Mittwoch, 9. Juli 2008

DFB – Kapitel XI

Ich habe es satt. Es reicht. Genug ist genug.

Wenn Frau Meyer den selben Schlonz immer und immer und IMMER wieder ad vomitum wiederholen will, na schön. Bitte. Soll sie. Aber ich werde nicht zum hunderttausendmillionsten Mal „Oh, und wieder ist Bella der Mittelpunkt der Welt“ oder „Ede meint, daß er sich von Bella fernhalten sollte“ kommentieren. Aus die Maus, Ende Gelände.

Textstellen, zu denen ich in der Vergangenheit schon genug bis(s)iges zu sagen hatte, werde ich von nun an mit Stilblüten des nutzlosen Wissens garnieren. Nur, daß ihr vorgewarnt seid.

Widmen wir uns nun, vorgewarnt wie wir sind, Kapitel 11.

Als wir gemeinsam den Biologieraum betraten und zu unserem Tisch gingen, waren sämtliche Blicke auf uns gerichtet.

Nutzloses Wissen (NW): In Texas ist es verboten fremde Kühe mit Graffiti zu besprühen. Aber die eigenen darf man? Interessant.

Sie gucken in Bio einen Film an. How ... convenient. Bellward sitzen infolgedessen im Dunkeln nebeneinander und Bella verliert fast den Verstand (sie hatte welchen?).
Meine Augen wandten sich ihm wie von selbst zu. [...] Er erwiderte mein Grinsen und schaffte es dabei trotz der Dunkelheit, seine Augen zum Glühen zu bringen. Ich schaute weg, um nicht zu hyperventilieren. [M]ir wurde tatsächlich schwindelig.

Leuchtende Augen, eh? Man sollte meinen, daß es irgendjemandem auffallen würde, wenn Edward „Ich bin ein Auto, seht meine Scheinwerfer“ spielt, aber nee. 'türlich nicht.

Im darauffolgenden Sportunterricht verstümmelt Bella mal wieder alle Anwesenden und muß sich deswegen in die Ecke setzen. Mike ist nicht damit einverstanden, daß Bella nun mit Edward geht.
(NW) Mir fällt spontan ein, daß es auf der Welt mehr Hühner als Menschen gibt.


Nach der Schule treffen sich Bellward auf dem Parkplatz und es stellt sich heraus, daß Ede Bella per Gedankenlesen beim Sportunterricht bespitzelt hat. Bella ist stinkig, was Ede aber nicht weiter stört. Das könnte ihn schon fast sympathisch machen, aber ich bin immer noch verstimmt wegen der Katzensache.
Sie blablan noch ein wenig ödes Zeug herum.
(NW) Das durchschnittliche Stachelschwein hat 30.000 Stacheln. Holla.

Ede meint, während er sie heimfährt, daß Bella nicht dabei sein darf, wenn er und die anderen jagen.
Bella: „Abba wisu?“
Ede: „Weil gefährlich? Dum?“

Doch dann bleiben unsere Blicke ineinander verschränkt, und die Stille umhüllte uns. Seine Augen ruhten auf meinen, bis dieselben elektrischen Impulse die Luft durchzuckten, die mich heute während des Unterrichts erfasst hatten. Erst als mir schummrig wurde, fiel mir auf, daß ich nicht atmete.

... ich werde das Gefühl nicht los, daß die Evolution ihren Fehler eingesehen hat und versucht, ihn zu korrigieren.

Hm.

[...]


GOOOOO EVOLUTION! YEAH! GO GO GO!



Bella behält dieses Mal die Oberhand, fängt wieder an zu atmen und geht ins Haus, wo sie natüüüürlich, hattenwirjanochnie, von Edward träumt.
(NW) Der sauberkeitsbewußte Franzose Jacques Robaey hat eine Toilette erfunden, die erst nach gründlichem Händewaschen den Weg nach draußen wieder freigibt. Die Toilette "Ten Plus" (Zehn Plus) öffnet sich erst, wenn im Waschbecken mindestens 10 Sekunden lang das Wasser lief. Eine Überwachungskamera registriert außerdem, ob auch wirklich die Hände gewaschen wurden. Erst dann wird die Türe entsperrt.

Sauber.


Am nächsten Tag holt Ede sie wieder daheim ab, wie sich das für einen guterzogenen Vampirfreund so gehört. Mehr langweiliges Blabla ergibt sich. Ede will ihre Lieblingsfarbe wissen beispielsweise. Zuerst mag er ihre Lieblingsfarbe nicht, aber dann sagt sie ihm, warum es ihre Lieblingsfarbe ist, und danach mag er sie dann auch. Hmm-hm! Genau! So wichtige Dinge besprechen Bellward über ein paar Absätze hinweg. Sie stellen außerdem fest, daß sie die selbe Musik mögen. Bellas neuer Lieblingsstein hat genau die Farbe von Edes Augen übrigens. Das ist extrem romantisch, wa?
(NW)Der älteste bekannte Goldfisch wurde 41 Jahre alt und sein Name war Fred.

Sie kommen in der Schule an.

Bella hat Bio, Bella hat Sport.
(NW) Eine Katze hat 32 Muskeln im Ohr. Awwwwwwwww.

Spätnachmittags bringt Ede Bella wieder nach Hause. Sie sitzen noch im Auto und unterhalten sich über unglaublich interessante Dinge, die ich hier nicht wiedergeben will, da es die nationale Sicherheit kompromittieren könnte.

UND DANN PASSIERT ES!

Ich konnte es zuerst auch nicht glauben. Ganz am Anfang habe ich es nicht einmal erkannt! Das muß man sich mal vorstellen.
Aber, so unglaublich es klingt, es ist wahr.

DER HAUCH EINER HANDLUNG KOMMT AUF!

JA!

CAPSLOCK-EXCITEMENT!

Dieses Mal hyperventiliere ich. Kann es denn sein? Darf es denn sein?

Vor dem Haus, das Bella mit Charlie, ihrem Vater, bewohnt, stehen nämlich Jacob und sein Vater, Billy Black. (Gut, Billy Black klingt jetzt leicht nach Kondom, aber selbst das vermag die Erhabenheit des Augenblicks nicht zu trüben.)
Billy Black will seinen Freund Charlie besuchen und kennt nicht nur Edward sondern weiß auch, daß der ein Vampir ist. Ein Vampir, der sich grade an die Tochter seines (Billys) besten Freundes ranmacht!

Wooohooo, ich rieche Ärger! Großartig!


... daß ich das noch erleben darf!

