzählen, auf dass er auf seiner Nachrichtenroute durch die anderen Lager die Geschichte der wundersamen neuen Mamutoifrau verbreiten möge.

Am nächsten Tag gehen alle nochmal aufs Klo und dann reiten sie los. Zum Sommerlager. Whoopdeedoo.

Maximilian Buddenbohm, Zwei Drei Vier – Wie ich eine Familie wurde

Die Freitags-Aspirine kommt heute Abend, denn gestern, als ich sie eigentlich schreiben wollte, habe ich mich festgelesen. In diesem Buch:



Viele werden Merlix' Herzdamengeschichten kennen. Die wurden auszugsweise in Buchform gebracht. Geschichtchen über Beziehung, über das Kinderkriegen, über Menschen und die Söhne. Wunderbar.

Meine allerliebste Lieblingsgeschichte ist auch drin. Hachschnüff.

Deswegen finde ich, dass ihr euch, so zur Überbrückung, wenn's bei Aspirine wieder länger dauert, ne, ... wo wollte ich hin? Ah. Ja. Gehet hin in den den kleinen, sympathischen, inhabergeführten Buchladen eures Wohnortes und holt euch dieses Buch. Oder verschenkt es. Manche Bücher eignen sich ja nur zu jeweils einem, zum Selbstlesen oder Verschenken, aber das Buddenbohm-Buch ist rundum toll, das kann beides.

Hach.

Dienstag, 20. April 2010

Mammutjäger – XXVIII

Innerlich völlig aufgewühlt, lief Jondalar den Vormittag über am Fluß entlang. Immer wieder hörte er im Geiste Ranecs freudige Worte.
[...]
Am liebsten wollte er sterben, genauso wie Thonolan damals, nach dem Tod von Jetamio.


Deswegen würde sich Karl auch nur zu gerne in den reißenden Fluss stürzen, doch immerhin lebt Aspi noch und Mamut hat ja außerdem gesagt, dass er beim Frühlingsspiritualisieren dabei sein sollte, wegen Aspis Sicherheit. Außerdem:

Er sagte sich, schließlich sei es nicht so, daß sie heute abend tatsächlich schon mit Ranec zusammengegeben wurde. Sie legte ja nur das Versprechen ab, irgendwann in der Zukunft ein Herdfeuer mit ihm zu gründen[.]


Ahhh. Wir haben also noch viel Zeit für Leid und Verwicklungen, denn noch ist nichts Definitves entschieden. Na, das ist doch vielversprechend.

So sitzt der grübelnde Karl Stunde um Stunde am wild wirbelnden Fluss. Als er jemanden kommen hört, versteckt er sich hinter einem Büschelbusch. Es ist Aspirine, die für ihren Auftritt am Abend schon mal ein wenig herumastralkörpern möchte. Karl bleibt mucksmäuschenstill hinter seinem Gebüsch hocken und beobachtet sie.

Es war einfach, als _müßte_ er ihr zusehen.


Jopp. Schicksal. Löwentotem. So ist das.

Aspi, die sonst die Flöhe husten und die Wiesel denken hört, probt, von der Anwesenheit Karls hinter dem nächsten Gestrüpp nichts ahnend, die ungeheuer wichtige Zeremonie. Feuer machen, Messer aus Flintstein schlagen, die heiligen Dingsdas aus dem Totembeutel neu verpacken und sich dann mit floh- und läuseabtötendem Zeugs waschen. Hügjene, ne?

Um der Hügjene zu frönen muss sie sich ausziehen und das erweckt in Karl Erinnerungen an frühere, fröhlichere Zeiten. Hachja. Aber er ist ja ein gar böser Verwarner, also reißt er sich am Riemen.

[A]ls sie in den Fluß eintauchte, wäre das die Gelegenheit gewesen, sich davonzuschleichen; doch selbst wenn sein Leben davon abgehangen haben würde, er hätte sich nicht von der Stelle rühren können.


Also bleibt er in seinem Gebüsch hocken und bespannt die nackte Aspirine weiter.

Die wäscht sich frisch und sauber, kämmt sich das Haar und Karl wäre wohl damit durchgekommen, wäre nicht Wolf angerannt gekommen. Der hat erstaunlicherweise eine sensiblere Nase als Aspirine (darf der das?) und entdeckt Kalle innerhalb einer Sekunde hinter seinem Gebüsch.

Das ist jetzt, so als Situation, erst einmal so ein bisschen peinlich.

Schließlich bemühte sich Jondalar um eine Erklärung.

„Ich bin ... nun ja ... gerade vorübergekommen ... ja ...“


Ach sooo! Na dann.

Er eilt sodann von dannen. Ist ja alles gesagt.

