Dienstag, 7. Juli 2009

Herzlich Willkommen

Ich wollte mal die Leute begrüßen, die über eine Suchmaschine auf diese Seite gekommen sind.

Weil sie nach Dingen gesucht haben.

Dingen wie

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Note to self: mehr Sehks in die Besprechungen einbauen. Egal wie.

Montag, 6. Juli 2009

Eragon XIV – Der Wahnsinn des Lebens

Irre ich mich, oder werden die Überschriften immer phantastischer? Nicht gut-phantastisch sondern hä?-Zusammenhang?-phantastisch.

Letzthin gab es den Fluch der Unschuld und das Kapitel handelte davon, dass Eragorn aus dem Buckel zurückfliegt, das zerstörte Anwesen seines Onkels findet und ihn nach Cravahall schleppt. Wo war da der Fluch, wo die Unschuld?

Erleuchtet mich bitte, ich grüble da seit letzten Mittwoch drüber nach.

Nun denn, so erfahren wir heute etwas über den Wahnsinn des Lebens. Wow. Der sieht, nach Eragon & Paolini, so aus:

Eragon schreckt aus dem Schlaf auf und hat eine Todesvisionserfahrung. Er zieht sich schnell an, rennt rüber in Garrows Zimmer und tatsächlich: Garrow ist von uns gegangen. Anstatt Eragon zu wecken haben Forsthorst und Familie den alten Mann erst mal gewaschen, umgekleidet, gekämmt und einen Schierlingszweig für die Brust besorgt.

Nicht, dass es für einen Quasisohn vielleicht tröstlich gewesen wäre, da mitzumachen und seinem Vateronkel einen letzten Dienst zu erweisen. Neinnein. Außerdem wäre die Beschreibung dieser Vorgänge doch arg zeitraubend gewesen und wir sind hier schließlich nicht zum Spaß, Eragon ist der Held und muss was erleben, jawohl!

Gut. Garrow tot, alle traurig. Besonders Eragon, denn der muss sich insgeheim noch zusätzlich mit Schuldgefühlen herumschlagen. Kann der arme Bub ja mit niemandem drüber reden. „Mein blauer Drache ist Schuld, der hat mich entführt und ich konnte Garrow nicht helfen oder warnen." Wie klingt denn das?

Er stand mit bebenden Schultern da, schrie aber nicht auf. Mutter, Tante, Onkel – alle hatte er verloren. Die Last seines Kummers war erdrückend, eine monströse Wucht, die ihn ins Schwanken brachte. Jemand führte ihn zurück in sein Zimmer und sprach ihm sein Beileid aus.
Joh, Eragorn, 'cause it's all about you.

Unser jugendlicher Held heult sich dann erst mal ordentlich aus, wirft die problematische Fragestellung der Theodizee auf und blockt alle Versuche Saphiras, mit ihm zu sprechen.

Dann schläft er ein.

Freitag, 3. Juli 2009

Eragon XIII – Totenwache

Eragon liegt also ohnmächtig danieder, und weil man als Held nun mal nicht einfach so bewusstlos in der Gegend herumliegen kann, als Mann der Tat ist man gefälligt auch ohne Bewußtsein noch aktiv, träumt er wirr.

Er beobachtete, wie eine Gruppe von Leuten auf stolzen Pferden auf einen einsamen Fluss zuritt. Viele hatten silbriges Haar und trugen lange Lanzen.* Ein fremdartiges Schiff, das unter einem hellen Mond schimmerte, erwartete sie. Die Gestalten gingen langsam an Bord.

Zwei von ihnen, größer als die anderen, gingen Arm in Arm. Kapuzen verdeckten ihre Gesichter, aber er erkannte, dass einer von beiden eine Frau war. Sie standen auf dem Schiffsdeck und schauten zum Ufer. Ein Mann, der Einzige, der nicht an Bord gegangen war, stand allein auf dem Kiesstrand. Er warf den Kopf zurück und stieß einen lang gezogenen Klagelaut aus.

Als dieser verklungen war, glitt das Schiff, ohne vom Wind oder von Ruderstößen getrieben zu werden, den Fluss hinab, hinaus ins flache, verlassene Land. Die Vision verdunkelte sich, aber kurz bevor sie vollends verschwand, sah Eragon zwei Drachen am Himmel.