Dienstag, 8. Juli 2008

DFB – Kapitel X

Am Morgen danach stellt sich Bella die übliche Frage: Ist das alles wirklich passiert oder habe ich nur geträumt?
Ich klammerte mich an die Details, die ich mir nicht eingebildet haben konnte, seinen Geruch zum Beispiel. Den hätte ich mir niemals selbser ausdenken können, ganz sicher nicht.

... duschen?

Draußen ist es trüb, regnerisch und nebelig. Ahahahahahaha. Zuerst waren die ständigen, perpetuum-mobiligen Wiederholungen von Themen nervig, dann wurden sie schon fast lustig, sowas wie ein verunglückter running gag, aber so langsam kippt es wieder ins zutiefst Irritierende ab. Dann, wenn einen die Leute so seltsam angucken und man die „Seriously, what's WRONG with you?“-Sprechblase schon über ihren Köpfen schweben sieht.

Ede holt Bella auch brav von daheim ab, was ihr Herz zuerst zum Schweigen, dann zu stolpern und dann zum rasen bringt. Klingt wie die Bundesjugendspiele auf Organebene.

Dann folgt die wichtige Information, was Ede denn so trägt.
[Er trug] nur einen hellgrauen Strickpulli mit langen Ärmeln und V-Ausschnitt. Wieder schmiegte sich der Stoff an die perfekten Formen seiner muskulösen Brust. Es war das größte Kompliment, das man seinem Gesicht machen konnte, daß es mich davon abhielt, seinen Körper anzustarren.
Keine Erwähnung, daß das bestimmt Designerklamotten sind? Ich bin enttäuscht.

Sie fahren zur Schule. Absätze, Seiten gehen für leeres Blabla drauf. Ede bricht sämtliche Regeln für Bella und seine Geschwister fahren deswegen nicht mehr mit ihm zur Schule. Diese mitreißende, interessante Geschichte von Bellward wäre schließlich auch stinklangweilig, wenn Edward nicht die Regeln brechen müßte, um mit Bella ... moment!

Das güldene Paar läuft dann in die Schule ein und zieht, wäre es anders denkbar, alle Blicke auf sich.
Andere Schüler liefen an uns vorbei; wahrscheinlich zogen wir ihre Blicke auf uns, aber ich nahm sie kaum wahr.

„Bis zum Mittagessen“, rief er mit im Weggehen zu. Drei Schüler, die grade reingehen wollten, blieben stehen und schauten mich verwundert an.
*stöhn* Logisch. Wie immer halt. Würde ein Meteor in der Cafeteria einschlagen, keiner würde es merken, weil man zu sehr damit beschäftigt ist, Bellas Schluckauf von vergangenem Dienstag zu besprechen.

Jess fragt Bella dann seitenlang über Edward aus. Das kleine Männchen in meinem Kopf, das bei solchen Stellen immer „Blaaa blaaaaa blaaaaaaaaa. Laaaaaaaaaaaaaaaangweilig!“ quengelt, wird immer lauter.

Dann geht es ab in die Cafeteria. Ede steht schon bereit und holt Bella vor dem Klassenzimmer ab. Das königliche Paar schreitet schwebenden Schrittes zum Futtertrog. Um nochmal hervorzuheben, wie shpeshul Bella und Edward sind (und was für Gewürm alle anderen) betont Meyer nochmal die Reaktionen der Statisten.
Es wurde [...] ein stiller Gang zur Cafeteria. An Edwards Seite [...] unterwegs zu sein erinnerte mich stark an meinen ersten Tag hier: Alle glotzten.

Als wir uns setzten, schauten vom anderen Ende des langen Tisches ein paar ältere Schüler voller Erstaunen zu uns herüber.

Joah. Da sitzen zwei in der Cafeteria auf Stühlen am selben Tisch. Da muß man schon gucken, das sieht man schließlich nicht alle Tage, nä?

Das nervigste Blabla seit dem Angriff der Killertomaten folgt. Ach, Ich liebe Dich viel mehr als Du mich! – Aber nein, Bella, Du irrst Dich ganz gewaltig! – Aber ich bin doch sooo schrecklich durchschnittlich und gewöhnlich! – Aber nein, Du bist das exakte Gegenteil von durchschnittlich, und ich muß es ja wissen, denn ich kann Gedanken lesen und alle Jungen in der Schule wollen mit Dir poppen! – Ach, das sagst Du doch nur um mich zu trösten. – Neinnein, bestimmt nicht! Ach, und übrigens, falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte, ich muß mich zurückziehen, um Dich zu schützen.

JA WIE OFT DENN NOCH? Glaubt ihm doch eh' keine Sau mehr.

Ein kurzer Exkurs über Lieblingsgerichte. Emmett mag Grizzlys, Edward Pumas. Pumas. Große Katzen. Right, jetzt hat er bei mir endgültig verschissen, der Arsch!

Dann machen sie noch aus, daß Bella nicht nach Seattle fährt, weil er lieber für sie irgendwo privat glitzern will und dann sind die Mittagspause und das Kapitel auch schon vorbei. Gottseidank!


Fazit: Frau Meyer, seriously, WHAT'S WRONG WITH YOU?


Ein Interview

... mit Stephenie Meyer bei Spiegel Online.

Sagen wir es mal so: ich beginne zu verstehen, warum das Buch so ist, wie es ist.

Montag, 7. Juli 2008

DFB – Kapitel IX

Gunahmd meine Damen und Herren,
willkommen zurück zu einer weiteren Woche mit FrauKatz und dem Buch. Heute: Kapitel 9

Kapitel 9 ist kurz.

Balla(balla) und Mister Ed sitzen also im Volvo und fahren zügig gen Forks (über die Gabeln bin ich noch immer nicht hinweg). Ede fährt zu schnell und scheint noch nicht mal auf die Straße zu achten. So schnell geht das: grade noch „meine Liebe, mein Leben!“ und jetzt schon „fahrnichtsoschnellOMG!“ *nöl*.

Sie unterhalten sich, während Ede dahinrast, und es kommt noch heraus, daß Ede Ballas Geruch gefolgt ist in Port Angeles. Und da sagt man immer, mindestens einmal im Monat duschen sei gut für die Gesundheit. Pah!

Gedanken lesen kann auch nur er, sonst keiner aus seiner Familie, und je näher dran desto besser. Check. Okay. Nur Bellas Gedanken kann er nicht lesen, uuuuuuuuh, da guck. Sie will natürlich wissen, warum.
„Ich weiß es nicht“, sagte er leise. „Ich kann mir nur vorstellen, daß dein Gehirn irgendwie anders arbeitet als die der anderen.“

*gigglesnort*
Das hätte ich ihm schon vor 150 Seiten sagen können, aber mich fragt ja keiner. Da seht ihr, was ihr davon habt. So. Pfht.

