Mittwoch, 13. Januar 2010

Das gläserne Tor – XXVII

Das Kapitel hier ist so ein Übergangskapitel. Langelange Zeit haben wir uns mit zwei Handlungssträngen vergnügt und nun müssen die halt doch irgendwann zusammengeführt werden.

Wie Anschi und Gigi! Whoa! Wie Tiefsinnig!

Gigi wird nun also unzeremoniell vom Pferd gezogen, zappelt ein wenig herum, so ganz geheuer scheint ihr die Sache mit der Entführung nun doch nicht zu sein, und dann, da!, erkennt sie seine Stimme.

„Ich bin hier“, kam die Antwort. „Lasst uns allein.“

O Gott, dachte sie, diese Stimme. Sie gehört wirklich ihm.


Jawohl, und bei dem, was jetzt kommt, vom Inhaber dieser Stimme, hat es mir doch glatt vor lauter Ärger das endoplasmatische Retikulum verknotet!

Anschar glaubt doch tatsächlich, dass Gigi irgendwas mit Malle gemauschelt hat, weil der doch das Buch hatte, und jetzt hat sie es und komischkomisch.
Hnnnnnnnngh!

Glücklicherweise kann unsere Heldin ihren Helden davon überzeugen, dass das ein anderes Buch sei, das nur zufällig so aussieht wie das erste und dass sie Malle nicht einmal zu Gesicht bekommen hätte! Fuchtel!

Dann gibt es ein Versöhnungsbussi. Zu mehr ist keine Zeit, schon müssen sie weiterflüchten, denn die Wachen des Bürgermeister Schorsch werden den ihnen anvertrauten VIP ja nun bestimmt suchen. Also rauf aufs Pferd und Richtung Waldstadt® geritten.

Dort angekommen wird Gigi den versammelten Wüstenwasteln vorgestellt; eine Wüstenwasteline zieht mal wieder die „Ihhh, sie ist fleckig, sie muss krank sein!“-Nummer ab, ohne die es wohl nicht geht. An Gigis Stelle hätte ich mir schon längst ein Schild mit den Worten „NEIN! Weder krank noch ansteckend!!!“ um den Hals gehängt. Obwohl ... wie hoch ist der Prozentsatz an Analphabeten in der Bevölkerung von Argadye?

Die Angelegenheit wird aber schnell gelöst und Anschar hat endlich Zeit und Gelegenheit, seiner Herzensdame das lauschige kleine Liebesnest zu zeigen, in dem sie hausen werden.

Ein Baumhaus. Mit Fellen.

Rrrrrromantisch!

Sie macht es sich, nach gewagtem Aufstieg, schon mal gemütlich, während er noch ihr Gepäck holt.
(Das hat er, wohlweislich, ebenfalls gleich mitentführen lassen. Hatte wohl keine Lust, erneut von ihr zurückgeschickt zu werden. Ja, sieht so aus, als kenne er sie mittlerweile recht gut. Im unbiblischen Sinne. Ich sag's ja nur.)

Im Anschluss wird sich gepflegt unterhalten, wild geküsst – und dann schläft Gigi ein.

Schließlich ist sie müde.

Muss man verstehen.



Der nächste Tag ist schon fast wieder Alltag. Anschi klärt Gigi über den Stand der Dinge auf („Malle hat den Gott.“ – „Ach!“), Gigi lässt sich von ihm wild befummeln und verkrampft dann doch wieder, was er bemerkenswert ruhig hinnimmt (), Anschar macht sich mit Oreokeks und Parrad erneut auf den Weg, Vorräte zu beschaffen ... man scheint sich miteinander arrangiert zu haben, der stolze Argade und die Wüstenwastl, und doch merkt Gigi, dass Anschar unglücklich ist.

Na. Nu. Dass Anschi und Gigi nun glücklich bis an ihr Lebensende im Wald bei den Wastln leben glaubt ja wohl auch keiner, ne?

Kommentare:

Sarahleandra hat gesagt…

Wie kann man denn hier zitieren? *grummel*

(Zitat) Sie macht es sich, nach gewagtem Aufstieg, schon mal gemütlich, während er noch ihr Gepäck holt.
(Das hat er, wohlweislich, ebenfalls gleich mitentführen lassen. Hatte wohl keine Lust, erneut von ihr zurückgeschickt zu werden. (Zitat Ende)
Hahaha!
Na, das ist jetzt ja mal echt originell, oder?

Undomiel hat gesagt…

*seufz*
Das ganze Buch scheint originell zu sein. Schon sooo viele Kapitel und immer noch keine Unzucht? Dagegen war die maulende Marthe ja eine Wanderhure *kalauermodus*

Silph hat gesagt…

Wieso? Ich finde, es wäre ein sehr überraschendes Ende, wenn sie jetzt einfach heiraten und da für immer glücklich leben.

Hey, es wäre nicht das erste Buch, was sein eigentliches Problem aus den Augen verliert und einfach nicht löst, warum also nicht?

Undomiel hat gesagt…

@Silph: Du hast schon recht, es wäre nicht das erste Buch, das seinen roten Faden irgendwo in der Pampa verliert, aber ... ich will Äääktschn! Ich will, daß Anschi sich mal ordentlich prügelt! Ich will den Gott haben! Und ich will a bisserl Unzucht!
*quengel*

FrauKatz, ich brauch einen Smilie, der trotzig mit dem Fuß aufstampft.