Mittwoch, 18. Februar 2009

Die Hebamme XLII – Abrechnung

Überraschung! Heute gibt es zwei Kapitel, weil wir dann so richtig schön am Freitag mit dem letzten Kapitel des Buches fertig werden.

Christian, Lukas und Marthe reiten erst einmal Richtung Dörfli. Vorsichtig natürlich, man ist ja Bill nicht von der Schippe gehüpft um sich gleich darauf in Hartwigs Mistgabel zu stürzen, ne?

Doch sie kommen unbehelligt zur Höhle, in der Chris Damals™ seine Rüstung versteckt hat. Dort ist alles unberührt, wunderbar. Chris verkleidet sich also als fahrender Vorwerkvertreter, um erst einmal im Dorf alles Wichtige herauszufinden. Gegner, Stimmung, eventuelle Verbündete und so'n Krams. Er verbietet Lukas und Marthe strengstens, ins Dorf zu kommen, bevor er zurück ist.

Jaaa. Ich sage meinen Katzen auch immer, sie sollen aus dem gelben Sack draußen bleiben. Funktioniert ebenfalls nicht.

Zuerst schleicht Chris in die Schmiede von Jonas und Karl. Die erkennen ihn zuerst nicht, also streift er sich kuhl die Kapuze von den Locken und enthüllt seine ... Identität.
Karl und Jonas sind wie vom Donner gerührt. Man plauscht also aufgeregt über alles, was sich so ereignet hat. Wieviele Leute Hartwig grade da hat, dass der Verräter Kaspar tot ist (vermutlich haben Hartwigs Leute einen Zeugen beseitigt), dass Hartwig jeden Abend Leute ausschicke, die durch alle Häuser gehen, sie durchsuchen und die Leute terrorisieren, sowas und dergleichen.
Sofort hat Chris einen tollen Plan parat: man würde den Zweiergrüppchen der Hausdurchsucher einfach einen entsprechenden Empfang bereiten und so heimlich ganz schnell ganz viele Gegner ausschalten können!

Vor Hildebrand solle sich Chris aber in Acht nehmen, der hätte sich auf Hartwigs Seite geschlagen. Ach!
Außerdem verlange Hartwig unmöglich hohe Abgaben, alle hungerten, jammerklaghärm.
Ja, nu, Kinners, nu ist Papa Chris ja wieder da, der tut den bösen Mann wegjagen und alles ist wieder gut.

Genug geplaudert, nun lasst Taten sprechen! Kuno und Bertram werden organisiert, dann kommen auch schon die Schergen des Verwalters. Die werden nach und nach überwältigt, denn Chris' gewaltigem Schwert kann keiner widerstehen. Jau.
Dann geht's zum Herrenhof. Kloppswopps, die Wache niedergeschlagen, auf zu Hartwig. Noch drei Wachen umtänzelt und niedergestreckt, dann ist Chris am Ziel.

Dann wandte er sich dem kreidebleichen Verwalter zu, der aussah, als würde er sich vor Angst gleich übergeben. Hartwig hatte längst erkannt, wer vor ihm stand.

Wäre ja auch extrem seltsam, wenn nicht. Tsk. Chris fragt, wann Randolf zurückerwartet wird. Hartwig meint, erst mal nicht, der Markgraf beanspruche ihn grade. Aber er wolle benachrichtigt werden, sobald Chris auftaucht.

Und dann kommt eine witzige Textstelle. So ganz überraschend. 'sch meine, wir und das Buch, wir kennen uns ja nun schon eine Weile, aber diese Seite hat es uns noch nie gezeigt. Ich musste spontan schmunzeln, ich geb's zu.

„Die Nachricht wird er bekommen“, sagte Christian grimmig. „Und nun steh auf und mach dir nicht in die Hosen, Mann!“
Zitternd kam Hartwig der Aufforderung nach – zumindest der ersten.


*gicker*
Ja, gut. Dass sich der fiese Möpp letztendlich als fürchterlicher Feigling entpuppt ist nun keine Überraschung.