Die nächsten Absätze tänzeln sie wieder um das „Was bin ich“-Thema herum und Bella keift noch ein bisschen, weil er so schnell fährt. Dann erzählt sie ihm brühwarm, daß Jacob ihr gepetzt habe, Ede und seine Familie seien Vampire . Whoops.
Ich wagte nicht mehr, ihm ins Gesicht zu schauen, doch ich sah, daß sich seine Funger am Lenkrad verkrampften und seine Knöchel weiß hervortraten.

Daß das jetzt, sagen wir mal, nicht die beste Idee des Jahrhunderts sein könnte, fällt Bella natürlich erst hinterher ein. Doppel-Whoops.

Dann meint Bella, es wäre ihr ja überhaupt völlig egal, wer oder was oder wie oder wann oder warum Edward ist.
Edward: „Wot? Dum?“

... gefolgt von dem üblichen Blabla daß es ja vvviiiieeeeel zu gefährlich sei für Bella, mit Ede zusammenzusein. Ach Gottchen, ja, das hatten wir schon lange nicht mehr.

Ein kurzer Diskurs über Edwards Ernährungsgewohnheiten schließt sich dem an. Jawoll, sie sind die Guten, sie trinken keine Menschen, zumindest versuchen sie es redlich. Warum? Weil Ede, wie er flüsternd gesteht, kein Monster sein will.

Mein Herz würde sich jetzt öffnen, vor lauter Mitleid und Zuneigung, aber dann dachte ich mir hmm, nee, lieber nicht, das ganze Blut und so, neenee, das lassen wir lieber mit dem Herzen und dem Öffnen und so. Sicher ist sicher.
Sein Blick war sanft, aber so eindringlich, daß er meine Knochen zu schmelzen schien.

... schmelzende. Knochen. ... ... ... biddewas!? Gehen Frau Meyer langsam die Superlative der Reaktionen, die Ede auslösen kann, aus? Was kommt als nächstes? Ein explodierender Hypothalamus? Eine zerschellende Niere? Ein zerbröckelnder Lungenflügel?



Im Anschluß druckst Bella ein wenig herum und gesteht Ede, daß sie ohne ihn auch nicht mehr leben mag, was diesen erneut in eine extrem selbstmitleidige Existenzkrise stürzt. Naaaiiiin, Du darfst mich nicht liiieeeeben, ich bin ein Moooooonster, ich bin bööööössääääh, naaaaaaaaain, das darf nicht saaaaaain. Wären sie nicht grade Auto gefahren, er hätte sich bestimmt zu Boden geschmissen, sich das Gesicht mit Erde beschmiert und seine blutigen Fäuste gen' Himmel geschüttelt.
Aber extra dafür rechts ranzufahren war ihm dann wahrscheinlich doch zu umständlich.

Stattdessen:
„Ah“, stöhnte er leise, „das darf so nicht sein.“

„Begreifst Du nicht, Bella? Es ist eine Sache, wenn ich mich ins Unglück stürze, aber etwas völlig anderes, wenn Du so tief drinsteckst.“ Gequält blickte er auf die Kegel der Scheinwerfer.

„Es ist falsch. Es ist nicht sicher. Ich bin gefährlich.[...]“


Bella heult dann ein bisschen. Ich auch, aber aus anderen Gründen.

Gut, nachdem Ede ein Raser ist kommen sie dann auch mal in Forks (Nachbargemeinden: Knifes & Spoons?) an. Sie verabschieden sich und er wünscht ihr eine gute Nacht.
Sein Atem traf mein Gesicht und betäubte mich. Es war derselbe exquisite Duft, der seiner Jacke anhaftete, nur konzentrierter.

Wo war noch gleich die Liste? *schepperwühlkramsklönk* Ah. Hier.
„Dinge an Edward, die wunderschön sein tun“
Punkt 2568: sein Atem

Er rät ihr dann noch, nicht alleine in den Wald zu gehen, dann rennt Bella ins Haus, telefoniert mit Jess, duscht sich und legt sich ins Bett.
Es gab drei Dinge, deren ich mir absolut sicher war: Erstens, Edward war ein Vampir. Zweitens, ein Teil von ihm – und ich wußte nicht, wie mächtig dieser Teil war – dürstete nach meinem Blut. Und drittens, ich war bedingungslos und unwiderruflich in ihn verliebt.


Hallloooo Klappentext. Ich finde es ja verblüffend, daß sich ein Verlag dazu entschließt, einen Text hinten auf das Buch zu schreiben, der vollinhaltlich vermutlich eigentlich den gesamten Inhalt wiedergibt.


Fazit: Edward ist ein Vampir und Bella ist verknallt in ihn. Dafür haben wir jetzt 200 Seiten gebraucht. Ich hoffe sehr, die nächsten 200 Seiten beschäftigen sich nicht mehr ausschließlich damit, daß Edward ein Vampir ist, in den Bella verknallt ist. Denn daß Edward ein Vampir ist, in den Bella verknallt ist, das haben wir schon begriffen. Zumindest die meisten Leser dürften relativ bald gemerkt haben, daß Bella in Edward, den Vampir, verliebt ist, und wer jetzt noch nicht gemerkt hat, daß Bella für Edward (17, Vampir) schwärmt, der wird auch die nächsten 200 Seiten nicht mitbekommen, daß Edward, der Vampir, von Bella verehrt wird. Warum also lassen wir es nicht einfach gut sein damit, daß Bella in den Vampir Edward verschossen ist, UND MACHEN WEITER MIT DER GESCHICHTE?!

Danke.

Freitag, 4. Juli 2008

DFB – Kapitel VIII

Freitag! Letztes Kapitel vor dem Wochenende! See me rejoice!

Bringen wir es also hinter uns.

Bella fährt mit Jess und Angela nach Port Royal Angeles um zu shoppen.
Seit meinem letzten richtigen Mädchenabend war reichlich Zeit vergangen, und der Östrogenausstoß regte meine Lebensgeister an.

*notier* Im Gegensatz zu Bella hatte Frau Meyer offensichtlich kein Bio.

Nach ein paar Absätzen etwas gezwungen wirkenden Mädchenblablas erwähnt J. oder A., daß TylerDurden in der Schule verbreitet, er würde mit Bella auf den Jahresabschlussball gehen.
„Wie bitte?“ sagte ich und schnappte nach Luft.

„Er hat was gesagt?“ Ich hörte mich an, als würde ich gleich ersticken.

[...] ich hatte mich noch nicht von dem Schock herholt[.]