Ganz wirrer Traum, eindeutig. Ist jetzt bestimmt keine Vision, say, aus der Vergangenheit. Neinnein. Naaaaaaaain.

Nachdem Visionen von Schiffen zwar schön und gut, auf Dauer aber auch recht öde sind, langweilt sich Eragons Gehirn und weckt ihn schließlich doch auf. Er liegt in einem Bett, Beine und Hände ordentlich verbunden, unter einer Wolldecke. Das ganze befindet sich in einer kleinen Hütte und neben ihm sitzt Gertrude, die beleibte Dorfheilerin.

... Gertrude.

..... Gertrude!

Warum nur denke ich, dass sie wunderbar zu Horst dem Forst passen würde?

Egal, außerhalb von Eragons Dunstkreis haben die eh kein Leben. Schade. Nugut, Eragon rappelt sich mühsam ein wenig hoch und versucht erst einmal, Saphira zu erreichen. Klappt aber nicht, sie ist zu weit weg. Dann merkt Gertrude, dass er aufgewacht ist, und erzählt ihm, dass Garrow bei Horst dem Forst ist. Gegenüber.

AHA!

Eragon will dank angeborener Heldenhaftigkeit gleich rüberrennen, aber Gertrude nötigt ihn dazu, erst noch ein Schüsselchen Süppchen zu schlürfen, immerhin habe er zwei Tage lang ohnmächtig herumgelegen.

Eragon ist entsetzt. Zwei Tage! Zwei Tage musste die arme Saphira ohne seine weise Führung zurechtkommen! Unvorstellbar!

Gertrud ist außerdem die Narbe auf seiner Handfläche aufgefallen. Das geheime Zeichen! Eragon schwindelt, die hätte er schon seit seiner Kindheit und er wisse nicht, woher.
Dann, nach Schwindel und Suppe, macht er sich mühsam auf den Weg zu Horsts Haus. Horsts Frau Elain lässt ihn hinein und weist ihm den Weg nach oben, wo Garrow untergebracht ist. Der liegt eingefallen auf einem Bett und sieht gar nicht gut aus. Eragon verzweifelt und versinkt in finsteren Gedanken, bis Horst kommt und ihn an die frische Luft bringt. Zumindest sagt er das, sie kommen aber nur bis in die Küche, wo Eragon ein Tellerchen Essen bekommt und Horst beginnt, ihn auszufragen. So darüber, was nun genau passiert ist, ne?

„Ich kann mich an nichts erinnern."
„Eragon", sagte Horst und beugte sich vor, „ich war mit ein paar Leuten auf eurem Hof. Euer Haus ist nicht einfach zusammengefallen – irgendetwas oder irgendjemand hat es in Stücke gerissen. Im Schnee waren überall Fußspuren eines riesigen Tieres, Spuren, die ich noch nie zuvor gesehen habe. [...] Wenn ein Schatten oder ein Ungeheuer sich in unserer Gegend herumtreibt, dann müssen wir es wissen. Du bist der Einzige, der es uns sagen kann."

Joah, Eragon. Bitte sag es uns, denn zerfetzte Häuser und Spuren riesiger Tiere sind nicht eindeutig genug. Bittebitte, Eragon, sag uns gestandenen Männern, was wir tun sollen.



Eragon kann ja nun nicht gleich mit der Drachenreitergeschichte kommen und saugt sich wieder was aus den Fingern. Er sei vor vier Tagen, nachdem Horst ihm von den Fremden erzählt hatte, gleich nach Hause gerannt. Dann sei erst mal nichts passiert und am nächsten Tag sei er in den Wald gegangen, um Dinge zu tun. Da hätte es auf einmal eine Explosion gegeben, er sei schnell nach Hause gerannt, aber da wäre schon alles vorbei gewesen und er hätte nur noch rauchende Trümmer und Garrow unter ihnen gefunden.
Außerden einen schwarzen Stoffetzen und überhaupt seien das die fiesen Fremden gewesen und nicht irgendsoein müthisches(sic) Tier, jawohl, bestimmt.

Horst fragt nach dem Stein und Eragon kann wahrheitsgemäß sagen, dass der zumindest nicht mehr im Haus war.

Ha, folgert der Forst folgerichtig, dann hätten die Fremden den Stein und würden nun gewisslich nicht zurückkehren.