Mit Hartwigs Hilfe bringen unsere Helden dann die restlichen Wachen noch in ihre Gewalt. Es gibt noch eine kurze Krisenszene, weil der Anführer der Söldner noch mal eben Guntrams Sohn und Emmas Tochter bedroht, aber da kommt dann das Geisterpferd und wiehert, Verwirrung kommt auf und Marthe, die sich natürlich nicht vom gelben Sack fernhalten konnte, entreißt den kleinen Christian dem Unhold. So können die Männer mit Waffen sich um die Entleibung kümmern und schon bald ist alles shiny. Gut, Chris muss sich noch mit Bodo, diesem Anführer duellieren. Klar. Showdown im Weizenfeld. Chris braucht aber wie gewöhnlich nur zwei Absätze, dann ist Bodo erledigt. :staub von den händen klopf:

Chris übergibt die Gefangenen dem Kerker und die Leitung des Dorfes Hermann Bergmann. Joh, meint der, er werde sich um alles kümmern und vor allem auch aussagen, dass die das Bergrecht ganz oft gebrochen hätten, jawohl!

Er blickte sich unter den Dorfbewohnern um und sah abgezehrte, aber erleichterte Gesicher. „Gibt es Dinge, die sofort erledigt werden müssen?“
Lächelnd löste sich Marthe aus den Reihen. „Eine Wunde, die verbunden werden muss.“
Er sah ihr liebevolles, strahlendes Gesicht, während sie auf ihn zuging, und fühlte plötzlich den Drang, sie sofort zu nehmen.

Schweinskram!

Da kommt dann aber schon Pater Barti und zur Verblüffung aller Dörfler verlangt Chris, dass er jetzt sofort mit Marthe verheiratet wird. Also, er selbst. Nicht Pater Barti. Aber das dachtet ihr euch sicher schon.

Nach dem initialen Verblüffen beschließen die Christiansdorfer, dass man Hochzeiten feiern muss, wie sie fallen. Hurra, Hussa, Konfetti. Pater Barti ist auch ganz patent und macht nicht viel Federlesens. Schwuppdiwupp sind Chris und Marthe verheiratet (schneller ginge es in Vegas auch nicht) und man bereitet die Feier vor.

Chris wird von Marthe in ihre Kate gebracht, damit sie sich um seine Wunde kümmern kann. Chris schickt Marthes Stieftöchter unter einem Vorwand weg („Wollt ihr eurer Ziehmutter nicht ein paar Blümchen pflücken, hm?“) und weil die Gelegenheit grade so günstig ist, erfreuen sich er und Marthe mal eben zwischendrin an ein bisschen Körperlichkeit.
Dann wird die Wunde verbunden und gefeiert.

So bald wie möglich ziehen sich Chris und Marthe dann zur Hochzeitsnacht zurück, aus und Chris sagt ... Dinge. Nein, ich bringe es nichts übers Herz, das zu zitieren. Ich kann nicht. Nein, es geht nicht.

[...]

Na gut. Okay. Wenn ihr so drängelt ...

Er fand heraus, welche seiner Zärtlichkeiten sie am meisten genoss, dann führte er ihre Hand sanft an die Stellen, an denen ihn ihre Berührung besonders erregte.
Schließlich war beider Verlangen zu groß, um noch länger zu warten.
"Meine Liebe!", sagte Christian, als er in sie glitt.
"Mein Leben!" Und dann im Rhythmus seiner Bewegungen: "Meine Geliebte, meine Frau, meine Gefährtin!".
Mit geschlossenen Augen ließ sich Marthe erneut in Ekstase versetzen.


!

So ein bisschen Blut hätte Marthe schon für Chris' upstairs brain übriglassen können. Je du mei. Ich meine ... igksargh!

Aber gut. Sie sind jung, sie sind verliebt, sie sind in diesem Buch ... was soll's. Sollen sie ihre Freude haben. Endlich mal. :nick:

Am nächsten Tag hält Chris dann unter der Dorflinde Gericht. Barti muss sorgfältig auflisten, was Hartwigs Männer so alles angestellt haben. Besonders interessant für den Markgrafen: einen ansehnlichen Teil des geförderten Silbers haben Hartwig und die Seinen selbst behalten.

Die Reisigen würden bewacht im Dorf bleiben, Hartwig würde Chris wie einen Rollmops verschnürt mit zum Landding nehmen.
Chris und Marthe diskutieren dann noch kurz darüber, ob Marthe mit zum Landding kommt oder nicht. Chris ist dagegen, Marthe dafür.
Guess.

Sie wird also mitkommen. Wer hätte es gedacht.

Kommentare:

Tokvi hat gesagt…

Sie hat uns so lange hingehalten und jetzt geht alles ganz schnell :ugly:

Vinni hat gesagt…

Aber hauptsache noch mal schnell Sex zwischendurch :p

Halefa hat gesagt…

Ja mei, der Chris hat doch schon so lange nicht mehr! Und die Marthe sowieso nicht. Seit den Verwarnungen. Das muss alles nachgeholt werden!

Silph hat gesagt…

"Sie sind in diesem Buch."

Ja, das erklärt alles....

esme hat gesagt…

Irgendwie mochte ich Chris lieber als er noch nicht geredet hat. :schämt sich:

lainvess hat gesagt…

Seht ihr, genau das ist Christians Problem. Er ist immer so toll und cool und edelmütig und hach und sieht viannegeblich auch noch gut dabei aus - und grade, wenn man mit Unterwäsche schmeißen und "Chriiiiiis, lass mich Dein Silber abbauen!" kreischen will, lässt er wieder so einen Kitschtrief-Pathos-Schmonzes ab.
Aber in diesem Kapitel ist es besonders schlimm. Uah. Uuuuaaaaaah.

...im nächsten sind dafür die anderen richtig schlimm :p

Purslane hat gesagt…

"Mein Leben!" Und dann im Rhythmus seiner Bewegungen: "Meine Geliebte, meine Frau, meine Gefährtin!".

Oh my. Das hat der arme James nicht verdient. :ugly: Wirklich nicht.

Stina hat gesagt…

"Meine Liebe! Mein Leben!"

:roflol:

Marthe brach in haltloses Gelächter aus. "Ey sorry, Alter, aber da kann ich nicht ernst bleiben. Echt mal. Geht gaaaar nicht."

So hätt ich das gern gehabt. Aber naaain.

Alienor hat gesagt…

"Meine Geliebte, meine Frau, meine Gefährtin!"

Neiiiiin!

Ich werde nie wieder Boromirs Sterbezene sehen können ("my brother, my captain, my king"), ohne an rhythmische Dinge zu denken!

:Tischkante:

Centaurea hat gesagt…

Einmal! Einmal möchte ich erleben, dass der Held bei einem dieser sinnlosen High-Noon-Einzelduellen stirbt, weil er lieber irgendeine kryptische Ehre wiederherstellen wollte als den entsprechenden Bösewicht einfach zu verhaften und der gerechten Strafe zuzuführen. Einmal!

> und sieht viannegeblich auch noch gut dabei aus - und grade, wenn man mit Unterwäsche schmeißen und "Chriiiiiis, lass mich Dein Silber abbauen!"

:roflol:


> Ich werde nie wieder Boromirs Sterbezene sehen können ("my brother, my captain, my king"), ohne an rhythmische Dinge zu denken!

*wegschmeiß* Alienor! Jetzt kann ich den Film auch gar nicht mehr schauen.

Aber echt. Schlimm, die Szene. Wie besoffen muss man sein, um sowas zu schreiben?

Alcarinque hat gesagt…

Der gelbe Sack!
:rofl:


Dorflinde? Wurde das Dorf nicht auf einer Lichtung gebaut welche normalerweise daran erkannt werden, das es da eher wenig Bäume gibt? Oder hat Marthe da Hand angelegt und der Sprösslign ist vieeel schneller gewachsen?

FrauKatz hat gesagt…

Wenigstens skandiert er nicht „Meine Frau, mein Boot, mein Auto, äh, Pferd“ oder sowas.
Ist schon ungünstig, wenn man in einer so hochemotionalen Szene einerseits an Werbung denkt, während man andererseits einen Lachanfall unterdrücken muss.

Ugly.

FrauKatz hat gesagt…

P.S. @ Alca

Da! DA! Schon wieder Schweinskram! :zeter: Hand anlegen, damit der Sprössling „wächst“, jaja!

Hoppi hat gesagt…

Ich werde nie wieder Boromirs Sterbezene sehen können ("my brother, my captain, my king"), ohne an rhythmische Dinge zu denken!

SZEBRA! :vianne:

Ich sollt das Blog nicht immer beim Frühstücken lesen. Mein Essen versucht gerade zu fliehen.

Alcarinque hat gesagt…

Eine Linde! Eine unschuldige kleine Linde! Wie kommst du da nur auf Schweinskram? Hat dieses Buch einen so schlechten Einfluss?
Und du schreibst doch, das sie mit ihren Händen besondere Dinge™ tun kann...