Ah. Die typische Gelassenheit der Bella Swan wie wir sie kennen und ... kennen. Ich dachte immer, meine Mutter wäre die ungeschlagene Meisterin darin, aus einer Amöbe eine Herde Elefanten zu machen. Sie muß diesen Titel wohl abgeben, sobald das hohe Gericht entschieden hat, ob erfundene Figuren auch zählen.

Obwohl es ihr durch diesen ungeheuren Zwischenfall gehörig die Stimmung verhagelt hat, berät Bella ihre Begleiterinnen fachkundig beim Kleiderkauf, beim Schuhkauf und beim Schmuckkauf.

Dann trennen sie sich. Bella will in einen Buchladen. Was die beiden anderen wollen, wird nicht erwähnt. Hauptsache, Bella ist gaaaaaaanz allein unterwegs, ne?

Sie sucht also einen Buchladen.
Der Buchladen war leicht zu finden, aber er war nicht wonach ich suchte. Das Schaufenster war voller Kristalle, Traumfänger und Bücher über spirituelle Heilung. Durch das Glas sah ich eine vielleicht fünfzigjährige Frau mit langen grauen Haaren, die ihr offen über den Rücken herabfielen[.] Sie stand hinter ihrem Ladentisch und lächelte einladend. Ich ging gar nicht erst hinein – auf das Gespräch konnte ich getrost verzichten[.]

Selige Teenagerzeit. Man weiß alles und man kann alles – besonders Menschen mittels eines Blickes einschätzen.

Sie läuft dann weiter und achtet nicht sonderlich auf den Weg, weil sie mit ihrer ungeheuren Verzweiflung kämpft. Weswegen sie grade aktuell verzweifelt ist wird nicht explizit erwähnt, aber ich vermute mal stark, daß es mit Edward zu tun haben könnte. Eventuell. Und während sie so vor sich hinverzweifelt latscht und latscht sie immer weiter. Mit einer kleinen, grauen Regenwolke über ihrem Kopf. Sehr symbolisch.

Als sie mal kurz ihre Verzweiflung beiseite läßt stellt sie fest, daß sie geradewegs in das Industrieviertel von Port Angeles hineingelaufen ist. Was tut man also als vernünftige junge Frau, die bemerkt, daß sie ganz alleine in einer fremden und miesen Gegend unterwegs ist? Richtig. Umdrehen und schleunigst zurücklaufen.

Was aber tut Bella, die ganz alleine in einer fremden und miesen Gegend unterwegs ist?
An der nächsten Straße, die ich überquerte, wurde mir klar, daß ich in die falsche Richtung ging. [...] Ich wollte nicht denselben Weg zurücklaufen, deshalb entschloss ich mich, an der nächsten Ecke nach Osten abzubiegen[.]

Chlor für den Genpool!
Sie entschließt sich dazu, sich erst mal ein bisschen gepflegt zu verirren. Und nachdem das ja nicht gefährlich genug ist kommt es, wie es kommen muß: vier böhsä Männer treiben sie in einer Sackgasse in die Ecke.

Dann kommt Edward, läd sie in sein Auto und fährt weg.

Wow. Das kam jetzt aber unerwartet.

Sie fahren zum Treffpunkt, der mit Jess und Angela ausgemacht war.

Er parkte am Straßenrand, in einer Lücke, die mir viel zu schmal für den Volvo erschien, in die er aber hineinglitt, ohne ein einziges Mal korrigieren zu müssen.

Ooookay. Edward hat da also diesen großen Volvo mit dem er so richtig gekonnt auch in seeehr schmale Lücken hineingleitet.





Mir kann man halt nichts vormachen. Ich erkenne Schweinskram auf einem Kilometer Entfernung. Haben sie sich so gedacht, Frau Meyer, was? HA! NICHT MIT MIR! MIT MIR NICHT!

Jess und Angela haben zufällig schon gegessen und werden kurzerhand ins Auto nach Hause verfrachtet, obwohl beide vor Neugier und Ehrfurcht platzen.

Bella und Mister Ed gehen ins Restaurant, wo Ed die Kellnerin durch seine Anwesenheit so entzückt, daß sie sich sofort auf den nächsten Tisch schmeißt und „Nimm mich! Hier und jetzt! Mehrmals!“ brüllt.

Naja, aber fast.

Gut, daß er seinen großen, glänzenden Volvo draußen gelassen hat.
Ja, *räusper*, lassen wir das.

Ed und Bella haben jetzt also ihre Quality Time und der Vampir der Herzen stopft Bella erst mal mit Nudeln und Coke voll. Dann spielen sie wieder das „wir eiern um den heißen Brei herum“-Spiel, als Bella aus heiterem Himmel darauf kommt, daß Ede wohl Gedanken lesen könnte. Es gab vorher zwar nie Andeutungen in die Richtung und bisherige Ereignisse („Vampire? Sind die mit Ventilatoren verwandt? Ich sehe besser mal im Internet nach.“) ließen eher drauf schließen, daß Bella unfähig ist, selbst das Offensichtlichste zu erkennen. Und da, auf einmal, *zing*!

Um der Philosophin ihrn Hofnarren zu zitieren: Jaa, nee, is' klar.

Man stellt also fest, daß Mister Ed Gedanken lesen kann. Nur bei Bella nicht! Was ist sie nur für a shpeshul little shnoflake. Das Vampir-Thema kam übrigens noch nie auf den Tisch, aber hey, man kann ja mal zugeben, daß man Gedanken lesen kann. Von einer radioaktiven Walnuss gebissen worden oder was?

Dann erzählt Ede, daß er ihr gefolgt sei, um sie zu beschützen. Mein Herz bricht. ...nein! Nicht so!
„Deine Tage waren gezählt, als ich dich das erste Mal gesehen hab.“

OKee. Jetzt doch so. Jaaaaaaaa. Schicksal, Verdammnis, Qual, Gefahr. Wir haben's gerafft. Schon vor etlichen Kapiteln.

Er scannte also die Gedanken der Menschen in Port Angeles und fand so die Männer, die unzüchtige Gedanken bezüglich Bella hegten. Ach, und wie schwer es ihm gefallen sei, die vier nicht gleich auf der Stelle zu zerbeulen.
Klar. Waren schließlich nur böhsä Menschen. Und er hätte sie ja nur aus Liebe zu Bella erledigt, nä?


Nachdem das alles geklärt ist setzten sie sich ins Auto und fahren gen Forks.


Fazit:

Donnerstag, 3. Juli 2008

DFB – Kapitel VII

Bella wurde mit aller ohne jegliche Rafinesse im letzten Kapitel also nahegebracht, daß der schöne Mister Ed (ich hoffe, hier lesen Leute, die alt genug sind, den Witz noch zu kapieren ) ein Vampir sei.
Was tut man in einer solchen Situation?

Richtig. Man steckt sich die Finger in die Augen, kneift die Ohren zusammen (oder umgekehrt) und Lalalalalala-t vor sich hin.

In Bellas Fall: gaaaanz laute Musik und das Kissen über den Kopf, bis sie einschläft. Wobei sie von Edward träumt; die Strategie scheint also nicht sonderlich erfolgreich zu sein.
Ede ist natürlich ein Vampir, Jacob, der einen Gastauftritt hat, verwandelt sich in einen Wolf und fällt ihn an. Bella wacht auf. Drats. Grade wo's interessant wurde.

Das Buch ergeht sich dann in minutiösen Beschreibungen der bella'schen Verleugnung. Wie Bella sich das Zopfgummi aus den Haaren zieht beispielsweise. Wie sie duscht. Wie sie sich ihren bequemsten Pulli raussucht. Wie sie ihr Bett macht. Wie sie sich eine Schüssel Cornflakes zubereitet.
Ich aß langsam, kaute jeden Bissen sorgfältig, und als ich fertig war, spülte ich Schüssel und Löffel, trocknete sie ab und räumte sie weg.

Ehrlich, diese un-ge-heure Aufregung macht mein armes Herz nicht mehr lange mit. Diese Spannung! Ein Ereignis jagt ja gradezu das nächste! Ich sollte auf Big Brother umsteigen oder sowas.

Danach beschließt Bella erst mal ins Internet zu gehen und Vampire zu recherchieren. Weil das Internet eine verlässlichere Quelle ist als, beispielsweise, ein echter Vampir. Wenig verwunderlich, daß das Inet nur Mist ausspuckt, der Bella nicht weiterhilft. Hätte sie mal jemanden gefragt, der sich damit auskennt. Ist ja grundsätzlich vorhanden.

Enttäuscht tut Bella daraufhin das einzig Sinnvolle: sie rennt in den Wald und setzt sich unter einen Farnwedel.

[...]

Ich mache jetzt mal eine Kunstpause, um die schlichte, klare Schönheit dieser Handlung besser zur Wirkung zu bringen.

[...]

Unter dem Farnwedel denkt sie dann widerstrebend doch nach. Frage #1: ist Ede ein Vampir? Kann es sein?
Sofort protestierte mein Intellekt laut und deutlich dagegen, die Möglichkeit überhaupt nur zu erwägen – es war dumm und morbide, solchen lächerlichen Gedanken nachzugehen.

In der Tat gibt es viele alternative Erklärungen dafür, daß Ede Autos verbeult und hochhebt, so blass und wunderwunderwunderschön ist, daß seine Augen die Farbe wechseln, daß er und seine Familie nichts essen, daß er so wohltemperiert ist und superschnell. Joh. Warum trägt er nicht gleich ein Schild am Revers auf dem „Hallo, ich bin Edward, Vampir“ steht? Zu aufdringlich?

Frage #2: Wenn Edward ein Vampir ist, sollte sie nicht lieber in Zukunft Abstand halten?

Ich muß das erste Mal beim Lesen dieses Buches laut lachen.

Bei dem bloßen Gedanken daran durchfuhr mich heftigste Verzweiflung[.]

There. Ich will jetzt nicht wajakla sagen aber ... wajakla.

Daraufhin verlässt Bella ihren Farnwedel und rennt wieder nach Hause.

Am nächsten Tag in der Schule kommt Mike angeschlappt und bittet sie um ein Date. Sie muß ihm dann erst mal erklären, daß Jessica, mit der sie ihn neulich erst verkuppelt hatte, damit wohl nicht einverstanden wäre, weil sie in Mike verknallt sei. Nun, Mike und Jess waren zwar schon ein paarmal aus und haben geknutscht, aber er braucht trotzdem Bella um ihm zu verkünden, daß Jess ihn wohl mag. Man gut, daß Bella da war und seine Angelegenheiten regeln konnte. Was würden nur all die Menschen ohne sie machen?

Die Sonne scheint (OMG!). Was sagt uns das? Genau, die Cullens bleiben der Schule fern. Ede ist weit und breit nicht zu sehen.
Lähmende Trostlosigkeit ergriff mich.

[...] während ich zugleich immer tiefer in meiner Trübsal versank.

[ich wurde] von einer weiteren Welle der Enttäuschung überschwemmt[.]

Der Rest des Tages verging mit einem Schneckentempo, das zu meiner Niedergeschlagenheit passte.

Ich bin jedenfalls froh, daß Bella Edwards Abwesenheit so gefasst aufnimmt.

Mit der Verzweiflung der Verzweifelten sagt sie darob zu, mit Jess und A. nach Port Angeles zu fahren, wo die beiden Kleider für den Schulball käuflich zu erwerben gedenken. Sie teilt dies beim Abendessen ihrem Vater, dem wandelnden Comic Relief, mit.
„Aber Du gehst doch gar nicht zum Ball“, sagte er verwirrt. „Nein, Dad, aber ich helfe ihnen dabei, etwas zu finden.[...]“
Einer Frau hätte ich das nicht erklären müssen.

Ist auch wirklich unverschämt von ihrem Vater, keine Frau zu sein! Ich kann das voll echt total nachfühlen!


Dann packt sie ihr abgegriffenes Portemonaie in ihre selten benutze Handtasche(sic) und sie fahren los.


Fazit: Diese 100%ige, absolute, uneingeschränkte, man muß schon sagen, Hörigkeit geht mir immer mehr auf die Nerven. Vor allem weil sie auf nichts beruht. Das steht in keinerlei Verhältnis (höhö, zweideutig) zueinander. Edward benimmt sich wie ein Arsch, und nur, weil er so wunnesöhn ist, und so müsteriös, liebt ihn Bella bis zur Selbstaufgabe. Ich habe mich schon bei Kings „Es“ über „is halt so“ als Begründung geärgert und tue es hier erst recht. Sie kennen sich nicht die Bohne, aber egal. Das ist eben eine dieser epischen Lieben. Absolut auf den ersten Blick und viel bedeutungsvoller als alle anderen Lieben. Schicksal. Füreinander bestimmt. Is halt so. Joah.

