Montag, 24. August 2009

Eragon XXXVI – Die Rache der Ra'Zac + Eragon XXXVII – Murtagh

Das Ergebnis der Eragorn-Umfrage ist ja nun recht eindeutig. Dann gibt es jetzt immer zwei Kapitel. Vielleicht bringt es ja was.

Am Freitag verließen wir Eragorn, als ihn grade seine Sinne verließen. Das verheißt nichts Gutes und tatsächlich, als Eragorn erwacht ist er gefesselt und im Lager latschen zwei Zickzack herum. Brom ist ebenfalls verschnürt wie ein Rollbraten und allgemein ist die Lage wieder äußerst fatal.

Zücken wir also unseren Deus ex Machina, die Magie. Das hat ja bis jetzt immer ... doch halt!

Er wollte seine magischen Kräfte wecken und das Wort formen, das die Ra'zac töten würde, aber er hielt verwirrt inne. Das Wort fiel ihm nicht ein. Er versuchte es erneut, aber es wollte ihm einfach nicht in den Sinn kommen.

Über ihm lachte der Ra'zac eisig. „Die Droge wirkt, nicht wahr? Ich glaube, du wirst uns so bald keinen Ärger mehr machen."


Verdammich! Haben die tumben Feinde doch mal was richtig gemacht! Wie ... unschön für Eragorn und Buchbrom. Saphira wird auch dingfest gemacht, mit Fußfesseln und, wait for it, Maulkorb!



Die Zickzack durchwühlen dann noch das Gepäck der heldenhaften Reisegruppe und sind ziemlich aufgeregt, als sie in Eragorns Zeug Zar'roc finden.

„Du wirst unserem Herrn gute Dienste leisten, oh ja."

Eragorn lallt ihnen dann entgegegen, dass es ein guter Dienst wäre, sie umzubringen, bewirkt aufgrund der Tatsache, dass er momentan gefesselt, bedrogt und ungefähr so gefährlich wie ein rosa Wattebausch ist, aber nur latente Erheiterung. Bevor die erquickende Unterhaltung weitergeführt werden kann regt sich nun auch noch Brom und die Zickzack denken laut darüber nach, dass sie ihn ja auch umbringen und hinterher bei ihrem „Herrn" behaupten könnten, dass es ein Unfall gewesen sei. Sie sind sich schnell einig und schleifen Buchbrom (Jeremy hätte die beiden Rüsseltiere schon 100 Mal im Handumdrehen fertig gemacht, anstatt halb ohnmächtig stöhnend herumzuliegen, jawohl!) in die Mitte des Lagers.

Eragorn ist leicht agitiert und zerrt ein bisschen hektisch an seinen Fesseln. Der eine Zickzack hält Brom ein Messer an die Kehle und blafft dann, anstatt zur Tat zu schreiten, erst mal Eragorn an, er möge mit dem Rumzappeln aufhören. Weil, das stört beim Abmurksen, wenn da einer im Hintergrund, ne, ja. Ich kann nicht, wenn einer guckt.

Das gibt dem anderen Zickzack die Gelegenheit, etwas beunruhigt in die Gegend zu schnüffeln, bevor aus dem nichtsigen Nichts ein Pfeil herbeischießt und den brombedrohenden Zickzack in die Schulter trifft. Zing!

Die Zickzack gehen in Deckung und Brom kriecht, immer noch nicht ganz wieder bei Sinnen, auf Eragorn zu. Die Pfeile fliegen weiterhin, die Zickzack hocken hinter einem Felsen und tun ... nichts. Dann kommen die Pfeile plötzlich aus der entgegengesetzten Richtung, und das verwirrt, verblüfft und überrumpelt die Zickzack hinreichend, um sie zur Flucht zu bewegen. Anstatt sich einfach auf die andere Seite des Felsens zu bewegen treten sie die Flucht an.
Der eine tritt im Weglaufen Eragorn noch in die Rippen, der andere greift sich einen Dolch und schleudert den Richtung Jungheld.

