Mittwoch, 6. Mai 2009

Die 2. Hebamme XXX – Die Hochzeit

Pöm pöm pömpöm. Pöm pöm pömpöm.

Der Hochzeitstag von Marthe und Ekkis Edelkirsch rückt näher und näher und Marthe wird verzweifelter und verzweifelter.

Die Burgbewohner gewöhnten sich daran, dass Marthe von Tag zu Tag mehr Zeit auf den Zinnen des weißen Turms verbrachte, um Ausschau zu halten – vergeblich.

Zinnen des weißen Turmes. Poetisch, nicht wahr?

Ekki wirbt derweil förmlich und siegesgewiss um das Subjekt seiner Begierde. Marthe weist alle Geschenke höflich zurück, denn solange die Frist nicht abgelaufen sei, betrachte sie sich noch als mit Chris verheiratet, GDIAF.

Drei Tage vor Ablauf der Frist versucht es Marthe dann noch beim Diakon des Bischofs, in der Hoffnung, dass er vielleicht ein Machtwort spräche.

„Ehrwürdiger Vater, ich suche Euren Rat in großer Not[.] Ich fürchte mich davor, eine schreckliche Sünde zu begehen. Ich soll verheiratet werden. Aber was ist, wenn mein Mann noch gar nicht tot ist? Dann breche ich das Ehegelübte."

Leider ist der gute Mann keine Hilfe. Nö, es gäbe schon eindeutige Zeichen dafür, dass Chris tot sei und falls nicht würde der Allmächtige schon dafür sorgen, dass er vor der Hochzeit zurückkehre. Solange Marthe also nicht aus Wollust heirate (!), hätte sie nichts zu befürchten.

Verdammte Hacke, die letzte Hoffnung perdu. Marthe wankt hinaus, um sich bei Susanne auszuheulen.

Am Tag vor der Hochzeit trifft dann Dietrich auf der Burg ein, um die Schwertleite seines Sohnes zu feiern, bevor er nach Italien muss. Eigentlich ist Konrad noch zu jung, aber er soll als Mann die Ländereien seines Vaters führen, und deswegen wird seine Weihe vorgezogen.

Die Nacht vor der Hochzeit verbringt Marthe dann auf Knien in der Kirche, um Chris' Rückkehr betend. Aber nix. Gegen Morgen kommt dann die Kammerfrau und weist die glückliche Braut darauf hin, dass sie nun für die Hochzeit angekleidet werden soll.

Marthe wird aufgetüddel, Ekki küsst ihr die Hand und dann werden die beiden verheiratet. Froide, Konfetti, Hussa.
Danach gibt es ein Festmahl. Otto toastet auf das Brautpaar an und wünscht ihnen viele Kinder. Marthe jedoch hat beschlossen, von Ekki keine Kinder zu bekommen, jawohl. Sagt sie natürlich nicht, das könnte die Stimmung verderben schließlich.
Randolf gratuliert auf eigene Weise.

„Was für ein Glück für dich, meine Liebe. Endlich kriegst du einen richtigen Mann zwischen die Schenkel", raunte er ihr zu, als Ekkehart abgelenkt war[.]


Dann kommt es noch zu einem kleinen Handgemenge, weil Randy sie betatscht und ihr droht, heute Abend würde sie schon sehen, was er mit ihr tun würde. Marthe ist verwirrt: weiß Ekki von Randys Plänen? Hat ihr liebreizender Ehemann sie getäuscht?

Die Feier geht weiter, Tanzbär, Essen, Trinken, dann fühlt sich Ekki bereit und bittet den Pater, nun das Brautlager zu segnen. Dann werden alle rausgeschickt, Ekki zieht sich aus, Marthe wird entkleidet, dann setzt sie sich zu ihm ins Bett und hofft immer noch, dass sie gleich aufwachen wird. Dann dürfen die Zuschauer wieder kurz reingucken, die Brautleute werden nochmal besprenkelt und dann geht die gaffende Menge wieder, damit die nun Vermählten tun können, was man halt so tut in der Hochzeitsnacht.