Mittwoch, 2. Juli 2008

DFB – Kapitel VI

Kapitel VI heute etwas später, weil mir wegen der Hitze den ganzen Abend lang kodderig war. Trotzdem konnte mich nichts vom Kapitel abhalten; immer im Dienste meiner geliebten Leserschaft. (<-- Übersetzung: Ich verlange Mitgefühl und will betüddelt werden! :leid:)

Jut. Sechstes Kapitel. Bella wird extrem neugierig ausgefragt wie es denn so sei, die Luft in Edes Nähe zu atmen. Jeder, Floppy, das Schulmaskottchen, eingeschlossen, ist extrem fasziniert davon, daß Bella mit Edward gesprochen hat. Wahrscheinlich bringt in diesem Moment jede größere Zeitung der USA, achwas, der zivilisierten Welt einen Sonderbericht auf der Titelseite. Dem unglaublichen Ereignis ist das auch nur angemessen.

Just in diesem Moment höchster Bella-Glorie scheint Frau Meyer zu versuchen, ein wenig mehr Realismus in die Geschichte zu bringen. Vor meinem inneren Auge sehe ich die Lektorin mit einer P90 hinter Meyer stehen.

„Es muß mindestens eine Person geben, die Bella nicht mag!“ – „Aber Bella ist perfekt! Wie Edward! Sie weiß es nur nicht, was sie noch zusätzlich sympathisch macht! Jeder mag Bella!“ – „Mindestens eine Person!“ – „Das geht nicht! Sie ist zu liebenswert, als daß ...“ – *Waffe wird entsichert* – „Na schön. Na schön! *schmoll*


Wie auch immer es letztendlich kam, wir lernen Lauren kennen. Lauren wirft Bella unfreundliche Blicke zu und scheint sie nicht zu mögen.
Ich bin verblüfft.
Lauren mokiert sich später (auf dem Weg von der Cafeteria zu Bio, andere Settings scheinen nicht zu existieren) dann auch noch explizit über Bella.
Mir war bislang gar nicht aufgefallen, was für eine unangenehme, nasale Stimme sie hatte, und mich überraschte die Missgunst, die darin mitschwang.

Wundert es uns, daß die Person, die Bella nicht mag, offensichtlich unschöne Eigenschaften und Merkmale besitzt?

Mich auch nicht.

Das Strandwochenende naht und, o Wunder, die Sonne kommt doch tatsächlich heraus, vermag jedoch leider keine Gnade vor den Augen der Perfekten zu finden.
Sie stand an der falschen Stelle am Himmel, viel zu tief, und kam mir weiter weg vir, als ich das in Erinnerung hatte, aber es war definitiv die Sonne.

Na, es hat in letzter Zeit in Forks auch viel geregnet. Da vergisst man schon mal das große, heiße Gesicht am Himmel.

Bella und ihr Hofstaat fahren zum Strand. Mike will neben Bella sitzen, was prekär ist, denn hat sie ihn nicht grade eben nolens volens und selbstaufopfernd mit ihrer Freundin Jessica verkuppelt? Wird Bella es schaffen, weder Mike noch Jessica zu verärgern? Das sind Probleme, an denen geringere Geister zweifelsohne zerbrechen würden.

Durch den raffinierten Schachzug, Jessica einfach zwischen sich und Mike zu setzen, gelingt Bella „The Brain“ Swan das Unglaubliche. Sämtliche Einwohner von Forks stehen Spalier und applaudieren. Bravo! Und schon wieder eine unglaubliche Krise gemeistert.

Sie kommen am Strand an, Strand ist nett, eine kleinere Gruppe geht und sieht sich Seewasserbecken an, Bella fällt auf dem Weg routinemäßig ein paarmal hin, yaddayadda.
Als sie zurückkommen sitzen ein paar Jugendliche aus dem nahegelegenen Reservat am Feuer, unter ihnen auch Jacob. Bella findet Jacob erst mal sympathisch.
Dann allerdings machte er mit seiner ersten Frage den ganzen positiven Eindruck mit einem Schlag zunichte.
„Du bist Elisabeth Isabella Swan, oder?“
Es war, als ginge der erste Schultag noch einmal von vorne los.
„Bella“, seufzte ich.

Ja. Oooooooo. Mein. Gott. Was sind alle anderen Menschen, die nett zu ihr sind, doch für eine fürchterliche Zumutung für unser Prinzesschen. Sie muß so leiden. Wo ist eigentlich Amnesty International, wenn man es mal braucht? Es ist einfach unzumutbar, daß eine Bella wegen ihrer unglaublichen Schön- und Beliebtheit ständig ... angesprochen wird.

Es stellt sich heraus, daß Jacobs Vater der frühere Besitzer von Bellas Riesenauto war und sie sich außerdem von früher kennen, als Bella ihren Vater immer mal besucht hat.

Sie sitzen am Feuer und unterhalten sich. Dem Leser wird zur geneigten Aufmerksamkeit gebracht, daß Lauren, die Bellanichtmögerin, nicht nur eine mißtönende Stimme sondern auch blasse, trübe Augen hat.
Ja, Frau Meyer, wir haben's verstanden. Ich bin trotzdem Team Lauren, so there!

Die Frage kommt auf, warum Ede denn nicht mitgekommen sei. Einer der älteren Jungen meint, die Cullens kämen nicht hierher. Bella fällt der „dürfen nicht herkommen“-Unterton auf, und da sie von alleine ja nicht drauf kommt, was jetzt mit Ede los ist, muß sie sich eben jemanden suchen, der es ihr brühwarm erzählt. Logisch. Sie beschließt also, Jacob anzuflörten und dann auszuhorchen, das gerissene Luder.
[...] und plötzlich hatte ich eine Idee. Eine ziemlich blöde Idee, aber was Besseres fiel mir nicht ein. Ich hoffte, dass Jacob noch zu unerfahren mit Mädchen war, um meinen ganz sicher erbarmungswürdigen Flirt-Versuch zu durchschauen.

Bella erinnert mich immer mehr an eine unangenehme Tante, die einem mit ihrem Pulitzerpreis, dem Bundesverdienstkreuz, dem Modelvertrag und den Haus, Auto, Pferd-Bildern ständig vor der Nase herumwedelt, nur um dann, wenn man eine entsprechende Bemerkung macht, pseudo-bescheiden abzuwinken, sie sei ja nichts Besonderes, neinnein. Kann man ja mal sagen, wenn ohnehin jeder weiß, daß dem nicht so ist. Gah.

Bella fragt Jacob über die Cullens aus. Jacob erzählt eine alte Sage, nach der die Männer seines Stammes, die Werwölfe (Duh!), den kalten Wesen verboten haben, hierher zu kommen. Nachdem Bella immer noch nicht rafft, was Sache ist, wird Jacob deutlicher: joh, die kalten Wesen wären dann mal Vampire, ne? Bella ist gegänsehautet.