Plötzlich leuchtete in Broms Augen ein sonderbares Licht auf. Er warf sich über Eragon [Anm. d. Red.: :forum: + :stina:], den Mund zu einem lautlosen Knurren verzogen. Der Dolch traf ihn mit einem leisen Aufprall im Rücken und Brom stürzte schwerfällig auf die Schulter. Dann fiel sein Kopf schlaff zur Seite.


Eragorn brüllt noch „Nein!" und tut dann, was jede anständige viktorianische Dame in einer solch' kompromittierenden Situation tut: er fällt ihn Ohnmacht.

Mal wieder.

In mir steigt der Wunsch empor, einen neuen Eragorn-Film zu drehen. Ohne Eragorn. In dem Jeremy aus dem Ruhestand zurückkehrt, vielleicht noch ein paar alte Freunde rekrutiert und Blödix nochmal so richtig zeigt, was eine Harke ist. Oh, yeah!





Eragorn leidet. Er hat Aua in der Seite und überhaupt ist alles ganz doll doof. Er ist außerdem immer noch gefesselt. Wenigstens scheint die Wirkung der Droge nachzulassen, denn er kann wieder mit Saphira kommunizieren.

Saphira ist nicht verletzt und hat ihre Flügel schützend um Eragorn gelegt.

'Saphira, das Feuer hast du doch nicht gemacht, oder? Und der Ketten konntest du dich auch nicht allein entledigen.'
Nein.
Eragon stemmte sich mühsam auf die Knie hoch und sah einen jungen Mann auf der anderen Seite des Lagerfeuers sitzen.


Ah. Die Quelle der hilfreichen Pfeile nehme ich an?

Der Fremde trägt lumpige Kleidung, hat einen Bogen, ein Breitschwert und ein weißes, mit Silber beschlagenes Horn, zweifelsohne das Horn von Gondor oder zumindest ein naher Verwandter.
Außerdem hat er braune Locken und verwegen blickende Augen. Sic.

Man stellt sich vor, vielmehr, Eragorn fragt, wer er denn bitte sei. Murtagh, antwortet der nette junge braunbelockte Mann mit den verwegen blickenden Augen in einer tiefen, beherrschten und merkwürdig sanften Stimme. Sic. Ich schwöre.

Sie klären dann noch, dass Murtagh (Montag? Eragorns Montag, Robinsons Freitag. Klingt korrelativ.) ebenfalls ein Feind der Zickzack ist und sie deswegen angegriffen hat. Dann befreit sich unner Jungheld erst mal per Magie (funktioniert jetzt ja wieder) von den Fesseln. Warum er seine Hände dazu erst mal vom Rücken unter den Beinen hervor auf die Vorderseite zieht, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben.

Murtagh nimmt mit zischend eingezogenem Atem zur Kenntnis, dass Eragorn magisch veranlagt ist und bemerkt, dass er ihm ja schon früher geholfen hätte, wenn da nicht so eine Kleinigkeit von grantigem Drachen im Weg gelegen hätte.

Eragorn gibt Saphira Anweisung, mal brav zu sein, immerhin hätte Murtagh sie gerettet. Der kommt dann heran und hilft Eragorn auf, der immer noch großes Aua hat. Murtagh schleift ihn zum Lagerfeuer, wo Buchbrom herumliegt.

„Wie geht es ihm?", fragte Eragon.
„Schlecht", sagte Murtagh [...].


Ein Dialog von schlichter Schönheit, in dem alles gesagt ist. Wunderbar.

Dann entkleidet Murtagh Eragorn um zu sehen, welche Verletzungen der bei der Begegnung mit den Zickzack davongetragen hat.
Jaja.
Eragorn habe sich vermutlich ein paar Rippen gebrochen, meint Murtagh, hätte aber, davon abgesehen, Glück gehabt.

Eragorn, der sich auch ganz glücklich fühlt, rutscht dann lieber zu Brom hinüber (Dreiecksverhältnis!) und versucht, den zu heilen. Mit „Waíse heill". Blöderweise heilt Eragorn nur die oberflächlichen Verletzungen, was, rein medizinisch betrachtet, recht blöd ist, wenn es darunter noch wie Kraut und Rüben aussieht. Tiefe Verletzungen bekommen ja nicht umsonst gerne mal eine Drainage gesetzt.

Danach gibt's heiße Suppe für den lädierten Helden und das weitere Vorgehen wird geplant. Es sei ein paar Stunden her, seit die Zickzack geflohen seien, meint Murtagh, und Eragorn beschließt folgerichtig, dass sie verschwinden sollten, solange die Zickzack noch nicht mit Verstärkung zurück seien.

Sie basteln eine Trage für Brom, damit Saphira ihn tragen kann, Eragorn sammelt noch schnell seine Siebensachen ein und dann geht es auch schon wieder los. Eragorn versucht noch, heldenhaft-märtyrerisch Murtagh dazu zu bewegen, sie zu verlassen, weil, ne, bei ihnen zu bleiben sei gefährlich und sie könnten ihn, Murtagh, nicht beschützen und wenn ihm was zustieße wäre das doch arg schade.

... wir können dich nicht beschützen? Bitte was? Murtagh rettet die ganze Reisegruppe mit links vor den Zickzack und Eragorn stellt sich allen Ernstes hin und meint, er solle mal lieber gehen, weil, 's sei gefährlich und Eragonis könne ihn ja nicht beschützen?



Murtagh lehnt dann auch dankend ab (ohne in schallendes Gelächter auszubrechen. Was für ein selbstbeherrschter junger Mann. Mit braunen Locken und verwegenen Augen und einer sanften Stimme. Just saying.)

Dass er dann aber noch meint, einem Drachenreiter würden ja immer höchst interessante Dinge widerfahren, lässt mich aufhorchen. Sehr informiert, der junge Mann. Eragorn hingegen entgeht dieser zarte, gradezu implizite Hinweis, er ist bestimmt grade mit komplizierteren Gedankengängen beschäftigt.

'Falls Murtagh sich als nicht vertrauenswürdig erweist, kann Saphira ihn immer noch verjagen.'


Oder auch nicht. :-p

Sie reiten, reiten, reiten die ganze Nacht. From Dusk till Dawn. Kurz vor Sonnenaufgang meint Saphira dann, dass sie eine Pause bräuchte und zwei Meilen entfernt einen guten Unterschlupf gefunden hätte. Eine nette Höhle, in der auch die Pferde Platz hätten.

Dort angekommen sammelt Murtagh erst einmal Brennholz, während Eragorn sich die Zeit damit vertreibt, Brom besorgt seufzend anzustarren.

Dann gibt's Essen. Ist ja auch wichtig.

Danach, man könnte es fast erraten, legt man sich zur Ruhe.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Eragon wird entkleidet und in Augenschein genommen wie ein wertvolles Kleinod, während Bruchbrom, der eben noch ein Messer im Rücken hatte, einfach so rumliegt? Wird der auch entkleidet, oder funktionieren Aragorns heilende Hände duch Kleidung hindurch? Und heilt sich der Junge auch, oder muss der leiden? Gebrochene Rippen sind nichtlustig. Damit hüpft man nicht herum, und reitet schon gar nicht. :nono:

Und wie ist das: Eragons gebrochenes Handgelenk heilt in 2 Wochen? Ohne Magie und Handauflegen? Geht das in den USA so? :ugly:

Silph hat gesagt…

Sie haben Brom entfesselt, bevor sie ihn umbringen wollten?

Richtig, der gutaussehende, dunkelhaarige, mysteriöse Held für die Zielgruppe. Weil, Eragon paßt ja noch nicht so ganz ins Schöheitsideal, ne?

Zikädsche hat gesagt…

Doch. Die Idee, zwei Kapitel zusammenzufassen, um den Beitrag dann doppelt so lang wie sonst zu machen, hat was. :-D

FrauKatz hat gesagt…

Frau Kardinälin, sie sind nicht hilfreich. :zahn:

;-D