Eragon fällt derweil noch Rory ein. Ob der schon Bescheid wisse? Nope, meint Horst, der wäre schon auf dem Weg nach Therinsford gewesen und das Wetter sei die letzten Tage zu schlecht gewesen, einen Boten zu schicken. (Ich sach doch, sobald Eragon nicht da oder bewusstlos ist, darf nix passieren.) Sie wollten aber grade. (Weil, jetzt isser ja wach, jetzt darf die Geschichte weitergehen.)

Der Rest der Gesellschaft macht sich auf, die Pferde zu satteln, während Eragon am Tisch sitzt und grübelt. So tief sind seine Gedanken, dass er zuerst nicht mal merkt, dass Saphira ihn zu erreichen versucht.

S: ERAGON!
E: Wah! *vomstuhlfall* Saphira?
S: Wer sonst, hä? Wasn los?
E: War ohnmächtig. Haste was gegessen?
S: Joh, frischen Bock.
E: Aha.
S: Was macht Garrow?
E: Naja.
S: Hmm.
E: Wird 'ne Weile dauern. Kannst Dich ja verstecken.
S: Joh. Aber lass mich nicht zu lange warten.

Nach ein bisschen starren wird dann beschlossen, dass Eragon von Gertrudes Haus in das von Horst dem Forst ziehen wird, dann sei er näher an Garrow. Gesagt, getan und bei Einbruch der Dämmerung kann sich unser Held in Ausbildung in einem neuen Bett zusammenrollen.

Er schlief sofort ein, und die Wunden, die sein Körper und seine Seele davongetragen hatten, konnten weiter verheilen.

Na dann!

_ _ _ _ _
* Boah! Schweinkram!

Mittwoch, 1. Juli 2009

Eragon XII – Der Fluch der Unschuld

Am nächsten Morgen wacht Eragon auf und hat immer noch Aua. Er macgyvert sich eine Krücke aus einem Ast, humpelt mit deren Unterstützung zum Bach und trinkt erst mal was. Wir haben ja keine Eile, naaaaain. Darüber hinaus bemerkt Eragon, dass Saphira sie beide an den Ort geflogen hat, an dem sie als Ei das erste Mal auftauchte.

'Meine Erinnerungen müssen ihr die Richtung gewiesen haben.' Er schüttelte den Kopf in stummem Erstaunen.


Dann beginnt er mit Saphira zu diskutieren, was sie nun als Nächstes machen werden. Er wisse, dass sie nicht zurückwolle, aber Garrow sei in Gefahr (immer noch? Die fiesen Fremden müssen ziemlich langsam reisen.) und vor allem, was sollen denn die Leute denken, wenn er sich mit seinem geladenen Drachen in den Bergen verstecke anstatt heldenhaft die Bedrohung zurückzuschlagen, ne?

Irgendwann macht er Saphira dann so sauer, dass sie sich dazu bereit erklärt, ihn zurückzufliegen. Flugs wird das Unterhemd entzwei gerissen und in die Hose (an die Aua-Stellen! Was ihr wieder denkt!) gestopft, dann hebt Saphira-Air ab.

Am frühen Nachmittag kommt das Palantir Palancar-Tal auch schon in Sichtweite, und mit ihm eine malerische schwarze Rauchwolke, die über dem Heimathof Eragons herumwolkt.

Whoops.

Sturzflug, Notlandung.

Das Haus war völlig in seine Einzelteile zerlegt worden. Spanten und Bretter, die einst Wände und Dach gewesen waren, lagen über einen weiten Bereich verstreut. Das Holz war pulverisiert, als hätte ein gewaltiger Hammer darauf geschlagen.

Ja, sieht so aus, als wären die muffigen Meuchler doch schneller als die durchschnittliche dreibeinige Schildkröte. Eragon durchsucht wild die Trümmer nach Garrow und Saphira hat auch was beizutragen.

Dies ist ein Ort des Kummers, sagte sie.
Nein! Echt?

Eragon ist angeigelt.
E: Das wäre alles nicht passiert, wenn Du nicht einfach mit mir fortgeflogen wärst!
S: Du wärst jetzt tot, wären wir geblieben, Dummbatz!
E: Wir hätten Garrow wenigstens warnen können!