Ich persönlich hätte es ja schöner gefunden, wenn Bella selbst mal ihren – bestimmt perfekten – Hintern hätte bewegen müssen, um hinter Edwards Geheimnis zu kommen, aber die Autorin ist offensichtlich der Meinung, man müsse ihr alles haarklein auf dem Silbertablett servieren. Jacob ex machina. Naja.

Na gut.

Die Rückfahrt verbringt Bella aktiv damit, nicht nachzudenken. Mal ganz was Neues. Hurra.

Ich gehe dann jetzt ins Bett. Puh. Ich hoffe nur, es passiert mal bald was. Lange halte ich das Herumgeeiere nicht mehr aus.

Dienstag, 1. Juli 2008

DFB – Kapitel V

Heute ist ein wundervoller Tag, der mir wieder zeigte, daß Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit noch nicht ausgestorben sind unter den Menschen. Hach. Weswegen ich mich dazu entschloss, Bella und Edward einfach so unter eigener Regie zu vereinigen. Dem Vorbild der Klatschblogger folgend, die für prominente Pärchen gerne eine Synthese aus beiden Namen kreieren (wohl bekanntestes Beispiel sind Brad Pitt und Angelina Jolie, waldläufig „Brangelina“ genannt), entschied ich, daß Bella und Edward von nun an „Bellward“ heißen sollen.

Doch genug des frohlichen Herumgetolles, wir haben Arbeit vor uns. Das fünfte Kapitel, genauer gesagt.

*räusper*

Anfang des fünften Kapitels wird Bella von zweien ihrer Verehrer (and counting) von Klassenzimmer zu Klassenzimmer eskortiert. Das erleichtert sie, denn das bedeutet, daß ihr die beiden ihre Absage bezüglich des Schulballes nicht übel nehmen. Dem geneigten Leser war das schon vorher klar, denn wer könnte Bella schon böse sein?

Mike, ihr Erstkontakt, plant an diesem Wochenende einen Ausflug zum Strand (wheee! Eine andere Location! Ich bin richtig aufgeregt!) und Bella ist herzlich eingeladen. Eventuell würde es sogar aufhören zu regnen (Ach? Es regnet in Forks?).

Die lange Reise von Bella-Moses und ihren zwei Stämmen endet in der Cafeteria, wo sie Ede zuerst nicht entdeckt und sich daraufhin in der Essenausgabe zwischen den Fleischklopsen und dem Broccoli zusammenrollt, um in stiller Trauer dahinzuleiden. Glücklicherweise weist ihre Freundin Jessica darauf hin, daß Ede schon da ist und nur einen Tisch weiter sitzt.

Edward winkt sie zu sich. Stille senkt sich über die Cafeteria, die Schule, Forks und überhaupt ganz Amiland. Millionen von Menschen halten die Luft an. Eine Gabel fällt klirrend zu Boden.
„Meint er dich?“, fragte Jessica so ungläubig, dass es fast schon beleidigend war.

Jessica! Liebe, gute, naive Jessica! Zweifelsohne meint Edward Bella. Jede Person außer Bellward (Hmpfhihihi) ist hier doch schließlich völlig überflüssig, also wen sollte er sonst meinen? Liest denn hier keiner das Drehbuch?

Tsk.

Bella schwebt also zu ihm, setzt sich und sie fangen an zu reden. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß Ede sich endlos in kryptischen Andeutungen ergeht, noch ein paarmal erwähnt, daß es für alle und den Weltfrieden ja viel besser wäre, wenn sie nicht befreundet wären, und wie Barishnikov um den heißen (Vampir-)brei herumtanzt, während Bella hauptsächlich herumzickt und nicht die Bohne kapiert.

Das Ganze ein paar Seiten lang. Ich muß gähnen, aber das nur, weil mein Hirn vor lauter Aufregung nicht mehr weiß, was es tut.

„Was, wenn ich kein Superheld bin? Was, wenn ich der Böse bin?“ Er lächelte, doch seine Augen waren unergründlich.

Bella beschließt, daß er natürlich gefährlich sei, aber nicht böse. Nneinneinn. Gut, gefährlich und ihr verfallen ist doch schließlich die Kombination, die die Libido einer jeden Frau anfeuert.

So blahen sie noch ein wenig weiter, bis es Zeit für ... Bio wird. Höchste Zeit. Ede wird schwänzen, Bella hetzt zum Ort des Geschehens.
Zum Glück war Mr Banner noch nicht da, als ich ankam. Ich setzte mich rasch auf meinen Platz und sah, dass Mike und Angela mich anstarrten – Mike verärgert, Angela überrascht und ein wenig ehrfurchtsvoll.

Jahaaaa! Seht sie euch gut an! Sie hat mit EDWARD geredet! GEREDET! MIT EDWARD! JAWOLL! Der erfordert mindestens das Capslock Of Awe. Mindestens!

Mister Banner will heute die Blutgruppen der Klasse bestimmen lassen, was erklärt, warum Edward der Weise der Stunde fernblieb. Bella kann kein Blut sehen und kippt um. Auf dem Weg zur Schulschwester fängt Edward sie ab und trägt sie in seinen starken Armen zu ebenjener. Er scheint amüsiert darüber, daß ihr von Blut schlecht wird. Can't imagine why.

Ohnmachtsanfälle erschöpften mich jedes Mal aufs Neue.

Nein. Was Du nicht sagst.

Nach kurzer Zeit geht es ihr aber schon wieder besser und sie versucht, Ede zum Strandausflug einzuladen. Der will aber nicht. Dann wiederholen sie das Cafeteria-Spiel: Edward macht Andeutungen und Bella zickt herum. Jajaja. Er ist wunderschön und wundergefährlich und wunderbeängstigend. Check. Gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Er setzt sie noch daheim ab, um danach mit Bruder Emmett zu einem Jagdausflug() aufzubrechen.


Fazit: Laaaaaaaaaaaaaangweilig! Hätte ich Wunderboy gegenübergesessen, als er sich so penetrant in Andeutungen erging, ich hätte ihm Bernard das Baguette über den Schädel gezogen und verlangt, daß er endlich Klartext redet. Bella ist SO ein rasiertes Meerschweinchen, das gibt's gar nicht.

Jetzt entschuldigt mich bitte. Hier hat es ca. 35°C und ich muß mich abkühlen.

Montag, 30. Juni 2008

DFB – Kapitel IV

Das kapitellose Wochenende liegt hinter uns, ab sofort gilt wieder ein Arbeitstag – ein Kapitel.

