Mittwoch, 10. Februar 2010

Mammutjäger – VII

Der geniale Plan: „Wir schleichen um die Wisente herum, bauen ein Gatter, schleichen zurück und treiben sie hinein.“

Da muss man erst mal drauf kommen!

Geschäftige Betriebsamkeit setzt ein. Ein paar Seiten lang wird das Gehege gebaut, und kaum sind sie fertig stellen sie fest, dass es nun (aus ... Gründen! Jawohl!) schwierig sein wird, ungesehen um die Wisente herumzukommen.

Aber hey! Wir haben doch Ayla, unsere Allzweckwaffe! Die schlägt vor, dass sie doch mit dem Pferd, das genauso zu jedem möglichen und unmöglichen Anlass passend zu sein scheint, schnell um die Wisente herumreiten und die in das Gatter treiben könne.

Frebec hat, wie anders nicht zu erwarten, noch was zu nölen, aber Talut Bärenbart erscheint Aylas Vorschlag sinnvoll.

Tulie nickte. „Na schön, Talut. Versuchen wir es auf deine Weise.“

„Du meinst, auf Aylas Weise. Dann reite los, Ayla. Sieh zu, ob es dir gelingt, diese Wisente hierherzutreiben.“


Die strahlende Heldin der Steinzeit, gegen die Jeanne d'Arc wie die stellvertretende Hauptbuchhalterin eines mittelständischen, metallverarbeitenden Betriebs wirkt, reitet los, hoppeldipoppelgaloppel, es gibt ein paar kniffelige und/oder gefährliche Situationen, und dann sind fast alle Wisente im Gatter, hurra!

Der eine böse Wisentbulle, der ausbrach und auf Jondalar zustürmte, wurde übrigens gleichzeitig von drei Speeren durchbohrt, von denen ihm schon jeder einzeln den Tod gebracht hätte. Geworfen von Ayla, Jondalar selbst und ... Ranec!

Uhhhhhhhhhhh! Foreshadowing!

Gucken wir doch mal, was sich Ranec so denkt.
Ohne der Gefahr der langen spitzen Hörner zu achten(sic; ist das jetzt antiquiertes Deutsch oder ein Lapsus des Übersetzers?), mit wehendem Haar und die Augen zornblitzend und voller Schrecken, das Pferd beherrschend, als wäre es nichts als eine Verlängerung ihrer selbst, war sie wie ein Rachegeist oder wie die Mutter eines jeden Geschöpfes, das jemals sein Junges verteidigt hatte. [...]

Es war fast, als wäre sie ein Geist der Mutter, die Wisente ebenso mühelos behrrschen konnte wie das Pferd. Nie hatte Ranec Ähnliches wie sie erlebt, Sie war alles, was er je begehrt hatte: sie war schön, stark, mutig, liebevoll und beschützerisch.
Sie war eine Frau.


Oh je. Ohhhhhh jeeeeeeeeh. Oivey. Ohohoh. Du meine Güte.



Ich brauche Schokolade. Entschuldigt mich grade mal. Ich bin auch nur eine Frau.

[...]

Jetscht kannsch weitergehen. *vollmundnuschel*

Gut. Die nächsten Seiten handeln davon, wie die Wisente in handliche Stücke zerlegt und transportfertig gemacht werden.
... ich bin grade so ein bisschen froh, dass es Fisch zum Abendessen gab, auch wenn ich bezweifle, dass moderne Metzger in die Brusthöhlen der Tiere kriechen, um das Gekröse zu entfernen. Ähüm.

Es kommt, wie es kommen muss: dank Aylas wunderbarer Hilfe haben sie mehr Wisent als sie tragen können. Verschiedene Varianten, das Fleisch haltbar aufzubewahren, werden diskutiert, aber natürlich ist keine davon wirklich erfolgversprechend.

Die Rettung kommt, wie immer, durch Ayla plus Pferd, soviel kann ich jetzt schon mal verraten.

Aspirin plus C.

Hmmmm.

Aspirine. Das ist doch ein netter Spitzname für Ayla-Sue! Der noch dazu ein wenig nach Asterix klingt! Gekauft!

Am Abend sitzt die Jagdgesellschaft am Feuer und lobhudelt ein bisschen.

„Ich glaube, den Erfolg dieser Jagd haben wir Ayla zu verdanken“, sagte Talut.


Ich frage mich, wie die vor Aspirine zurechtgekommen sind.

Dann geht das Gespräch noch um heilige weiße Tiere (Ceiling Cat! ), schwarze Katzen (Basement Cat! ) und darum, dass Ayla heute, als sie nach der Wisente-Ernte mit Druwez unterwegs war, einen schwarzen Wolf gesehen hat. Nur einen. Einen Einzelgänger. Das wird noch wichtig.

Dann werden die Wachen eingeteilt und alle gehen schlafen.

Gradezu eragornesk, das.

Kommentare:

Vinni hat gesagt…

Und keine Unzucht? o.O

Undomiel hat gesagt…

@Vinni: gib mir fünf! *kicher*
Aber sie sind ja momentan gar sehr mit Jagen beschäftigt, da müssen die Wonnen mal zurückstecken ;-)

Tja, wenn ich Deine Version so lese, FrauKatz, muß ich Dir recht geben: wie, verdammt noch mal, kamen die Mamutoi eigentlich ohne Ayla zurecht?
(Im Original ist mir das nicht so sehr aufgefallen, weil zwischen den Heldentaten der Ayla-Sue doch seitenweises Geschwafel steht, aber in der Zusammenfassung springt es schon sehr ins Auge)

Vinni hat gesagt…

Vermutlich ist Jagen eine Art Ersatzbefriedigung ;)

Alcarinque hat gesagt…

Die sind doch in die Wisente gekrochen, da habe sie sich sicher zufällig in einer Bauchhöhle getroffen und die anderen haben sich gefragt ob da noch ein Speer in den Nerven des Viehs steckt... :ugly:

Undomiel hat gesagt…

*ürgs*
Danke, @Alcarinque, jetzt hab ich Kopfkino
*schüttel*

Sakura hat gesagt…

Ewww. Alca, echt mal. Brainbleach.