Keif, Zeter und allgemeine Emotionalität. Man einigt sich darauf, den ersten Ehekrach zu verschieben und lieber nach Garrow zu suchen. Unter einem Schutthaufen wird Eragon dann auch fündig. Mit Saphiras Hilfe gräbt er seinen Onkel aus. Garrow sieht nicht so gut aus, was auch das Wort „Todesröcheln" so ein bisschen andeutet.

Saphira schlägt vor, ihn nach Carvahall zu bringen. Eragon könne auf ihr reiten, Garrow würde sie in ihren Klauen halten. Sie starten, aber Saphira ist immerhin noch ein Jungdrache und schon bald wird es ihr zuviel. Eragon muss alleine weiter und schleift Garrow auf seiner Behelfsbahre verzweifelt die Straße nach Carvahall entlang.

Er will schon fast aufgeben, ihm schwinden die Sinne, da sieht er Brom auf sich zustürzen. Doch der Boden kommt ihm zuvor und *wumms* ist Eragon bewusstlos.

Montag, 29. Juni 2009

Eragon XI – Ein schicksalhafter Flug

Eragorn rennt, trotz wackeliger Knie, so schnell es geht nach Hause. Dort angekommen kontaktiert er gedanklich Saphira. Die kommt angeflogen und er schildert ihr, ich vermute ebenfalls gedanklich, die Vorgänge in Carvahall. Als er die beiden Fremden erwähnt, reagiert Saphira leicht intimidiert. Aber nur ganz leicht. So mit Aufbäumen und ohrenbetäubend herumbrüllen und wildem Schwanzwedeln, das Eragon fast ins Jenseits befördert.

Panik und wilder Blutdurst lagen in der Geste.
Feuer! Feinde! Tod! Mörder!
[...]
Sie brüllte erneut auf und hieb die Klauen in die ERde, sodass der gefrorene Boden aufriss. [...]
Schwüre gebrochen, Seelen getötet, Eier zerschlagen! Überall Blut. Mörder!

Ja, es scheint so, als sei das Drachenmädel ein wenig aufgewühlt. Eragon versucht sie zu beruhigen und klettert dazu in die Sattelkuhle unter ihrem Nacken. Logisch. Von woanders kann man Drachen nicht beruhigen, das ist bekannt.

Sie entspannt sich auch zuerst ein wenig, nur um dann unvermittelt abzuheben.

Eragon brüllte vor Schreck, als der Boden unter ihm wich und sie sich über die Bäume erhoben.

Eragorn muss einen ziemlichen Hosenverbrauch haben. Armer Bub.

Je nun, sie fliegen jedenfalls nun erst einmal und Eragon hat genug damit zu tun, nicht runterzufallen. Zwischendrin fleht er Saphira immer wieder an, zum Hof zurückzukehren. Sie müssten Garrow warnen, denn die beiden Fremden seien, dank Slaon, bestimmt auf dem Weg zu ihm. Saphira hat aber irgendwie keine Lust, ihm zuzuhören, und fliegt verbissen weiter.

Irgendwo im Buckel schließlich lässt Madame sich zu einer Landung hinreißen. Eragon rollt schmerzerfüllt von ihr herunter und muss feststellen, dass er sich aufgeritten hat. Jautsch. Hosenverbrauch, ich sagte es schon. Er kann nicht mehr laufen, weil Aua, Saphira scheint auch von Sinnen und die Sonne geht langsam unter. Super Situation.

Eragon versucht, die Sache auszudiskutieren, aber so richtig kommt dabei nichts heraus. Saphira bedauert zwar, dass er beim Ritt verletzt wurde, aber ihr Handeln findet sie immer noch völlig in Ordnung.

Jut, da ist kein Blumentopf zu gewinnen. Außerdem wird es nun wirklich dunkel und kalt. Eragon kuschelt sich an Saphira und schläft erst einmal eine Runde. Kurz vor dem Einnicken gehen ihm noch ein paar Gedanken durch den Kopf.

Konnte er noch vor den Fremden den Hof erreichen? Und wenn icht, was würde dann geschehen? 'Selbst wenn ich mich noch einmal überwinde, Saphira zu reiten, würden wir frühestens am Nachmittag zurück sein. Dann sind die Kerle längst dort gewesen.'

Er schloss die Augen und spürte, wie eine einzelne Träne über sein Gesicht kullerte. 'Was habe ich bloß angerichtet?'