Der Abend eilt heran und das Frühlingsfest beginnt. Man feiert und macht sich Geschenke, wobei die neuen Aspi-Fadenzieher hoch im Kurs stehen. Versteht sich von selbst. Aber wir erwähnen es lieber nochmal, damit das feine Gewebe des allumfassenden Aspirine-Lobliedes, das alles überdeckt, auch ja nicht fadenscheinig werden möge. Da muss man ja aufpassen.

Es wird verkündet, dass es ein neues Baby gebe und dass Latie beim Sommerfest zur Frau werden wird. Offizielle Löwenlagernachrichten. Weiß zwar schon jeder, aber mei. So gehört es sich nun mal.

Latie bekommt eine höchst symbolische Elfenbeinfigur, das Baby wird auf den Namen Bectie getauft, und dann ist es auch schon soweit: Aspirine und Randy sollen sich verloben. Aspi ist voller glückseliger Erwartung:

Einen Moment war sie außerstande, sich zu bewegen. Dann wollte sie davonlaufen – doch wohin? Sie wollte Ranec gegenüber dies Gelöbnis nicht ablegen, sie wollte Jondalar, wollte ihn bitten, nicht ohne sie fortzugehen, doch als sie aufblickte und Ranecs eifriges und glücklich lächelndes Gesicht sah, holte sie tief Luft und stand auf.

Jondalar wollte sie nicht, und sie hatte Ranec versprochen, sich mit ihm zu verloben.


Hier ist wirklich Liebe in der Luft. Fürwahr.

Oder ... sowas.

Als Aspirine in den Lichtkreis des Feuers tritt, verschlägt es dem gesamten Löwenlager den Atem.

Ranec war nicht der einzige, den ihre Schönheit mit ehrfürchtiger Scheu erfüllte.
[...]
Die überaus feine Mamutoikleidung im Verein mit der strahlenden natürlichen Schönheit ihres Haares bildete eine bestürzende Einheit, die durch die dramatische Beleuchtung doppelt zur Geltung kam.


Dem kann sich keiner entziehen, nicht einmal Karl.

Als ob jemand ihm einen Tritt in den Bauch gegeben hätte und er nach Luft schnappen müßte, wurde ihm plötzlich bewußt, was er verloren hatte.


Schon wieder? Ich meine, das wird ihm nun wirklich in jedem Kapitel bewußt. Aber gut, dieses Mal ist es bestimmt besonders schlümm.

Das Gelöbnis wird nun mit allerlei Römpömpöm und würdevollen Ansprachen geschlossen. Die Betreffenden geloben, der Rest bezeugt, alles gehört zu haben. Wunderbar.

Beim Sommer-Hochzeitsfest werdet ihr zusammengegeben werden, auf daß alle Mamutoi Zeugen werden“, sagte Tulie. „Umschreitet jetzt dreimal das Feuer, um das Verlöbnis zu bekräftigen.“


Sie schreiten und – tadah! – sind fortan verlobt. Randy kommt in seiner grenzenlosen Verliebtheit gar nicht auf die Idee, dass Aspi nicht die gleiche, unendliche Liebe für ihn empfinden könnte, Karl sackt in seiner Ecke halb ohnmächtig zusammen und Aspi ist bedrückt.

Aber dass mal jemand was sagen würde, ne ...

Nun, nachdem dem Tanderadei des Plebs Genüge getan wurde, geht es los mit dem ganzen müstischen Krams. Mamut beschwört Das Böse™ und verjagt es auch gleich wieder. Aspi trommelt ganz seltsame Rhythmen und trinkt den Wurzelsaft. Sie sinkt zu Boden und ihr Geist entschwindet.

Was genau der Geist jetzt macht, wird nicht klar. Jedenfalls nichts Sinnvolles. Im Dunkeln herumhocken. Ja, super. Das hat sich dann doch echt gelohnt mit der Wurzelmüstik und so.

Wobei! Es bietet die Gelegenheit für Karl, sich jammernd über Aspis kalten Körper zu werfen und ihren Namen zu rufen. Dieses Gerufe ist es dann auch, das ihren Geist wieder zurück in ihren Körper bringt! Ein Zeichen!

Apsi und Mamut, der ja schon vor etlichen Kapiteln wußte, dass sie Karls transzendales Leuchtfeuer der Liebe für die Rückkehr brauchen würden, theoretisieren dann noch ein wenig über den Ort herum, an dem sich ihre Geister aufhielten. Also, sinnlos im Dunkeln herumsaßen. War aber zweifelsohne eine ganz wichtige Erfahrung. Joh.

Danach gehen alle ins Bett. War ja auch viel los heute.