Erinnern wir uns also: Bella wurde fast von einem Mitschüler, vielmehr seinem Auto, zerquetscht und war daraufhin wütend auf Edward, träumt aber trotzdem noch von ihm. :abkürz:

Zu meiner Bestürzung fand ich mich für den Rest der Woche im Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit wieder.

Aha. Das unterscheidet sich vom vorhergehenden Zustand genau ... wie?

Aber der Fast-Unfall hatte natürlich auch sein Gutes: Tyler Crowley (Der Name! DER NAME! HNNNXXX!) versucht jetzt, nachdem er schon nicht über sie drüberfahren durfte (bloody Vampires – nie darf man was!), auf andere Weise bei Bella zu landen und fügt sich nahtlos in die Reihe der konturlosen Verehrer der guten Dame ein. Ich muß vor lauter Überraschung fast zwei Sekunden aufhören zu lesen, um diese unerwartete Entwicklung zu verdauen.

Edward mit den kalten Händen spricht dann ein paar Wochen lang nicht mehr mit Bella, was diese mit Genugtuung und Entzücken zur Kenntnis nimmt. Nein, halt. Sie ist am Boden zerstört. Das war's. Geht ja auch nicht anders. Schließlich wurde grade wieder erwähnt, daß es regnet, für den Fall, daß wir es vergessen haben sollten.

Nope.

Weil er nicht mit ihr spricht und auf einen lahmen Versuch ihrerseits auch nicht anspringt schließt Bella messerscharf daraus, daß er sie doof findet, es bereut, sie gerettet zu haben und sie überhaupt ganz doof und durchschnittlich, während er, sagen wir es im Chor, wun-der-schön und überhaupt ist.

Bella, das herzensgute Kind, überbrückt die Zeit damit, einen ihrer Verehrer mit ihrer Freundin zu verkuppeln. Der ziert sich zwar, weil er ja EIGENTLICH Bella will (wollen wir das nicht alle?), aber sie bringt ihm das „NO WAI“ unglaublich diplomatisch und aufopernd bei.

Die Wochen regnen so ins Land, da, eines Tages in Bio, sieht Ede sie auf einmal an. Seine Augen sind übrigens grade schwarz.

Ich erwiderte seinen Blick und erwartete, daß er sofort wegschauen würde. Doch stattdessen sah er mir weiter forschend in die Augen, mit einer Intensität, die es mir unmöglich machte, den Blick abzuwenden. Meine Hände begannen zu zittern. [...] „Bella?“ Der Klang seiner Stimme war mir so vertraut, als würde ich ihn schon mein ganzes Leben lang kennen[.]

Der vierte Herzklabaster ereilt mich. Grund diesmal wird die rasende Romantik dieser Szenen sein.

Auf den folgenden Seiten zicken sich die beiden dann ein bisschen an. Du magst mich nicht, wohl, gar nicht, wohl, gar nicht, Du weißt ja gar nichts, wohl, nein, doch, einen Augenblick, ich muß erst noch kurz über ein Staubkorn stolpern, hier, laß mich Deine Bücher aufheben, danke, ich renne dann mal weg.

Dann fragen Bella noch sämtliche Verehrer, ob sie mit ihnen zum Schulball gehen will, sie erfindet daraufhin die Ausrede, daß sie zu dem Zeitpunkt nach Seattle wolle, das arme, von männlicher Libido so ungefragt bedrängte Kind.

Abends erzählt sie noch ihrer Freundin von Seattle und kocht danach weiter.

Nach dem Telefonat konzentrierte ich mich aufs [...] Würzen des Hühnchens; ich hatte keine Lust, schon wieder in der Notaufnahme zu landen.

Ja, in der Tat, mit Würzunfällen ist nicht zu spaßen. Die darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Während des Würzens steigen Bellchen wohl die Pfefferdämpfe ins Hirn, denn sie bschließt, daß Ede nichts mit ihr zu tun haben will, weil sie so schrecklich uninteressant sei.

Er dagegen schon. Interessant ... und brillant ... und mysteriös ... und perfekt ... und schön [.]

Für den Fall, daß wir es in der Zwischenzeit vergessen haben sollten. Regnen tut es übrigens auch immer noch. Vermutlich.

Am nächsten Tage will Edward mit Bella sprechen, sie zickt noch etwas herum. Er bietet an, daß sie am Samstag ja mit ihm nach Seattle fahren könne, was Bella dankenswerterweise erst mal zum Schweigen bringt.

Dann erwähnt er noch, daß er mit ihr befreundet sein will (Trockenorgasmus!), aber daß es besser wäre, wenn sie es nicht wären. Befreundet. Um sicherzugehen, daß sowohl Bella als auch der Leser das mitbekommen sagt er das ein ... zwei ... dreimal in einem Absatz.

Und natürlich sagt Bella zu. Wajakla.

Fazit: Es ist wirklich immer dasselbe. Frau Meyer hat einen Fundus an Settings, Personen und Themen, und der wird mit herzlich wenig Variationen immer und immer und immer wieder eingesetzt. In jedem Kapitel muß mindestens einmal erwähnt werden:

  • daß es regnet

  • daß Edward Augen hat

  • welche Augenfarbe Edward hat

  • daß Edward wunderwunderwunderschön ist

  • daß Bella ungeschickt ist

  • daß es regnet

  • daß in Forks schreckliches Wetter ist

  • daß alle Mitschüler Bella lieben

  • daß Bella Biologie hat

  • daß Bella Sport hat

  • daß es eine Cafeteria gibt


Sämtliche anderen Personen dienen nur als Hintergrundgeräusch, Staffage und Stichwortgeber; sie bleiben dementsprechend platt, langweilig und konturlos. Alles dreht sich nur um Bella und Edward, was grade noch verzeihlich wäre, wenn die beiden ein bisschen sympathischer oder interessanter wären. Aber es dreht sich nur um Kinkerlitzchen und uninteressanten Kram.

Es passiert einfach nichts! Nüscht! Ich meine, Bellas Vater ist der Polizeichef. Wie wäre es mit einem kleinen Mord, Bella interessiert sich dafür, Edward auch, und über den Verlauf der Ermittlungen kommen sie sich näher. Irgendwie sowas! Hat man auch schon tausendmal gelesen, aber wenigstens wäre da mehr als die tägliche Frage, wer Bella jetzt schon wieder anbaggert und wie nahe sie Edward kommen darf, wie oft sie in Sport stolpert und was es in der Cafeteria zu essen gibt! Oh, und welchen Teil der Wand Edwards nichtessende Verwandtschaft an diesem Tag anstarrt.

ich --><-- S. Meyer