Samstag, 27. Juni 2009

Auszeichnung

Meine monatelangen Mühen auf dem Gebiet der Unterhaltungsliteratur haben sich endlich ausgezahlt! Denn letztes Wochenende bekam ich während einer anrührenden, feierlichen Zeremonie diesen wunderbaren Orden verliehen:



Die Schachtel trägt die Aufschrift

TO
FrauKatz
FOR
Meritious achievement
in the face of
Bad Literature


*schnief*

Danke! Ich würde es jederzeit wieder tun. Für euch!

Freitag, 26. Juni 2009

Eragon X – Fremde in Carvahall

Das Frühstück war kalt, aber der Tee war heiß.

Na dann!

Die Zeit des Abschieds ist gekommen Garrow sieht müde aus und möchte Eragon und Rory auch nicht nach Cheydinhal Carvahall begleiten. Aber er hat noch ein paar weise Worte, die er den beiden mitgeben will. :foreshadowing:

Er richtete seinen ernsten Blick auf sie.
„Erstens, lasst nie jemanden euren Geist oder Körper beherrschen. Gebt besonders Acht darauf, dass eure Gedanken eigenständig bleiben. Man kann ein freier Mensch sein und dennoch angekettet wie ein Sklave.

Schenkt den Menschen Gehör, aber nicht euer Herz. Zollt den Machthabern Respekt, aber folgt ihnen nicht blind. Urteilt mit Logik und Vernunft, aber enthaltet euch jeglichen Kommentars.

Betrachtet niemanden als euch überlegen, ganz gleich welchen Rang er bekleidet oder was er im Leben erreicht hat. Seid gerecht zu den Menschen, sonst werden sie nach Vergeltung trachten. Geht vorsichtig mit eurem Geld um. Haltet an eurem Glauben fest, so dass andere euren Worten Gewicht beimessen. [...]

Und was die Liebe betrifft ... Mein einziger Rat ist: seid ehrlich. Das ist euer mächtigstes Werkzeug, um ein Herz zu öffnen oder Vergebung zu erlangen. Das ist alles, was ich euch zu sagen habe."

*röchelsterb*?

Aber alles klar, jetzt fühle ich mich fürs Leben gerüstet. Jopp. Total. Weisere Worte wurden nie gesprochen.

Unsere beiden Jungs tappeln nach Carvahall und dort wartet in der Schmiede schon Dempton. Der erzählt Rory in fünf Minuten alles über Mühlen, während Horst der Forst Eragon nach draußen winkt. Der folgt ihm neugierig.
Ja, meint Horst, ob Eragon den blauen Stein noch hätte.
Herz --> Heldenhose.
Ja, meint Eragorn, den Stein hätte er total noch, der sei auch noch sehr steinig, öhm, wieso?
Weil zwei Männer gestern in C. eingetroffen seien, die sehr gruselig seien und die Leute ausgefragt hätten, ob jemand so einen Stein gefunden habe.

Eragon wird blass und denkt fieberhaft nach. Hui, die wissen, was es mit dem Stein auf sich hat und Saphira könnte in Gefahr sein.

Er verabschiedet sich hastig von Rory und schleicht dann auf der Suche nach den seltsamen Männern durchs Dorf. Er findet sie auch hinter einem der Häuser, mit Sloan ins Gespräch vertieft. Der verrät ihnen grade alles und Eragon steht bei den zischenden Stimmen der Männer die Kopfhaut zu Berge.

Die Männer machen sich auf den Weg und Eragon, blitzgescheiter Held, tritt einen Schritt aus dem Schatten hervor, um besser sehen zu können. Das wittert einer der Männer, wirbelt herum, die Lage spitzt sich zu, da kommt Brom ex machina ums Eck und die beiden fiesen Gestalten machen sich aus dem Staub.

Brom: „Hey, Eragon, geht's gut?"
Eragon: „Ja, ich breche immer mal zwischendrin schweißbedeckt auf offener Straße zusammen. Das ist normal, alles bestens."
Brom: „Na denn."
Eragon: „Was willst Du denn?"
Brom: „Nur mal nachfragen, ob Dir der Name des Händlers, der Dir so viel über Drachen erzählt hat, wieder eingefallen ist, lalala."
Eragon: „Äh. Nein."
Brom: „Na, macht nix. Ich geh' dann mal wieder."