Die ganze gaffende Menge? Nein, Randy, Giselbert und Elmar machen es sich gradezu bequem und denken gar nicht daran, das Zimmer zu verlassen. Richenza wollte auch bleiben, aber Randy schickt sie hinaus. Trotzdem ist sie zufrieden, denn dieser Plan ist ebenfalls auf ihrem Mist gewachsen und ihre Rache an Ekki, weil der sie zurückgewiesen hat.

Außerdem war ihr aufgefallen, dass Hedwig und ihr Schwager Dietrich einen ziemlich ungewöhnlichen Blick gewechselt hatten. Dieses Geheimnis wollte sie nun aufdecken.

Marthe würde am liebsten aufspringen und wegrennen, aber auch Ekki scheint mit der Anwesenheit seiner „Freunde" nicht ganz zufrieden zu sein.

Er räusperte sich und versuchte einen krampfhaften Scherz. „Ihr müsst nicht warten, meine Freunde. Wie ihr seht" – dabei wies er auf die Ausbeulung unter der Decke – „wird es bestimmt länger dauern, bis ich mit meiner schönen Braut meine Pflicht erfüllt habe."

Randy lehnt lässig ab. Ekki brauche schließlich Zeugen für den Vollzug der Ehe, ne?
Ekki versucht es weiterhin im Guten, besonders als ihm schwant, was seine Kumpels vorhaben. Allein, sie wollen nicht gehen. Die Fronten verhärten sich. (Pun nicht intended. ... und wenn, dann höchstens unterbewusst.)

„Als ob ich es nicht geahnt hätte! Die Hexe hat Dich tatsächlich um den Finger gewickelt. Aber deshalb sind wir hier, dafür hat man schließlich Freunde. Wir werden den Vollzug der Ehe bezeugen. Es ist nur zu deinem eigenen Vorteil."
[...]
„Und dann sind wir dran", verkündete Elmar. „Haben wir sie nicht auch immer mit Dir geteilt?"

Ekki steigt sein Blut vor Wut in den Kopf, was nicht so günstig ist, wenn man grade den Vollzug einer Ehe vollziehen soll. So unangezogen kämpft es sich auch nicht so dolle und sein Dolch liegt unter seinen ganzen eilig von Leib gerissenen Klamotten.

„Ihr werdet sie nicht bekommen", erklärte er den anderen fest.
[...]
Randolf stand auf, löste seinen Schwertgurt und ließ ihn fallen. „Los, bespring sie endlich, oder ich tu es an deiner Stelle!"


Findet Randy nicht immer die richtigen Worte?

Kommentare:

Vinni hat gesagt…

Vor so viel Argh fallen mir schon seit drei Kapiteln keine Kommentare mehr ein...

Elveny hat gesagt…

GDIAF? *wunder*

Und irgendwie finde ich das alles seltsam. Also diese Hochzeitssache. Pfft.

Tokvi hat gesagt…

*hnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnng* :doh:

FrauKatz hat gesagt…

GDIAF = Go die in a fire
Die moderne Art im Internet „Fuck off!" zu sagen.
 
Wartet nur darauf, wie das weitergeht. Muahahahahaha!

Fuinil hat gesagt…

Das is alles einfach zu sehr... also, da kann man nicht...


:facepalm:

Morri hat gesagt…

"Otto toastet auf das Brautpaar an"

Ich hab gelesen "Otto tastet das Brautpaar an". Und ich habe mich nicht gewundert! Gahhhh!

Farnwedel hat gesagt…

"So unangezogen kämpft es sich auch nicht so dolle und sein Dolch liegt unter seinen ganzen eilig von Leib gerissenen Klamotten."

Eilig, eilig. Nicht heilig. :ugly:
Auch das ein nicht so abwegiger Verleser.

Die passive Verführung zum Guten, wieder einmal. Marthe könnte einen Ratgeber darüber schreiben, wenn sie so weiter macht.

Fuinil hat gesagt…

Ich seh aber grad, wo das hinführen könnte: Ekki verteidigt verbissen und ehrbar Marthes Würde, kommt im Kampf um und dann is sie ja wieder Wittwe und kann den Chrischi zurücknehmen, wenn der dann wieder auftaucht aus seiner Foltergefangenschaftdingsi.

I sense a masterplan!! :ugly: