Freitag, 4. September 2009

Eragon XLVI – Die Wüste Hadarac + Eragon XLVII – Zu neuen Ufern

Nu haben sich unsere Helden also im wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste geschickt. Na, gut, jammern nutzt nix, also Sonnencreme aufgetragen und durch.

Nach einer Weile machen Eragorn und Murtagh Pause, denn Eragorn ist müde. Saphira schwärmt ihm noch vor, wie wohl sie sich in der Wüste fühlen würde, da ist er auch schon eingeschlafen. Allerdings nicht für lange, denn sie müssen schließlich, wie sie sich selbst immer wieder versichern, damit rechnen, dass jederzeit die Zickzack mit ihren Flugrössern auftauchen.

Der Elfenzustand ist noch immer unverändert, falls sich das jemand gefragt hat.

Am Abend holt Eragorn dann Wasser aus dem Boden, damit die Pferde trinken und die Menschen ihre Wasserschläuche füllen können. Was würden wir nur ohne Eragorn machen! (Planen auslegen und mit Steinen beschweren, um den Nachttau zu sammeln. Oder Kakteen anschneiden. Oder Pflanzen. Aber so isses ja viel praktischer, ne?

... Hmmm, muss wieder Bear Grylls gucken. Auch wenn er sich in der Wüste nie auszieht, nur in der Arktis. Tsk. Aber ich schweife ab.)

Am nächsten Tag zeigt sich beim Frühstück, dass Schwertmanns treuer Gefährte am Wüstenkoller leidet, jedenfalls giftet M. ihn ein bisschen an und meint, dass er möglichst schnell aus dieser §$%&#-Wüste herauswolle. Eragorn geht daraufhin zur Elfe, denn die keift wenigstens nicht herum.

„Wo ist deine Verletzung?", flüsterte Eragon und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

Dann wird weitergeritten. Murtagh hält nach fernen Hügeln Ausschau, Eragorn denkt an die Elfenfrau.
... man könnte meinen, er mag sie irgendwie. Also, man könnte den Eindruck gewinnen. So ganz vage, wenn man sich weit aus dem Fenser lehnt und ganz viel hineininterpretiert in Eragorns Verhalten und dann noch ein bisschen vemutet und rät, also dann, ja dann könnte man das fast meinen.

Sie reiten weiter, bis in der Ferne eine gewaaaltige, also ganzganz gewaltige Gebirgskette auftaucht. Eragorn ist perplex und von Ehrfurcht erfüllt. Murtagh ist auch entzückt von der Aussicht, vor allem von der Aussicht, endlich aus der Wüste rauszukommen.

Sie reiten weiter auf das grooooße *zeig* Gebirge zu und am Ende des Kapitels wird dann wieder das Lager aufgeschlagen.

Sie schlugen ihr Lager an einem Bach auf, erleichtert, dass sie endlich die strapaziöse Wüste Hadarac hinter sich gelassen hatten.

Ja, mei, den einen Tag, den ihr gefühlt unterwegs wart. Nu übertreibt mal nicht, Jungens. Tsk, tsk.




Sie saßen völlig abgekämpft, aber mit triumphierendem Lächeln am Lagerfeuer und gratulierten einander.


Sie freuen sich, sie haben das Königreich hinter sich gelassen, sie sind Glöggix entkommen, alles wird gut, tanderadei.
Jaja. Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Solche überschwänglichen „Jetzt ist alles gut"-Aussagen neigen dazu, ganz schnell ins Gegenteil umzuschlagen und einen in den Allerwertesten zu beißen. Neenee, ich bleibe skeptisch. *abwink*

Eragorn denkt, erneut, tiefsinnige Gedanken darüber, dass er nun unter fremden Sternen und fern aller von Googlix verübten Ungerechtigkeiten weilt und es eigentlich seine Pflicht als Drachenreiter ist, denen zu helfen, die sich nicht gegen Gräulix verteidigen können.

Dann guckt er zur Abwechslung mal zur Elfe hinüber.

Der orangefarbene Feuerschein warf ein flackerndes Licht auf ihre lieblichen Züge. Weiche Schatten flackerten unter ihren Wangenknochen. Als er sie so daliegen sah, kam ihm plötzlich eine Idee.

Huch! Eragorn! Doch nicht vor den Lesern! Ich bin ... also nein!

... oh, er fragt sich nur, ob es nicht möglich wäre, geistig mit der Elfe in Verbindung zu treten. Geistig. Ahso. Na dann.