Beim verabschiedenden Händeschütteln dreht Brom dann blitzgeschickt Eragons Handfläche nach oben, sieht das silberne Drachenmal darauf und hüpft dann fröhlich pfeifend von dannen, während Eragon bedeppert wegrennt.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Eragon IX – Der zukünftige Müller

Wieder zurück am trauten Kamin kommt nach dem Abendessen ein stürmischer Wind auf und rüttelt und schüttelt am Haus.

Eragon beobachtete Roran aufmerksam und wartete auf das Unvermeidliche. Schließlich sagte dieser: „Man hat mir Arbeit angeboten. In der Mühle von Therinsford. Ich habe vor, das Angebot anzunehmen."

Garrow kaut demonstrativ noch eine Stunde (:übertreib:) auf seinem letzten Bissen herum und fragt dann, warum Rory dies wohl beabsichtige.

Der erklärt kurz, was Sache ist, Garrow denkt kurz nach und ist dann, o Wunder, einverstanden. Rory ist perplex.

Garrow beugte sich vor, ein verschmitztes Glitzern in seinen Augen. „Hast Du geglaubt, ich würde dich aufhalten? Ich habe gehofft, dass du bald heiraten würdest. Es ist gut, die Familie wieder wachsen zu sehen."

Wobei Katrina noch immer nicht gefragt wurde. Aber mei, ist ja auch unwichtig! :abwink:

Rory findet seine Stimme wieder und legt fest, dass er in zwei Wochen gehen wird. Eragon guckt noch ein bisschen traurig, dann spülen alle schweigend das Geschirr.

Die folgenden Tage führt sich Eragon wie ein bockiger Teenager auf. Der er ja auch ist. Er ist gereizt, spricht nur das Nötigste und wird von allem daran erinnert, dass Rory bald gehen wird.

Saphira war jetzt Balsam für Eragons enttäuschte Seele. Mit ihr konnte er freimütig reden; seine Gefühle waren für ihren Geist ein offenes Buch und sie verstand ihn besser als jeder andere.

Therapie-Drachen. Auch nicht schlecht. Ich würde einen nehmen.

So verbringen Junge und Drache die Tage miteinander. Junge krault Drache den ... Hals, Junge erklärt Drache Wörter, Drache macht kluge Bemerkungen, Drache fängt Adler und lässt ihn wieder fliegen, weil:

Kein Jäger des Himmels sollte sein Dasein als Beute beenden. Es ist besser, im Flug zu sterben als gefangen am Boden.

Warum sie ihn dann überhaupt erst gefangen hat, wird nicht erklärt. Ich vermute, damit sie diesen echt tiefsinnigen Spruch loswerden konnte.

Eigentlich hatte Eragon vorgehabt, Saphira seiner Familie demnächst vorzustellen, aber erstens drehte sich da jetzt erst mal alles um Rory und zweitens hatte Saphira Einwände. Sie wolle halt noch nicht und Eragon fügt sich bereitwillig.

Am Abend vor Rorys Abreise schleicht Eragon nochmal zu dessen Zimmer und linst durch die Tür. Im Raum steht der Quasibruder und beguckt mit angespannter Miene seine Habseligkeiten. Er wiegt auch einen Stein, den Eragon ihm einmal geschenkt hat, in der Hand, und legt ihn dann wieder zurück ins Regal.

Autsch.

Mit einem Kloß im Hals schleicht sich Eragon wieder zurück ins eigene Zimmer.

Lasst mich raten: „... und einer wird uns fürchterlich verraten!" :marthe:

Montag, 22. Juni 2009

Eragon VIII – Ein machtvoller Name

Rory und Ery treffen sich am Ortsrand und laufen heim. Mit einem flotten Gespräch auf den Lippen läuft es sich bekannterweise ja noch besser und so erzählt Rory, dass er heute bei Horst dem Forst einen Fremden namens Dempton kennengelernt hat.

Er warf Eragon einen Seitenblick zu. Dann fügte er achselzuckens hinzu: „Er braucht die Scharniere für seine Mühle. Er vergrößert sie und hat mir Arbeit angeboten. Falls ich annehme, soll ich ihn begleiten, wenn er die Scharniere abholt."

Rory, Rory. Man soll doch nichts von Fremden annehmen! Weder Süßkrams noch ... Mühlen. Tsk!

