Montag, 27. Juli 2009

Eragon XXIV – Das Lied des Wanderers

Ein Folklore-Kapitel, denn kein zünftiges Fantasy-Buch kommt mehr ohne das Absingen uralter Melodeien und dem Austausch tiefsinniger Gespräche aus.

Danke, Disney.

Der ewige Ritt geht weiter und weil man grade zufällig so gemütlich beisammen ist, fragt Eragorn, wie denn das Meer so sei.

Broms Blick verschleierte sich, als schaute er auf ein verborgenes Bild. „Das Meer ist lebendig gewordenes Gefühl. Es liebt, hasst und weint. Es entzieht sich jedem Versuch, es in Worte zu fassen."


Ich helfe dann mal eben Film-Brom alias Jeremy, die Scheidungspapiere bezüglich Buch-Brom auszufüllen. Eieieieiei.

Dann fängt BB auch noch an zu singen, weil die Elfen ja damals über das Meer kamen, es immer liebten und lieben und von ihm zu einigen ihrer schönsten Lieder inspiriert wurden.

O wogende Verführerin unterm Himmelsblau,
Deine goldenen Weiten rufen mich, sie rufen mich.
Auf ewig möcht ich dir gehören,
Wär da nicht die Elfen-Maid,
Die mich ruft herbei, mich ruft herbei.
Sie fesselt mein Herz mit einem Bande, lilienweiß,
Das nichts zerreißt außer der See.
So sehnt sich mein Herz nach Baum und Gischt.


... gut. Ein wünderschönes Lüd über Acallamh und Nuada, zwei Liebende, die getrennt wurden durch die Sehnsucht nach dem Meer. Eragorn findet das Lied wunderschön und dann wird wohl schweigend weitergeritten, bis am Abend schon wieder der Buckel am Horizont herumliegt.

Die Tage vergehen, BBrom und Eragorn ziehen weiter. Eragorn lernt die alte Sprache, Brom bringt ihm bei, wie man Saphira ordentlich pflegt (Pediküre für einen Drachen, eh?), er lernt mehr Magie, wie man mit Magie Wild erlegt und jeden Abend gibt es, lasst es uns im Chor sagen, den obligaten Schwertkampf zwischen ihm und BB.

Die langen Tage und kräftezehrenden Anstrengungen raubten Eragons Körper alles überflüssige Fett. Seine Arme wurden sehnig und seine gebräunte Haut wölbte sich über straffen Muskeln. 'Alles an mir wird hart', dachte er trocken.



Äh, ich meine natürlich:

Sie reiten, und reiten, und reden über Flüsse und Seen und reiten und reiten und kommen Teirm, ihrem Ziel, immer näher. Hoffe ich zumindest, dass dieses ewige Herumgereite irgendwann zu was gut sein wird.

Abends im Lager (das langsam immer mehr zur allgegenwärtigen Cafeteria wird) gibt BBrom Anweisungen.

„Du solltest weiterhin Cadoc [Anm. d. Katz: Eragorns Hottehü] reiten, bis wir Teirm erreichen. [...] Ein allein reisender alter Mann erregt leicht Argwohn. Mit dir an meiner Seite stellt niemand Fragen.

Rrrrrrright. Ein allein reisender alter Mann erregt also Argwohn, während ein alter Mann, der mit einem jungen, knackigen Knaben reist, keinerlei Argwohn erregt. Klar doch.



Außerdem wird beschlossen, dass die beiden Decknamen benutzen. BBroms alten Freund Jeod werden sie nicht täuschen können, meint Brom, aber für alle anderen wird Brom zu Neal, Eragorn zu Evan.

Achwas? Den guten alten Freund könne man nicht täuschen? „Hey, Brom! Alter Freund, den ich schon seit Jaaahren kenne!" – „Sie müssen mich verwechseln, ich bin Colonel O'Neill, ich kenne keinen Brom."

Janeeklar. :-P

Und sie reiten weiter.

Kommentare:

Alienor hat gesagt…

Nnnngggah.
"Wogende Verführerin", hmmm?
Hoffen wir einfach mal, dass da nur die Übersetzung grottig ist und das Originalgedicht viiiel schöner. :nick:

Und die Elfen kamen über's Meer, ja? Und sie lieben das Meer, ja?
Hmmmm, komisch. Das kommt mir jetzt wieder irgendwie bekannt vor.

Hoppi hat gesagt…

*"Song of Nimrodel hör"* :smirk:

Ansonsten: :roflol: Das is irgendwie das Kapitel der Zweideutigkeiten, oder?

Alcarinque hat gesagt…

Er wächst auf einem (mehr oder weniger) mittelalterlichen Bauernhof auf, hat überflüssiges Fett und bekommt nun Muskeln von den Paar Tagen an denen er mit einem Schwert herumgefuchtelt hat? :suspekt:

Vinni hat gesagt…

Mein Kommentar ist weg. Dabei wollte ich doch schimpfen, daß Herr P. gefälligst real existierende Mythen lassen soll, wo sie hingehören! *Nuada wegscheuch*

Fuinil hat gesagt…

He, wenigstens hat das Kapitel nicht mit ihnen schlafend im Lager geendet :ugly:

Und jo, das mit den Muskeln find ich auch etwas :suspekt: Immerhin is doch am Anfang noch beschrieben, wie er unbedingt was tauschen muss, damit sie was zu essen haben aufm Hof, weil sonst is da ja nüscht.
Wie soll ergo an Bauernjunge/tageweiseJägerimGebirge/Nüschtjenuchzuessenhabendem Bübi fett dran sein?

amanda james hat gesagt…

is dat vielleicht babyspeck? hat den nicht jeder:ugly:

irgendwie find ich das buch mittlerweile echt langweilig! wat bei dem vampir das wetter und seine uhunglaubliche schöhöhnheit is wohl bei eragon dat rumjereite und die steifen glieder.

menno, wann passiert'n mal was? da sehnt man sich ja richtig nach alt-marthe zeiten zurück:hülf: ich will das sie zurück nach meißen reiten:ugly:

Elveny hat gesagt…

Whoa! Das wär's! BBrom und Erakon (alles hart :P ) reiten gen Meißen! *uglykicher*

Na, im Ernst. Man darf nicht vergessen, dass Bübchen erst 16 war als er das schrub. Kein Wunder, dass da viel... hartes... vorkommt.

Silph hat gesagt…

"Hoffe ich zumindest, daß dieses ewige Herumgereite irgendwann zu was gut sein wird."

Entschuldige mich. Ich geh grad mal lachen.

Ranwen hat gesagt…

Hoppi hat mir mal wieder die Dinge vorweggenommen ;).

Acallamh und Nuada, zwei Liebende, die getrennt wurden durch die Sehnsucht nach dem Meer

Amroth und Nimrodel. Sogar die Initialen stimmen :werkeforum-namensthread: :ugly:

Und was Nuada betrifft, so dachte ich das schon bei Hellboy, dem letzten. Oder hieß der Knilch Nuala? :gruebel:
Egal.

@Fett, Muskulatur und Schwertfuchteln: What They Said. :ugly:

@Elveny: ich wollte übrigens schon seit Ewigkeiten sagen, daß die Urkels nicht Urkels, sondern Urgals heißen. Urkel ist nur die FrauKatz-Version ;).