Freitag, 23. Juli 2010

Der Nova-Mann – XII

Gerade erst mal mein volles Wasserglas über Tastatur und Tisch geleert. *brömmel* Das erste, was ich in der Zukunft erfinden würde, wäre ein Auffangstasisfeld für Wassergläser. Aber das ist für diese ganzen Futuristiker wahrscheinlich zu profan. Pfht.

Also weiter im Text.

Hook macht sich also auf den Weg, der schönen Nelly einen Besuch abzustatten. Sein neuer Anzug ist aus Metallgewebe, wie praktisch, denn dann entzündet er sich nicht, wenn Hookster mit Überlichtgeschwindigkeit durch die Gegend rennt.

Etwas was, wie uns das Buch nicht müde wird unter die Nase zu reiben, nur Ryder Hook kann. Nuuuuuuuuur der! (War „Nur die“ nicht mal Werbung für ein Hygieneprodukt? Hm.)

... okay, und die Projektmänner. Aber die zählen ja nicht.

Ganz ohne eigenes Zutun verwandelte er sich in Jack Kinch. Jack Kinch hatte nur wenige Attentate in der ganzen Galaxis ausgeführt, und doch war sein Namen zu einem Synonym für das Unmögliche geworden.


Ehrlich, ich verstehe nicht ganz, was dieses ganze Gewese um die geheime Killerzweitexistenz von MacRyder soll. Ist der beeindruckende Held der Galaxis nicht genug? Muss da noch eine geheime Existenz als Superkiller im Wandschrank liegen?

Die nächsten Seiten verbringt MacRyder dann damit, zur schönen Nelly durchzudringen. Immer, wenn in Realzeit was erledigt werden muss, verlangsamt er sich auf Normalgeschwindigkeit, ansonsten flitzt er mit Lichtgeschwindigkeit durch die Gegend, so dass alles um ihn herum, inklusive Menschen, Aliens und Topfpflanzen, wie eingefroren wirkt.

Weil ich euch von Herzen liebe, werde ich das ewige Rumgeschwurbel nur kurz zusammenfassen. Irgendwie kommt der Autor nicht in die Pötte und schwafelt permanent und sich wiederholend davon, dass Ryder Hook ja erstens außergewöhnlich sei, dass er tut, was sonst keiner tun könnte, dass er ja nicht nur Ryder Hook sondern auch Jack Kinch, Auftragskiller par excellence, sei, dass er Nellinger töten müsse, weil der ihn sonst, ne, und selbst wenn nicht (offensichtlich kann Nelly im Gegensatz zu Hook andere Projektmänner nicht auf zwei Kilometer Entfernung erspüren), dann ist es doch eine Sache der Ethik, denn Nelly ist, wie alle Nova-Männer, pööööhsee!

Das ist die Polsterung, die mehr als ungeschickt um die folgende Handlung gewickelt wird:

Hook betritt den Aufzug und befördert alle Passagiere per Daumen-hinters-Ohr in eine geistige Auszeit.

Alle Personen im Aufzug wären zu Tode erschrocken gewesen, wenn sie gewußt hätten, daß sich Jack Kinch unter ihnen befunden hatte.


Ja. Jahaaa! Wir haben es verstanden. Was genau Jack Kinch jetzt so übermäßig ehrfurchtgebietend macht wird zwar nie erwähnt, aber dass alle Bewohner der Galaxis, vom tentakeligen Kleinkind bis zum alten Krif-Oppa, vor Furcht und Entsetzen in Ohnmacht fallen, wenn sie nur den Namen hören, das haben wir langsam gerafft. Ist gut jetzt. *strenger tonfall*

(Das erinnert mich an diese (Harry-Potter-)Fanfiction, die wirklich nicht schlecht geschrieben war, in der es aber anfangs wichtig war, dass die Protagonistin noch Jungfrau ist. Das las sich dann ungefähr so:


„Und dann kaufte sie sich ein Eis, wie man sich als Jungfrau eben ein Eis kauft, und dann dachte sie über ihre Jungfräulichkeit nach, wie sie das jeden Tag tat, bevor sie ihren Rucksack, der so weiß und unberührt wie sie selbst war, nahm, und sich auf den Weg in ihr Hotel machte; ein anständiges Hotel, schließlich war sie noch Jungfrau und mußte auf ihren Ruf achten.“


Auch wenn ich ein bisschen übertreibe, das ging seitenlang so weiter. Irgendwann wollte ich nur noch „ICH HAB'S SCHON NACH DEM FÜNFTEN MAL VERSTANDEN, DASS SIE JUNGFRAU IST! HIMMELARSCH!“ brüllen. Sowas stört das Lesevergnügen schon so ein bisschen, selbst wenn jede Jungfrau-Erwähnung ja nun fast immer ein Foreshadowing für Sehks ist.

Doch zurück zu Hook.)


Nach dem Aufzug rennt er durch die Gänge, entkommt einem Krif-Mann (gibt es eigentlich auch Krif-Frauen? Oder haben die das ... anders geregelt?), rennt weiter durch die Gänge,
Giftiges Ungeziefer trat man tot, und ebenso musste man einen Projektmann behandeln, ein böses Wesen, das in der Galaxis alles zerstörte, was gut und voller Leben war.
, stellt uns durch solcherlei Aussagen vor die Frage, ob wir jetzt lachen oder weinen sollen, kommt an eine weitere Tür, die von drei Wachleuten bewacht wird (einer natürlich mit Tentakeln, was sonst), schaltet die aus, rennt weiter, trifft auf einen Roboter, schaltet den aus, und kommt dann, endlich, in den privaten Räumlichkeiten von Nelly an.

Na Halleluja. Ich begann schon daran zu zweifeln, dass er es irgendwann schafft. Vor lauter Darlegung, warum es gut und richtig ist, Nelly zu inhumieren, gerade, wenn man der unglaubliche, der wunderbare, der hinreißende MacRyder alias Jack Kinch ist, und den ganzen zu bezwingenden Tentakeln auf dem Weg hätte es mich nicht gewundert, wenn er irgendwo falsch abgebogen wäre.

Gut. Im Allerheiligsten angekommen bekommen wir aufs Brot geschmiert, dass MacRyder für jede Eventualität einen Plan hat, den sein mächtiges Hirn in Sekundenschnelle ausbrütete. Denn schließlich kann man nicht wissen, ob Nelly jetzt arbeitet oder sich mit seiner Sekretärin im Bette wälzt.

... weil es ja auch nur diese beiden Möglichkeiten gibt, irgendwie.

Na, worauf tippt ihr? Wird Nelly, der ja nun ein supermächtiger Mann ist, daran arbeiten, seinen Einfluß zu erhalten, gar zu mehren? Oder ist er so supermächtig, dass er für den Erhalt seiner Macht schon gar nichts mehr tun muss, weil die sich selbst erhält (wie mächtig kann er sein, wenn einfach ein Hook bei ihm reinmarschieren kann, eh?), und er rollt mit einem Weibchen durch Laken? Hm? Na?



Vor [Hook] war das Lachen eines Mädchens zu hören. Es klang fröhlich, sorglos und natürlich. Hook schüttelte den Kopf. „Guter alter Dirty Berti Bashti!“ murmelte er. „Er hat ein Mädchen bei sich.“


Alles andere hätte mich jetzt auch schwer gewundert.

Gut, Hook ist jetzt nahe bei Nelly und steht vor folgendem Problem: sobald Nelly hinüber ist, werden auch MacRyders Superkräfte hinweggerafft, und ohne Superkräfte wird es für ihn ungleich schwieriger, Nellys heilige Hallen wieder zu verlassen.

Aber auch dafür hat Hook einen Plan. Elegant, formschön, voller Raffinesse.

Der sieht dann so aus:

Nelly KO schlagen, als der gerade den Raum betritt.
Mädchen (mit veilchenblauen Augen, btw) auch noch KO schlagen, der Vollständigkeit halber.
Nelly die rechte Hand absägen, weil da die Waffe dran befestigt ist.
Antigrav-Einheit (jeder gute Haushalt des 101. Jahrhunderts hat schließlich welche) raussuchen.
Schnell noch den Scheff von LaPerla anrufen und herbestellen, auf dass er seine Schnuckelperla selbst abhole.
Das Fenster auflasern, sich Nelly auf die Schultern packen, den Antigrav-Pack anziehen und rausspringen.

WOW!

... da muss man erst mal drauf kommen.



Zwischendrin muss er Nellinger auch immer mal wieder eins über den Schädel dengeln, damit der bewußtlos bleibt, was die ganze Situation ein wenig unfreiwillig komisch macht. Aber nu.

Er springt also aus dem Fenster und in Normalzeit zurück, denn so ein Antigrav-Gerät funktioniert ja nur dort. Dass er Nelly über der Schulter hat, hindert die blitzgescheiten Wachen allerdings nicht daran, auf ihn zu schießen.

Daß sie schießen würden wusste Hook. Sie konnten kaum wissen, dass das bewegungslose Bündel über seiner Schulter der mächtige planetare Manager Nellinger war.


Ja, nee. Echt nicht. Sie sehen Nelly in seine Räumlichkeiten gehen, sie hören Geräusche, sie sehen ein bewußtlos herumliegendes Mädchen, sie sehen, dass sie Nellinger nicht sehen und der Typ, der aus dem Fenster gesprungen ist, hat ein menschengroßes Bündel über der Schulter ... nein, da kann man wirklich nicht drauf kommen, dass das Nelly sein könnte. Neenee.

Erst recht nicht die Gehirnkrapfen, mit denen der Planet bevölkert ist. Echt mal jetzt.

Er schießt also zurück, verwandelt die Fensterfassade in brodelnde Steinmasse und selbst die Dummerchen von Leibwächtern begreifen: der meint das ernst!
Stehenden Fußes verschwinden sie vom Fenster und Hook kann in Ruhe weiter sinken.

Bis, ja, die Gefahr aus einer anderen Richtung kommt: von unten. Von da schießt nämlich einer auf unseren Helden, trifft aber nur die Antigrav-Einheit. Daraufhin beginnt Hook abzustürzen und die Angelegenheit wird furchbar dramatisch.

Hilflos fiel er aus einer Höhe von mindestens 30 Metern. Es schien keine Rettung mehr für ihn zu geben. [...]
Sobald er auf dem Boden aufschlug, war es aus mit Ryder Hook, seinerzeit galaktischer Abenteurer.

Kommentare:

mohrchen hat gesagt…

--> Hook betritt den Aufzug und befördert alle Passagiere per Daumen-hinters-Ohr in eine geistige Auszeit. <--
Warum eigentlich? Er kann mit grob 0,9c rennen, da kann er erstens auch die Trepen nehmen und zweitens muss er sich eigentlich niemandens annehmen, da die ihn ohnehin nicht aufhalten können mit maximal 0,1 Mach. *kopfschüttel*

--> Vor [Hook] war das Lachen eines Mädchens zu hören. Es klang fröhlich, sorglos und natürlich. Hook schüttelte den Kopf. „Guter alter Dirty Berti Bashti!“ murmelte er. „Er hat ein Mädchen bei sich.“ <--
Das wäre doch viel lustiger, wenn Hook die falsche Abzweigung genommen hätte und sich stattdessen in der Damenumkleide des hiesigen Schwimmbads wiederfinden würde, wo ein paar Mädels gerade Witze machen und deshalb so unbeschwert lachen, oder?

--> Gut, Hook ist jetzt nahe bei Nelly und steht vor folgendem Problem: sobald Nelly hinüber ist, werden auch MacRyders Superkräfte hinweggerafft, und ohne Superkräfte wird es für ihn ungleich schwieriger, Nellys heilige Hallen wieder zu verlassen. <--
Hääää? Kopf -> Tisch

--> Nelly KO schlagen, als der gerade den Raum betritt. <--
Was ist aus Daumen hinter dem Ohr geworden?

--> Hilflos fiel er aus einer Höhe von mindestens 30 Metern. Es schien keine Rettung mehr für ihn zu geben. [...]
Sobald er auf dem Boden aufschlug, war es aus mit Ryder Hook, seinerzeit galaktischer Abenteurer. <--
JAWOLL! Und die Krönung des Ganzen ist dann noch ein Deus-Ex-Machina?

Bitte, bitte, bitte, als nächstes wieder historische Weibchenromane, ja? BITTE, BITTE, BITTE! *heul*

Mann, das hälste ja im Kopp nich aus!

FrauKatz hat gesagt…

Vielleicht gab es ja keine Treppe. Vielleicht gibt es ja überhaupt keine Treppen mehr im 101. Jahrhundert. :zahn:

Und gefühlt stundenlang im vollbesetzten Aufzug im Kreis zu rennen, bis der da angekommen ist, wo Hook hinwill, dafür hatte er wohl nicht die Geduld. :ugly:


Das mit dem Projektmann-Effekt funktioniert wohl so: Hook sollte einer werden, aber nachdem er der Prototyp war, haben sie's nicht ganz hinbekommen. Bei den späteren Probanten hat's dann geklappt, mit dem Ergebnis, dass die gleich das Universum übernommen haben. Quasi. Also, sie sind dabei.

Die Projektmänner sind 24/7 solche Supermänner, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen können, superschnell denken und bla und blubb und Labskaus. Hook nur, wenn er sich in der Nähe eines echten Projektmannes befindet.

Sobald der saft- und kraftgebende Nova-Mann also hinüber ist, schwinden damit auch Hooks Superduperkräfte. :nick:

Wenn er Nelly jetzt also gleich assassinieren würde, wäre er *zing* nur noch ein Halbsupermann, der er so im Alltag halt ist, und müsste sich so durch die ganzen Wachen und Bediensteten des Nelly-Gebäudes schlagen.

(Wobei es in meinen Augen bei den Geschehnissen letztendlich schnurzepiep gewesen wäre. Das Antigrav-Dings funktioniert eh nur in Normalzeit, auf die Fensterwachen kann er so oder so schießen und der Schuss von unten wäre ebenfalls so oder so gekommen.

Aber halten wir Hook mal zugute, dass er das nicht wissen konnte und auf alle Eventualitäten vorbereitet sein wollte. :zahn:)

Vinni hat gesagt…

Dieser formschöne Plan ist ja wirklich... ohmeingott... auf alle Eventualitäten vorbereitet. Warum er den Typen nicht gleich erschießt ist mir echt ein Rätsel. Und auch, was ihn das Mädel dabei stört - er hat sonst doch auch keine Skrupel (und hinter der zerschossenen Fensterfassade wird sie wohl auch kaum überlebt haben)... Ich mache mir jedenfalls keine Hoffnung... äh Sorgen... daß er bei dem Sturz Schaden nehmen könnte

Alcarinque hat gesagt…

Vermutlich landet er auf demjenigen der auf ihn geschossen hat. :ugly:

Ich finde das ganze ja irgendwie sehr amüsant, das wäre mal etwas für Hollywood, da müssten sie sich richtig Mühe geben, den Film schlechter als das Buch zu machen. XD

FrauKatz hat gesagt…

Alca! Sollst Du spoilern? Hä? HÄ? Sollst Du? :zeter:

Na gut, richtig gespoilert isses nicht. Aber!

A. Nym hat gesagt…

--> Hook betritt den Aufzug und befördert alle Passagiere per Daumen-hinters-Ohr in eine geistige Auszeit. <--
Warum klebt er sich nicht einen Schnurrbart an, schminkt sich ein bisschen und täuscht so allen Leuten vor, dass er ein harmloser Wicht ist, der ganz normal mit einem Aufzug fahren kann? Wozu das unnötige Drama? Weil er es kann? Weil seine organischen Synapsen nicht richtig funktioniern?

Außerdem bin ich enttäuscht: Er hat das Mädchen, dass mit Nelly diskutiert hat, gar nicht irgendwie hindrapert? Der Aufzug ist voller bewusstloser Männer und McRyder lässt diese Steilvorlage ungenutzt?!

Natira hat gesagt…

Oh.... daß unser Superlichtgeschwindigkeitshero doch immer wieder ausgebremst wird ... Gefühlt ist er mindestens 4 Stunden unterwegs zu Nelly

"Nelly KO schlagen, als der gerade den Raum betritt ...Nelly die rechte Hand absägen, weil da die Waffe dran befestigt ist"
Das Glück ist mit den Tapferen *g*, denn Super-Projektmann Nelly ist nicht in der Lage, augenblicklich auf Superlichtgeschwindigkeit zu springen oder sich auf andere Super-Projektmannart zu wehren. Offenbar schlafen nicht nur die Instinkte ein, sondern Nelly hat sein bestimmt existierendes überragendes Hörvermögen ausgeschaltet, jawoll! Eigentlich hätte es mich nicht gewundert, wenn sich Super-Projektmann Nelly vor seinem Schäferstündchen auch die Waffe selbst abenommen hätte ... würde ja doch nur die stören, irgendwie :D ... Ok, außer Veilchenauge steht auf Waffen (vielleicht ist auch gar nicht die Augenfarbe vom Autor gemeint) *grübelt*

Ich mache mir keine Sorgen um unseren Super-Hero :) Er ist MacRyder: Entweder er bastelt auf den letzten 5 Metern aus den Resten der Antigrav-Einheit noch einen Fallschirm, oder er landet auf dem Schießenden, wie Alcarinque überlegt, oder aber er benutzt Nelly als Landekissen ... Super-Projektmann Nelly dürfte jetzt doch langsam entbehrlich werden, oder ;)

Möchtegern ... hat gesagt…

Mir fehlt irgendwie das schöne unnütze Wissen, das es bei der Fremdbeweihräucherung Edwards immer gab. Wieviele Ohrmuskeln hatten Katzen noch? 38?
Genug Selbstbeweihräucherung hat Hook jedenfalls auch zu bieten.

By the way: Ist er nun tot? *hoff*

Siliel hat gesagt…

>Ganz ohne eigenes Zutun verwandelte er sich in Jack Kinch. Jack Kinch hatte nur wenige Attentate in der ganzen Galaxis ausgeführt, und doch war sein Namen zu einem Synonym für das Unmögliche geworden.<
So. Das ist der Beweis, dass Hook eindeutig eine gespaltene Persönlichkeit hat. Denn irgendwo in diesem Buch wurde eindeutig erwähnt, dass ihm Töten richtig gegen den Strich geht und dann soll er auf einmal ein kaltblütiger Mörder sein.

>Daß sie schießen würden wusste Hook. Sie konnten kaum wissen, dass das bewegungslose Bündel über seiner Schulter der mächtige planetare Manager Nellinger war.<
Und wenn sie es wüssten, würden sie nicht schießen? Offenbar wurde da nach dem Motto "Passt schon" geschrieben.

>Hilflos fiel er aus einer Höhe von mindestens 30 Metern. Es schien keine Rettung mehr für ihn zu geben. [...]
Sobald er auf dem Boden aufschlug, war es aus mit Ryder Hook, seinerzeit galaktischer Abenteurer.<
Okay, mal agesehen davon, dass das Buch jetzt nicht zu Ende ist, aber...
Stirb, Hook, stirb!

Quisille hat gesagt…

Nur mal so nebenbei, zur allgemeinen Belustigung: Wer nahezu mit Lichtgeschwindigkeit rennt, ist wegen des Dopplereffekts von vorne und hinten unsichtbar (und in beiden Richtungen blind).

Dafür hat er aber wegen des Masse-Energie-Äquivalents ein Vielfaches seiner gewöhlichen Körpermasse.

Wir haben also folgende Situation: Der Kerl rennt waaaaahnsinnig schnell in eine Richtung, in die er nicht gucken kann, und er hat einen Bremsweg von einigen tausend Kilometern.

Ich erwähne das nur deshalb, weil das perfekt zu Hooks Charakter passt.

Viel Spaß beim ersten Hindernis.

DieJo hat gesagt…

"der mächtige planetare Manager Nellinger"

Ich wusste doch, dass er Projektmanager ist! :D

Übrigens habe ich nicht ganz verstanden, ob hier noch der Plan gesponnen wird, oder Ryderlein tatsächlich schon kurz vorm Aufprall ist.

mohrchen hat gesagt…

--> Wir haben also folgende Situation: Der Kerl rennt waaaaahnsinnig schnell in eine Richtung, in die er nicht gucken kann, und er hat einen Bremsweg von einigen tausend Kilometern. <--
*lach*schmeißweg*
Danke, da hab ich noch gar nicht dran gedacht. Aber wahrscheinlich sind Hooks Knochen dermaßen stabil, dass die das Moment schon locker anfangen können, ohne dass unserem Superheld irgendwas passiert. Ich vermute mal, er weiß, wieviele Picosekunden er in welche Richtung rennen muss und kann diese dank seiner organischen Synapsen auch fantastisch austimen.