Ohne Murtagh oder Saphira einzuweihen schleicht er sich leise zur Elfe hinüber und legt ihr die Hand auf die Stirn.

Er findet den Geist der Elfe auch ohne Probleme, die erkennt ihn aber erst mal nicht (wie auch) und piekt ihn deswegen geistig so ein bisschen ins Hirn. Autsch. Er brüllt dann – geistig – in der alten Sprache, dass er ein Drachenreiter und Froind sei. Die Elfe ist überrascht, aber nachdem man in der alten Sprache nicht lügen kann (ja, ich weiß auch nicht, ist halt so), glaubt sie ihm.

Dann beschnuppern sich ihre Geister erst mal wie zwei wilde Tiere, die sich zum ersten Mal treffen. Sic. No kidding.

Und dann können sie sich erst mal unterhalten. Hach. Romantik liegt in der Luft.

Ihr Bewusstsein zog ihn an sich, lud ihn ein, in das verträumte Rauschen ihres Bluts einzutauchen. Mit großer Mühe widerstand er der Verlockung, wenngleich sein Herz ihrer Aufforderung liebend gern nachgegeben hätte.


Eragorn erklärt Arya, denn so heißt sie, ihr dann, dass er sie befreit hätte und gibt ihr einen kurzen Überblick darüber, was seit ihrer Flucht so passiert ist. Sie hingegen offenbart ihm, dass ihr ein seltenes Gift, das Skilna Bragh, verabreicht wurde. Das Gift töte innerhalb weniger Stunden, weswegen sie sich in eine Trance versetzt hätte, die alle Körperfunktionen stark verlangsamt. Lange könne sie aber nicht mehr aushalten, so drei, vier Tage vielleicht noch, dann wäre Ende Gelände.

Ein Gegenmittel gäbe es nur an zwei Orten: bei ihrem Volk oder den Varden. Ja, wie praktisch, nachdem Doormat ja nie dazu kam Eragorn zu enthüllen, wo dieser die Varden finden könne.

Sie sagt es ihm nach, nachdem er versprochen hat, nicht mit Gratinfix darüber zu sprechen. Praktischerweise, ja so ein Zufall, sind die Varden im Beor-Gebirge, in dessen Ausläufern sich die kleine Reisegruppe grade aufhält. Das trifft sich ja wieder ausgezeichnet.

Arya gibt noch Anweisungen, wie Eragorn Einlass zum Unterschlupf der Varden bekäme: gegen eine Klippe schlagen, das geheime Passwort sagen, die schwierige Prüfung bestehen und dergleichen Standardkrams. Dann legt Arya auf und Eragorn wacht langsam wieder auf. Er stellt fest, dass er von Murtagh und Saphira umstellt ist, die ihn besorgt anstarren, weil er sei einer Viertelstunde starr in die Gegend starrend neben der Elfe gekniet hat.

Eragorn erklärt, was die Elfe ihm erzählt hat und von dem Beschluss, sie zu den Varden zu bringen, wahrscheinlich schnell mit Saphira, Murtagh könne ja mit den Pferden nachkommen.
Uuuuunerklärlicherweise reagiert Murtagh gereizt.

„Natürlich. Murtagh, der Packesel. Murtagh, der Pferdeknecht. Wie konnte ich das vergessen, dafür bin ich ja immer noch gut genug. Außerdem ist ja egal, dass mich jetzt jeder Soldat im Königreich sucht, weil du dich nicht verteidigen konntest und ich dich befreien musste. Ja, ich schätze, ich folge einfach deinen Anweisungen und komme mir den Pferden nach, ganz der pflichtgetreue Diener."


Nun ist es an Eragorn, dumm zu gucken und zu fragen, was Murtagh denn für ein Problem hätte.

„Das Problem mit dir ist", sagte Murtagh und stieß Eragon den Finger vor die Brust, „dass du so hilflos bist, dass du einen praktisch zwingst, dir beizustehen."
Die Worte trafen Eragon in seinem Stolz, denn er merkte, dass ein Körnchen Wahrheit darin enthalten war.

Körnchen?

Kurz und gut, ein Wort gibt das andere und ehe wir uns versehen stürzen sich die heißblütigen jungen Männer aufeinander.

... also, um sich zu prügeln, ne?

Saphira geht gleich dazwischen und ranzt die beiden ordentlich an, am meisten aber Eragorn, der gefälligst Murtagh fragen solle, was ihn bedrücke.

So als völlig unbeteiligter Leser erinnere ich mich natürlich noch an Murtaghs Äußerung, dass er bei den Varden nicht gut gelitten sei und ihnen lieber aus dem Weg gehen würde, aber mei, Männer des Schwertes scheinen es nicht so mit Gedächtnis zu haben deuchet mir.

Mit ein bisschen Hilfe von Saphira (*zerquetsch*) rückt Murtagh dann damit heraus, dass er nicht zu den Varden möchte, bitteschön.

Vermutlich wegen der Krämpfe. Welcher Scherzvogel hat übrigens bei Google als Suchterminus "übrigens, einer der Suchbegriffe, die auf das Blog hier führten, war „ursachen für varden krampf"" eingegeben?

Nun gut, jetzt wissen wir's. Eragorn reagiert irritiert, erscheint ihm der Anlass doch allzu nichtig.

„Du möchtest nicht ... oder du kannst nicht?"
[...] „Ich möchte nicht! Sie würden etwas von mir erwarten, das ich ihnen nicht geben kann."
„Hst du ihnen etwas gestohlen?"
„Ich wünschte, es wäre so einfach."
Eragon verdrehte die Augen. „Nun sag schon, was ist es? Hast du jemanden umgebracht oder der falschen Frau nachgestellt?"
„Nein, ich wurde geboren", sagte er rätselhaft.

Ja bravo, wir brauchen keinen Brom, der in Rätseln spricht, Murtagh kann das auch. :-p

Saphira lässt die beiden dann mal los, Murtagh ziert sich aber trotzdem weiterhin. Er steht schon kurz davor, zu offenbaren, was nun los ist, da erscheinen in der Ferne eine Riesenhorde marschierender Urkels. Tjo, sieht so aus als wäre mal wieder Flucht angesagt. Man schließt einen Kompromiss: Murtagh würde Eragorn noch bis zum See Kosta Quanta begleiten und dann verschwinden. Murtagh stimmt zu, die Pferde werden schnell gesattelt und dann sind wir auch schon wieder unterwegs.

Kommentare:

Vinni hat gesagt…

Die unbezwingbare endlose Wüste, die das Königreich wegen ihrer Undurchquerbarkeit von allem abschottet - ist grad mal zwei popelige Tagesreisen breit? O.o Is ja echt eine Herausforderung für zwei solche Helden und nur durch Magie zu schaffen...

Und dann kommt ein geheimnisvoller See, ein Stein an den man klopfen muß und ein Passwort? Oh Mellon, ick hör dir trapsen...

Anonym hat gesagt…

Ay, das mit der Durchquerung der wahnsinnig riesigen Riesenwüste enormen Ausmaßes in 2 Tagen wollte ich eben schreiben. Man bedenke: 2 Tage mit langen Schlaf- und Esspausen inklusive, also ein Tag, wenn man weniger verwöhnt ist! :ugly:

Kommt es nur mir so vor, oder ist der Drache ein überflüsiges Gepäckstück, das mal so mitgeschleift und halbherzig als Packesel eingesetzt wird oder dann, wenn Aragons Magie und "Herr der Schwert"-Seins nicht ausreicht? Wovon lebt der (inzwischen ausgewachsene) Drache eigentlich? :suspekt:

Das gleiche gilt für die Elfe, deren komatöser Zustand äußerst praktisch ist, um so nebenbei mitgekarrt zu werden, ohne zur Handlung auch nur irgendwas beizutragen. Aber gut, dass das wireless network trotz Standbymodus der Elfe mit erstaunlicher Geschwindigkeit geht. Wäre ja blöd sonst. :ugly:

Ansonsten: head -> desk

Anonym hat gesagt…

Nachtrag: Dass sich ausgerechnet im Kapitel "Zu neuen Ufern" die beiden Burschen aufeinander werfen... tse, also wirklich! :ugly:

Alienor hat gesagt…

"Murtagh würde Eragorn noch bis zum See Kosta Quanta begleiten..."

Kosta Quanta??? Das jetzt 'n Witz, oder?

Was kostet die Welt - äh - der See... *gacker*

FrauKatz hat gesagt…

Kosta Quanta ist ein Katzismus, der See heißt tatsächlich Kóstha-mérna. :-)

Das macht es aber nicht besonders besser, vor allem der übermäßige Gebrauch von Accents, ne? :ugly:

Zikädsche hat gesagt…

Mir ist der Inhalt des heutigen katz'schen Werkes leider entfleucht. Hab ich bei "Gratinfix" komplett rausgelacht. Danke für den Lachanfall der Woche. :-D