Eragon ist not amused. Mehl zu mahlen ist schließlich eine gefährliche Arbeit. Man verliert gerne mal Finger oder gar eine Hand, von allergischen obstruktiven Atemwegerkrankung durch Inhalation von Mehl- und Kleiestaub mal ganz zu schweigen.

Außerdem wäre Onkel Garrow bestimmt nicht einverstanden.

„Es wird nur Ärger geben, wenn du ihn davon erzählst. Vergiss es einfach, dann können wir in Frieden zu Abend essen."



Rory aber verkündet mit fester Stimme, dass er das Angebot annehmen wird.

Eragon: Huh? Aber ... wisu denn bluß? Wir haben nicht viel, aber's langt doch.
Rory: Haja. Ich brauch' aber's Geld. Halt. So.
Eragon: Ach, Unsinn! Für was denn?
Rory: Uhm. Naja. Heiraten und so.
Eragon: Katrina?
Rory: Joh.
Eragon: Schon gefragt?
Rory: Nah. Mach ich im Frühling, wenn ich genug Geld habe, um uns ein Haus zu bauen.

... klar. Nur nicht erst die Frau fragen und dann Pläne schmieden. Nöönöö.

Eragon protestiert noch ein wenig schwach herum, aber Rory ist entschlossen. Jetzt wäre eh die beste Zeit, weil sie alle nur herumsitzen würden. Im Frühling, zur Aussaat und so, wäre er dann wieder da.

Den Rest des Weges legen sie schweigend zurück.

Als sie zu Hause ankamen, erzählte Roran Garrow nichts von seinen Plänen, aber Eragon war sich sicher, dass er es bald tun würde.


Später geht Eragon dann seinen Drachen besuchen.

Er näherte sich ihm mit einem mulmigen Gefühl, denn er wusste jetzt dass der Drache ihm ebenbürtig war.
Eragon.
„Ist das alles, was du sagen kannst?", fuhr er ihn an.
Ja.
Seine Augen weiteten sich ob der unerwarteten Antwort und vor lauter Überraschung setzte er sich erst einmal auf den Hosenboden.
'Jetzt hat er sogar schon Humor. Was kommt wohl als Nächstes?'

Ebenbürtig? Das glaube ich nicht, Tim. Rein theoretisch sollte wohl eher der Drache auf Eragon reiten, ne? :-p

Dann schüttet er dem Drachen erst einmal sein Herz aus. Dass er nicht will, dass Rory geht. Nachdem unser wohlmodulierter Held also ein bischen herumgebrüllt hat, beschließt er, dass der Drachen nun einen Namen bekommen sollte. Er probiert also ein paar aus. Vanilor. (Vanille?) Eridor. Ingothold. Er geht die ganze Liste durch. Aber der Drache lehnt alle Namen ab.

Plötzlich dämmerte ihm etwas. 'Da liegt das Problem! Ich habe bis jetzt nur männliche Namen genannt. Du bist eine Sie!'
Ja. Das Drachenmädchen legte kokett die Flügel an.

Eragon erwägt dann noch ein paar andere Namen, aber die sind alles nichts. Da, wer hätte es gedacht, fällt ihm der letzte Name ein, den Brom genannt hat.

Er stellte die Frage.
„Bist Du Saphira?" Sie schaute ihn mit ihren klugen Augen an. Tief in seinem Geist spürte er ihre Zufriedenheit.
Ja.

Nein! Diese Überraschung! Das hätten wir jetzt NIE gedacht, oder?



Nu, jetzt hat das Kind wenigstens einen Namen. Und ein Geschlecht.

Freitag, 19. Juni 2009

Eragon – kurze Pause

Liebe Leser,

heute, am Freitag, gibt es aus freudigem Anlass kein Eragon-Kapitel. Zumindest ist der Anlass für mich freudig, denn ich werde mit knapp 30 Verrückten netten Menschen ein paar Tage in der fränkischen Steppe verbringen. Wir haben eine Sauna, einen Pool, einen Garten mit vielen Biofrüchen und -gemüsen, Ponys, Zwergziegen, einen Teich, einen See und in der Stadt nebenan einen tegut.

Es kann nur großartig werden. :-D

Montag geht es wie gewohnt weiter. Wir sehen uns dann. :-)