(Asimov hatte wenigstens einigermaßen Ahnung von Physik *heul*)

Lingling hat gesagt…

Hm... ich glaub, ich hab rausgefunden, welchen Sinn dieses Buch hat... Bulmer hatte eine Vision von Cthulu... oder woher sonst könnten die ganzen Tentakel herkommen?

muemel hat gesagt…

Neben dem ganzen Unfug, der schon angesprochen ist geht mir eins nicht ins Hirn:
MacRyder, der Prototyp eines Projektmanns kann sein Nachfolgemodell spüren und hat TÖTEN!TÖÖÖÖTÄÄÄÄÄÄN!-Anfälle. Weil die außer Kontrolle geraten sind, hat man es ihm in die organischen Synapsen gebrannt, damals, als man die Prototypen erschaffen hat. Zeitreise, anyone?

Jjaks hat gesagt…

Muharrrr, is das schläääächt *g*
Nee, echt, danke dass sich das Science Fiction-Genre weiterenwickelt hat. Nicht mal bei Perry Rhodan hätte es das auf Papier geschafft... ROFL

*nöl* wie lang nohohohoch?

Antigone hat gesagt…

>> Sobald er auf dem Boden aufschlug, war es aus mit Ryder Hook, seinerzeit galaktischer Abenteurer.<<

Jaaaa!!! *jubel* Das Buch ist aus!!! Können wir jetzt endlich mit der Wanderhure anfangen? Bitteeeeehhhh!

Undomiel hat gesagt…

Danke, Quisielle, ich hab grad gar köstliches Kopfkino (MacRyder rennt mit Lichtgeschwindigkeit gegen die nächstbeste Wand)
*bwahahahahaaaaaa*

Silph hat gesagt…

Als ob ein Sturz aus lächerlichen 30 Metern Höhe Hook was anhaben könnte, also ehrlich... aber der Nelly, dem natürlich schon. Der ist ja auch nur das verbesserte Modell.

Und wieso wurde die Farbe der Unterwäsche der Dame nicht erwähnt?

Stina hat gesagt…

Denkt nochjemand an diese völlig sinnlose Alien-UFO-Szene in "Das Leben des Brian", als Brian vom Turm fällt? :D Wenn sowas jetzt kommt, schreie ich.

SusiB hat gesagt…

Also, wenn's ein Ryder Hook-Computerspiel gäbe, würde ich mir das kaufen. Das wäre bestimmt lustig! Allerdings fürchte ich, daß mein Computer mit der Darstellung des hinten und vorne unsichtbaren, blind aber mit Lichtgeschwindigkeit laufenden, mehrere tausend Kilometer Bremsweg habenden Nicht-Ganz-Projektmanns überfordert wäre...

Federfeuer hat gesagt…

Toll finde ich auch, dass sämtliche Leute im Aufzug geduldig warten, bis Hook ihnen den Finger hinters Ohr bohrt. Ja klar.

mohrchen hat gesagt…

Naja, das kann er ja mit Überlichtgeschwindigkeit tun. *ugly*

umblaettern hat gesagt…

OMG; er ist hilflos! Sicher hat er doch irgendwo versteckte Flügel eingebaut. Oder kann durch fleißige Schwimmbewegungen wieder in der Luft nach oben paddeln.

A. Nym hat gesagt…

Er hat sicher so einen coolen Propeller wie Inspector Gadget, den er ausklappen kann. Zumindest wäre das kein Anachronismus zu dem sonstigen Schwachsinn des Buches, das die FrauKatz so brav durch ihre organischen(?) Synapsen durchkurbelt, um uns zu unterhalten. Ich glaube ich würde närrisch werden, würde ich das lesen. :ugly:

Winterkatze hat gesagt…

Ob so ein Propeller dann auch in den Bereich eingebaut wurde, in dem normalerweise das Gehirn sitzt? Dort hatte der gute Ryder ja die meisten Einbauten ... :D

Neyasha hat gesagt…

Klar, dort ist ja auch genug Platz, nachdem der nicht für ein Gehirn verschwendet wurde. *gg*