Sonntag, 12. September 2010

Die Nebel von Avalon IX

Was bisher geschah:

Iggy wird im doch schon recht fortgeschrittenen Alter von 15 mit Gollo verheiratet. Warum, das verbleibt hinter einem eher schwachen „Ja, nu, mei, Frieden zwischen den Religionen, es schien zu dem Zeitpunkt eine gute Idee zu sein.“ im Dunkeln.

Fünf Jahre später hat Iggy sowohl eine Tochter, Gähne, als auch eine Bestimmung: Uther. Nach viel hin und her und Drama kommen Iggy und Uther auch tatsächlich zusammen und produzieren den Held der Geschichte, Artus. Iggy konvertiert, aus ebenso fadenscheinig-seltsamen Gründen, zum Christentum und nun ist es an Vivi, der guten Gähne mal zu erzählen, was es denn mit der roten Luftmatratze auf sich hat.

Alle soweit wieder aktuell dabei? Gut, dann können wir ja weitermachen.

An einem Frühlingstag im siebenten Jahr der Herrschaft von Uther Pendragon, der in Caerleon Hof hielt, ging Viviane, die Priesterin von Avalon und Herrin vom See, in die Dämmerung hinaus, um in ihren magischen Spiegel zu blicken.


Was dann der See wäre, denn die uralten und und großen Kräfte, die das Universum, den Fisch und überhaupt alles geschaffen hatten, können natürlich nicht über so einen kleinen, von Menschenhand geschaffenen Minispiegel verehrt oder betrachtet werden. Deswegen ist Kino ja auch viel toller als Filmchen auf dem Handybildschirm.

Oh, und das Gebäude im Hintergrund, der Sonnentempel, der wurde von Gastarbeitern aus Atlantis gebaut, jahaaa. Könnt ihr mal sehen, die auf Avalon, die haben voll den Durchblick in allen Angelegenheiten des Universums, sind auf Du mit sämtlichen untergegangenen Völkern und ganz müstisch und urkräftlich und im Einklang mit den Schwingungen des Seins.

Wir erfahren durch ausgedehnte Gedankengänge Vivis, dass Avalon jetzt permanent umnebelt ist und nur noch die gläubigsten Gläubigen zum Sonnentempel vordringen können; alle anderen landen beim Kloster, das die Mönche gebaut haben. Das steht quasi am gleichen Fleck, aber in der anderen Dimension. *handwedel*

Aber gut, das hatten wir jetzt auch schon ein paarmal. Vivi trinkt von der heiligen Quelle, versammelt die vier Elemente um sich und ruft dann mal bei der Unendlichkeit an, sie hätte da nämlich ein paar Fragen.

Wie steht es um Britannien? Wie geht es meiner Schwester und Morgaine, die zur Priesterin geboren ist? Was ist mit dem Sohn, der Hoffnung von Britannien?


Das Universum scheint PMS zu haben, denn es antwortet nur in seltsam bruchstückhaften Bildern. Gähne weint, ein blondes Kind (Artus?), das verletzt und/oder sterbend am Boden liegt, Morgis zweiten Sohn, Uther und Lot streiten sich.

Vivi ist beunruhigt und beschließt, dann doch mal persönlich nach dem Rechten zu sehen.

„[I]ch muss in Caerleon sein, ehe der Mond wieder aufgeht. Benachrichtige den Merlin.“


So ein bisschen weniger mütisch-müstische Zeiteinheiten, die sich immer und ständig auf den Mond oder zumindest hochbedeutungsvolle Tage im Planetenverlauf beziehen („Ich muss den Boden vor Vollmond geputzt haben!“ – „Das Ritual muss vor einer Linde stattfinden, wenn Merkur, Venus und Jupiter in einer Linie sind, dem Tag des Planeten-Lambada!“ – „Der Joghurt muss bei Neumond geschöpft werden, denn sonst wird er rechtsdrehend! OMG!“), hätte dem Buch meiner Meinung nach gutgetan. So persifliert sich Vivi gerade irgendwie selbst.

Kommentare:

Ozyan hat gesagt…

Magischer Spiegel? o_O Na gut, bei Galadriel war es das magische Spülbecken, aber mit sowas kleinem gibt sich Vivi nicht ab, was? Die nimmt gleich den ganzen See...

Benachrichtige den Merlin.
Ruf mir ein Taxi?!

FrauKatz hat gesagt…

„Merli, fahr schon mal den Wagen vor.“

:ugly:

A. Nym hat gesagt…

Aber der Mond ist doch wichtig! Schließlch ticken alle Frauen im Einklang mit dem Mond und wenn Männer Frauen nicht verstehen, sollten sie einfach mal den Nachthimmel angucken. :ugly:

Dorte hat gesagt…

Müßige Müstikerinnen müssen müde werden ;)

DieJo hat gesagt…

Ist das etwa alles, was in diesem Kapitel passiert?

schildmehdchen hat gesagt…

Ja, das ist tatsächlich alles. Und wenn man Vivis müstische "Avalon ist Entrückt"-Ausführungen ignoriert, schrumpft das Kapitel so auf ... 10 Sätze? :ugly:

Ich hab dann gleich noch mal den Verleser eingebaut, dass es sich bei den alten Gebäuden um einen Sonnenstempel handelt. "Da soll Avalon hin? Genehmigt." *stempel*

Vinni hat gesagt…

Ich hab dafür grad was von müßigen Müslikennerinnen gelesen *g*

Silph hat gesagt…

Morgause hat schon zwei Söhne?

DieJo hat gesagt…

Aber dass jetz alle zum Kloster fahren, wissen wir doch schon aus Kapitel 1.

Ranwen hat gesagt…

Morgause und Lot fand ich ein absolut passendes Pärchen, damals schon. Kein Drama, sondern da weiß jeder von beiden, was er will und was er am anderen findet ;-).
Natürlich sind beides Unsympathen, aber so wie sich die "Guten" in dem Buch anstellen... :rolleyes: